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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Kleinere Mitteilungen. 
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Hierin gibt die erste Zahl hinter dem Namen die Zahl derjenigen Tage 
an, an denen überhaupt eine Behinderung der Schiffahrt durch Eis stattgefunden 
hat; die zweite gibt die Tage an, an denen die Segelschiffahrt geschlossen war, 
Hierauf folgen die Daten:.der Eisbesetzung, und .zwar bedeuten die: nicht ein- 
geklammerten Daten, daß nur die Segelschiffahrt geschlossen war, die in runde 
Klammern. gestellten. Daten, daß die Dampfschiffahrt dabei noch möglich‘ wär, 
und..die in eckige Klammern gesetzten Daten, daß die Schiffahrt ganz geschlossen 
gewesen ist. . “Dr. O.. Steffens. 
4. Gezeitenbeobachtungen. an der pazifischen und atlantischen Küste 
Canadas. nn ; 
a) Fortpflanzung der Gezeitenwellen in‘ Fjorden und Flußmün- 
dungen.!) ‚In den meisten Flußmündungen pflanzt sich die Gezeitenwelle mit 
meßbarer Geschwindigkeit fort. Das Hochwasser tritt flußaufwärts immer später 
ein; dieser Zeitunterschied des Eintritts an verschiedenen Orten ist bei Niedrig- 
wasser jedoch größer, da sich bei geringer Tiefe das Wellental stets langsamer 
als der Wellenberg fortpflanzt. Indem dadurch in der Gezeitenkurve ein steiler 
Anstieg zum Hochwasser entsteht, wird ihre Symmetrie zerstört. Typisch finden 
sich diese Verhältnisse z. B. in der Georgia -Straße. (Britisch-Columbia, Canada); 
im inneren Teil des! Mündungsarmes des St. Lorenzstromes von Father Point. bis 
Quebec, ebenso in weit landeinwärts sich erstreckenden Meeresbuchten wie in der 
Chaleur Bay-und vielleicht auch in manchen Meeresstraßen, besonders solchen, 
die sich rasch nach einem Ende verengen. Die folgenden Beispiele stützen sich 
auf gleichzeitige Beobachtungen, die Tag und Nacht fortgeführt wurden, um 
tägliche Ungleichheiten auszugleichen. Das langsamere Fortschreiten des Niedrig- 
wassers ist deutlich erkennbar. 
Mündungsarm des St. Lorenzstromes, 
Hochwasser I 
Niedrigwasser 
am ke 
Von Father Point bis Orignaux Point, Entfernung 103 Sm. 
Mittlerer Gezeitenhub an beiden Orten 16 Fuß ‘: . .. 
Von Orignaux Point bis Quebec, Entfernung 77 Sm, 
Mittlerer Gezeitenhub an beiden Orten 18 Fuß VS 
1b 35m später 
‚20 45m später | 3h 45m später 
11h 48m später 
Dieser Zeitunterschied ist nicht konstant, sondern ändert sich im Laufe 
des Monats. Wie aus dem folgenden Beispiel hervorgeht, hängt dies zusammen 
mit ‚der Veränderung der Fluthöhe im Laufe des synodischen Monats, : Diese 
Veränderungen sind ebenfalls beim Niedrigwasser wieder größer. 
Hochwasser | Niedrigwasser 
VE 
Mündungsarm des St. Lorenzstromes von Father Point his 
Quebec, Entfernung 180 Sm. ; ; 
Zeitunterschied bei Springtiden ‚-.. . .. 
. « Nipptiden . eh Le 
Port Essington, Britisch-Columbien, 12 St oberhalb der Mün- 
dung des Skeena-Flusses, verglichen mit Tort. Simpson am 
Stillen Ozean. * ; 
Zeitunterschied bei Springtiden .'... 0. 70 
..: « Nipptiden . s x7a 
Es ist versucht. worden, für den St. Lorenzstrom diese Veränderung des 
Zeitunterschiedes im Eintritt. der Tiden .an verschiedenen Orten mit der Fluthöhe 
und zwar in Quebec in Zusammenhang zu bringen, wie es beim. Fraser-Fluß in 
Britisch-Columbien auch bereits gelungen ist. Aber trotz ausgezeichneten Materi- 
ales, es lagen insgesamt 1280 Beobachtungen über Zeitunterschiede aus Sommer 
und Winter zweier Jahre vor, gelang es nicht, einen Zusammenhang zwischen 
Zeitunterschied und. Fluthöhe aufzudecken. Dies wird vielleicht auf die Lage 
” W, Bell Dawson, Progress of the Tide in deep Inlets and ordinary Estuaries: Trans- 
actions of the Royal Society of Canada. "Third Series 1911, Volume V; Section III, Ottawa 1912.
	        
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