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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Kleinere Mitteilungen, 
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aber den Befehl erhielten, in Ballast nach Hamburg zu gehen und infolgedessen 
viel mehr Wasser nehmen mußten, entschloß ich mich, dazu an die Brücke des 
Stauers Antenor zu holen. Dort ist bei Hochwasser etwa 15 Fuß (4.6 m) Wasser- 
tiefe über weichem Schlick und für ein Schiff keine Gefahr vorhanden. Wir 
lagen vorn 11 Fuß, hinten 15 Fuß (3.35 und 4.57 m) tief und holten, da die Er- 
laubnis dazu beim Zoll- und beim Hafenamt nicht schneller zu bekommen war, 
zwei Stunden nach Hochwasser langsam längsseit der an der Ladebrücke dort 
liegenden Hulk, Zuerst ließen wir den großen Stromanker vom Heck und, nach- 
dem wir weit genug vorausgegangen waren, gut frei von der Brücke den St-B.- 
Buganker fallen, dem wir 60 Faden (110 m) Kette gaben. Das weitere Fest- 
machen bot keine Schwierigkeit, da das Lotsenboot die Trossen ausfuhr und auf 
der Brücke gute Muringschäkel waren. 
Die Wasserleitung dort geht bis zum Kopfe der Brücke und hat eine Ver- 
schraubung, für Schläuche mußten wir aber selbst sorgen, Wir erhielten in 
14 Stunden 150 cbm Frischwasser, für 1 Milreis das Kubikmeter, wohinzu aller- 
dings noch die Lotsengebühren und 70 Milreis Brückengeld kamen; die Eisenbahn, 
die Firma Walters oder die Ohra del Puerto konnten mir technischer Schwierig- 
keiten wegen für 4 Milreis kein Wasser geben.« 
2, Zusatzsignale des Observatoriums Tsingtau zu den Taifun- und 
Sturmsignalen an der chinesischen Küste.) 
Das Kaiserliche Observatorium Tsingtau ist bestrebt, ein einheitliches Sturm- 
warnungssystem für ganz Ostasien einzuführen, das die besonderen Vorzüge der 
bisher nebeneinander bestehenden Systeme, des japanischen und des chinesischen, 
vereinigt.) Bis eine solche Vereinheitlichung erzielt ist, wird das Observatorium 
zu den chinesischen Signalen die nachstehenden Zusatzsignale geben. Diese 
Zusatzsignale entsprechen den Wünschen aus Seefahrtskreisen, soweit sie dem 
Observatorium bekannt geworden sind, und sind zwar nicht eigentliche Fern- 
signale, können aber vom Hafen, von der Außen- oder der Innenreede aus mit 
dem Glase erkannt werden und sollen vor allem dazu dienen, über die Möglichkeit, 
die Signale zu erweitern, Erfahrung zu sammeln. Außerungen und Vorschläge 
aus Seefahrtskreisen über diesen Gegenstand nimmt das Observatorium dankbar 
entgegen, 
Die Zusatzsignale bestehen aus kleinen Bällen, die über, unter oder zwischen 
den üblichen Signalkörpern gezeigt werden. 
Es bedeutet bei den beiden Signalkörpern für die 
Marschrichtung der Depression: 
(Je höher der kleine Ball, desto größer die Geschwindigkeit.) 
Kein Ball: Die Geschwindigkeit ist unbekannt. 
1 Ball unter dem unteren Richtungs- 
körper: 
Die Geschwindigkeit betrug zuletzt bis 
5 Sm. 
| Ball zwischen den beiden Richtungs- 
körpern: 
Die Geschwindigkeit betrug . zuletzt 
zwischen 5 und 10 Sm. 
] Ball .über dem obersten Richtungs- 
körper: 
Die Geschwindigkeit betrug zuletzt 10 
bis 20 Sm. 
2 BähHe, 1 Ball zwischen den beiden und 
einer über dem obersten Richtungs- 
körper: 
Die Geschwindigkeit betrug zuletzt über 
20 Sm. 
') Vgl. »Ann. d, Hydr. usw.« 1910, S. 652, und 1913, S. 60. 
2?) Ebenda 1912, S. 214f.
	        
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