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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Exner, F. M.: Über oszillatorische Strömungen der Luft, 
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c) Es sei n=-, w=0 
dann ist E=it—2sinidt, 7 = -—2-+4+2cos£At. 
d) Es sei Ho: = Dr = 0; 
dann ist = 2t— Lsinzt = —i4LZc0osit 
2 ) 22 
Durch Auswertung dieser Gilei- 
chungen ergeben sich die vier folgenden 
mit a, b, ce und d bezeichneten Kurven in 
Figur 1. 
Die erste Bewegung (a) in. einer 
Geraden. entspricht einem singulären Fall, 
dem nämlich, daß die Anfangsgeschwin- 
digkeit u = “ ist, Es ist dies der Wert 
von u, den man gewöhnlich für den 
stationären Zustand der Bewegung bei ge- 
radlinigen Isobaren angegeben findet, wir 
wollen ihn mit U bezeichnen. 
Die zweite. Bewegung (b) würde 
auftreten, wenn die Luft anfangs fest- 
gehalten und dann plötzlich dem Kinfluß 
des Druckgefälles überlassen würde. 
Es mag dies in Wirklichkeit der Bewegung während der Entstehung eines solchen 
Gefälles einigermaßen entsprechen. Die Luft bewegt sich aus der Ruhelage dem 
tiefsten Druck entgegen, wird während dieser Zeit nach rechts abgelenkt; 
unterdessen wirkt der Druckgradient fortwährend beschleunigend, es resultiert 
schließlich eine Geschwindigkeit von der Größe up = ZT, die also doppelt so 
groß ist, als die stationäre Geschwindigkeit U und für it = mx eintritt. Die ab- 
lenkende Kraft der Erdrotation, welche dieser Bewegung entspricht, ist nun 
doppelt so groß als der Druckgradient geworden, wodurch eine Bewegung gegen 
den Gradienten eintritt, Infolgedessen wird die Geschwindigkeit nun kleiner 
und sinkt schließlich auf 0 herab. Nun beginnt das Spiel von neuem, Es ist 
festzuhalten, daß die hier vorkommende maximale Geschwindigkeit doppelt so 
groß wie die für denselben Druckgradienten gültige stationäre Geschwindigkeit 
wird, während das Minimum derselben geradezu null beträgt. 
Die dritte Bewegung (c) tritt ein, wenn die Anfangsgeschwindigkeit der 
stationären Geschwindigkeit U entgegengesetzt und gleich groß ist wie diese. 
Ob ein derartiger Fall vorkommt, ist fraglich. Er wäre vielleicht denkbar 
während der allgemeinen Zirkulation der Luft von Westen nach Osten in höheren 
Breiten, wenn eine Luftmasse durch eine ın diese eingelagerte kleine Depression 
eine Geschwindigkeit nach Westen erhalten hat. Hier führt die Kurve in sich selbst 
zurück, es. entstehen unter dem Einfluß von geradlinigen Isobaren Schlingen, Die 
maximale Geschwindigkeit wird hier für A4t==mx, u = ee = 3 U, also dreimal so 
groß wie die der stationären Strömung. Dazwischen wird sie dann negativ, die 
Luft fließt gegen Westen zurück, 
Die vierte Bewegung (d) stellt einen Fall dar, der zwischen den Fällen a 
und b liegt. Hier ist die Anfangsgeschwindigkeit gleich gerichtet, aber nur halb 
so groß wie die der stationären Strömung U; es ergeben sich nun eigentliche 
Schwingungen der Luftmasse um eine zur x-Achse parallele Gerade, Bei diesen 
Schwingungen ist aber keine Symmetrie rechts und links von jener Geraden 
vorhanden; während der Elongation nach links ist die Geschwindigkeit größer 
als während der. nach rechts. Das Maximum derselben wird für At = mz: 
u = es = ZU, das Minimum wird für 1t=0 eben die Anfangsgeschwindigkeit 
U 
ug = «
	        
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