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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1913.
*,0° auf. Es scheint mir jedenfalls alles darauf hinzuweisen, daß der Rücken
5stlich der Süd-Orkney-Inseln durchbrochen ist und daß hier in Tälern oder
Rinnen kaltes Wasser nach Norden vordringen kann; die Temperatur der letzten
Lotung stimmt gut mit der ersten südlich von Süd-Georgien gewonnenen Tem-
peratur überein.
__ Auch die bei diesen Lotungen erhaltenen Bodenproben zeigen bemerkens-
werte Unterschiede. Bei Lotung 172 mit 1012 m Tiefe war die Röhre bestoßen,
zo daß sie auf Steingrund aufgestoßen sein mußte; andere Proben waren sehr
hart und trocken, bestanden hauptsächlich aus terrigenem Material, während die
letzten Lotungen typischen Blauschlick heraufförderten,
. Die Reihenmessungen, Während der ganzen Fahrt in der Weddell-See
wurden einige zwanzig Reihenmessungen ausgeführt. Bis zur Vahsel-Bucht stand
Dampfkraft zur Verfügung, später mußte mit Handwinden gearbeitet werden,
wodurch ich gezwungen war, mich in den meisten Fällen auf 800 m Tiefe als
Maximum zu beschränken. Während der Trift versenkte ich die Instrumente
stets durch den Ruderbrunnen in die Tiefe, sowie der Schöpfer hochkam, wurde
ar auf dem durch ein Dach geschützten Achterdeck abgenommen und im Schiffs-
innern abgefüllt. Bei schnellem Arbeiten kann man so völlig einwandfrei den
Salzgehalt auch bei Außentemperaturen von — 30° erhalten; sowie sich in dem
abgefüllten Wasser kleine Eisnadeln zeigen, hat man ein sicheres Anzeichen, daß
der Salzgehalt gefälscht ist. Daß der Schöpfer selbst völlig vereist hoechgekommen
wäre — wie verschiedentlich berichtet wird — hat sich nie ereignet,
Als Beispiel für die vertikale Verteilung der einzelnen regelmäßig be-
stimmten Elemente gebe ich nachstehend die Ergebnisse der Reihe Nr. 57 wieder,
Jie auf der Südfahrt in 70° S-Br. gewonnen wurden. Die Temperatur zeigt
mehrfache Schichtung. Zunächst eine warme Oberflächenschicht, gelagert über
älteres Wasser von 50 bis 75 m Tiefenlage, Diese Schichtung ist auf die
jahreszeitliche Erwärmung zurückzuführen, im Winter ist von 0 bis 75 m gleich-
förmig abgekühltes Wasser von —1.8° bis —1.9° vorhanden, — Von 75 m ab-
wärts findet eine Zunahme der Temperatur statt, die in etwa 300 m Tiefe ihr
Maximum erreicht. Die Schicht mit positiven Temperaturen hat eine Mächtigkeit
von etwa 1500 m, von etwa 1700 m Tiefe an herrschen bis zum Boden Tempera-
turen unter Null. Die Salzgehaltsverteilung ist in der ganzen Weddell-See
sehr gleichförmig. Bis zur 200 m-, oft auch 300 m-Tiefe ist eine Zunahme des
Salzgehalts vorhanden, indessen die mächtige Schicht von hier bis zum Boden
isohalin ist. Im Winter nimmt der Salzgehalt der Oberflächenschichten infolge
des Gefrierprozesses zu, erreicht jedoch niemals den Salzgehalt der isohalinen
Tiefenschicht. Die Dichte zeigt eine Zunahme von der Oberfläche bis zum
Boden um sechs Einheiten der vierten Dezimale; die Hauptdifferenz liegt zwischen
0m und 50 m Tiefe und ist nur im Sommer vorhanden.
Reihenmessungen Nr. 57.
Station Nr. 117. 709° 2‘ 8-Br., 27° 26 W-Lg. 51% bis 81/,h N. 13. I. 1912,
Tiefe
ın
{
25
4 |
px
OÖ
50
200 |
300
4100
S00 |
UK
CK
0
1567 m]
Baden !
Temp. «07 ° O ccm Op 10047
00 + pro Liter {)
SC.
— 1.17
— 145
— 1.77
— 1.77
— 1,37
— 0.40
+0,65
+0,79
+0,68
0.42
40.32
+ 0.09
— 0.10
— 038
33.85
34,33
3444
34.66
34.68
34.68
31.67 27,86
3167 © 9788
27.25
27.64
85.47
6.49
5.79
102 06
79 0
37.73
27,81
27,82
a7 64
70 oO 0
57 9%
147
4.60
599%
4.59
5.07
3.47
639%
680
Bemerkungen
Instrument:
Ekman- Schöpfer.
Kipprahmen.
EKXman-Schöpfer.
Kipprahmen,
Fkman- Schöpfer,
Xipprahmen,
Skman- Schöpfer,
Kıpprahmen.
Ekman- Schöpfer,
Kipprahmen.
Kkman-Schöpfer,
Kipprahmen,
Ekman- Schöpfer.
Großer Sigsbee-Schöpfer.
Wasserfarbe11/12.
Peolativer Sanerstoffeehalt On — beobachtete Menge. 0: — Sättigyungsmenyge)