Brennecke, W.: Ozeanographische Arbeiten der Deutschen Antarktischen Expedition. 135
läufiges Ende finden sollte. Schon am 17. Dezember hatten die Schollen solche
Ausdehnung und Stärke angenommen, waren zum Teil gepreßt und gepackt, daß
wir treiben mußten, um erst die Öffnung von Fahrrinnen abzuwarten, Den besten
Überblick über den. Verlauf der Fahrt gibt die beigefügte Besteckliste mit ihren
Angaben über die Eisverhältnisse. Für die Entfernung 61° S-Br. bis 64° S-Br.
hat das Schiff die Zeit vom 17. Dezember 1911 bis 10. Januar 1912 gebraucht,
wobei Kapt. Vahsel jede Gelegenheit, in südlicher Richtung vorwärts zu kommen,
ausnutzte, Dann gelang es uns, in große Waken zu kommen, in denen wir schon
am 14. Januar 70° S-Br. erreicht hatten. Der Charakter des Eises hatte sich
gleichzeitig geändert, die Felder hatten jetzt alle einen großen Umfang, bestanden
meist aus verkittetem Packeis und waren unter sich häufig durch Jungeis ver-
bunden, so daß wir vielfach treiben mußten und nur in sich öffnenden Fahr-
rinnen. südwärts vordringen konnten, Erst am 28. Januar waren wir auf
7314° S-Br.; hier lösten sich die letzten Felder in einzelne Schollen auf, wir ge-
langten in fast ganz eisfreies Wasser, so daß wir schon am 29. Januar eine süd-
lichere Position im Weddell-Meer erreichten als. vordem Bruce und Weddell.
Besteckliste.
Grytviken (Süd Georgien) — Vahsel-Bucht (Prinzregent Luitpold-Land).
Datum
1911
11. XIE,
12, «
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26
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1919
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2, «
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A
7 N
Y
‚0
11T.
S-Br. | W-Le.
54° 15’
55° 12
569°. 39’
A700 48
36° 3
34° 27
320 53
290 (VV
58° 59
60° 2(y
31° 35
231° 57’
61° 2’
61° 2
610 9217
31° 57
310 44’
210 AR
61° 22
61° 22’
629 7
62° &
BO 10
31° 42
310 42
32° 27
320 49
290 (WV
62° 8
R90 At
339 08’
880 177 |
61° 57
61° Hr |
33° 277
220 097
62° 7
61° 56
61° 55
339° V'
33° 7
200 507
61° 54’
620 237
620 237
620 26’
63©O 4
3209 14’
31° 29
31° 18
309° 37
28° 35
28°
28° 9
28° 9
639 477
63° 47
63° 47
63° 44
63° 51’.
650 357
27° 58’
27° 53
970 (XY
Wind
SW 3
SSW 5
SW—WSW 5/6
SW 2
So 3
QsSO 1
0S0 i
WNW I
WNWI, NO 2
ONO 8/9
ONO8
ONO5
0NO 5, 080 2
Sl
Sso 2
4
SSW 3
SSW 2
SW 2
WSW 2
NNW 4/5
NNWS8
W 4
WSW2
W 4
WSW 4
S3. WSW I
WSW 4
SSW2
SW 1, NW 4
Wa
wo
Bemerkungen
2 KEisberge gesichtet, .
1 Tafelberg, mehrere Eisstücke.
Von 3h V an leichtes Scholleneis, Größere Zahl
von Bergen in Sicht. ;
Im Scholleneis. Größere Zahl von Bergen in Sicht.
Stärkeres Scholleneis, zum Teil gepreßt und über-
einander geschoben.
Dicke Schollen, große Felder. Treiben mit dem Schiff.
Im Scholleneis meist treibend.
Schollen 2 bis 3 m dick, machten Versuch weiter-
zugehen.
Im Scholleneis treibend,
8h V bis 2b N gedampft. Scholleneis, vielfach ge-
preßt,
Treiben.
7h bis 10h V gedampft ohne Erfolg. Scholleneis,
vielfach gepreßt,
Scholleneis,
10'/h V bis 51/,k% N gedampft, passieren starkes
Packeis,
Treiben, dichtes Scholleneis.
8h V bis Mittag gedampft, zeitweise eisfreies Wasser.
Treiben im Scholleneis.
44 bis 71/„bh V gedampft.
Dampfen seit 42 V, passieren schweres Eis.
In Fahrt, passieren große Schollen mit Jungeis
dazwischen,
fh V fest an Scholle, mehrere Kilometer lang, Keine
Berge in Sicht.
Fest an Scholle,
11b V bis 4h N gedampft, fahren durch Jungeis.
Keine Berge in Sicht.
Fest an Scholle,
Ab 7b V in Fahrt.
Fahren in großen Waken, passieren große KEis-
tafeln verschiedener Höhe.