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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Febiuar 1913.
In der folgenden Liste konnten von Lindenberg nur die Angaben von den
Aufstiegen, in Hamburg auch die von den Abstiegen zweier Drachenflüge mit-
geteilt werden.
Hamburg.
Zeit
Höhe '
Temp. }
Diff.
z]
a
„8 hr
PR 50|
33 1000
5%] 1500
33 | 2000
S | 2500
9h
700-900
07 14
AA
Wind
16
hot
15
0.1
—33
05
08012
0S014
0509
DSo12
Wolken 280 bis elwa 700 m.
101 7,0
500070 _
22457
23
4.1
2.2
25
; heeist
12%
— 520.760
14 32
AS
1b
460—610
13 43
30
Wind
J 05 13
1,9 9S09 3.0
3.0 sSo9 1.2
- 0.1 So8 | Y
7 SO11 | —25
3.3 SO14 |
Wolken 250 bis etwa 600 m.
Lindenberg,
nn
ni
si
5
85 +|
eo
7
an
ad
=
Zeit
Höhe
Temperatur
Differenz N
91/40
— 500—680-
—10 25
85
122 „7
500 — 1.0
‘9 14
600 —23
ar MM) —33
2500 ‚ —55
Wolken etwa 200 bis 500 m.
30
560—700
10 43
A
Wind
Wind
OSO11 3.0 SOz010
Oz513 — 0.7 OzS6
SOz09 2.0 0808
SO0z09 — 1.2 ' 08S0r
So6 —929 OST
SO10 -— 5.5 0S06
Wolken etwa 400 bis 600 m.
Von Lindenberg bis Großborstel sind rund 8320 km Luftlinie, Mit einer
Durchschnitts-Geschwindigkeit von 12 mps brauchte also die Luft der Inversion
71/, Stunden für diesen Weg, oder die Luft, die um Mittag in Großborstel unter-
sucht wurde, war um 4'/,} früh in der Nähe von Lindenberg gewesen, Am 24.
yab es in Lindenberg nachmittags um 21/,* noch keine Inversion, Die Zahlen
scheinen also dafür zu sprechen, daß das Wachstum der Temperaturumkehrung
mehr auf dem Heranrücken neuer Luftmassen als auf der Entwickelung innerhalb
derselben Luftmasse beruhte.
Hoch darüber befand sich eine zweite Inversion, die sich in Lindenberg
am Morgen zwischen 1760 und 1980 m (Zunahme von —5.2 auf —3.0), am Nach-
mittag zwischen 1500 und 2000 m (geringfügig), in Hamburg um Mittag zwischen
1950 und 2000 m (Zunahme von —3.0 auf —2.5) bemerkbar machte, ebenso wie
die untere begleitet von einer Feuchtigkeitsabnahme nach oben um etwa 10%.
Dadurch, daß sich der Morgenaufstieg in Großborstel zufällig verzögerte
und der Drache von 9% 8min bis 9 45min jn der Höhe von ungefähr 1000 m
blieb, läßt sich rasche Erwärmung der Luft feststellen, die in dieser Zeit in
1000 m 0,8°, in 870 m Höhe 1.5° und in 500 m bis 101/,® 1.1° betrug, während
am Boden die Temperatur unverändert blieb.
Deutlich war im Morgenaufstieg bei Hamburg auch die Wirkung der
Beeisung des Thermometerkörpers nach Überschreitung der Nullisotherme zu
erkennen, Von 1800 m Höhe an wurde der Thermograph träge und zeigte beim
Einholen noch bei 1500 m —2°, worauf er in den nächsten 5 Minuten im Abstieg
bis 1000 m sehr schnell auf +2° stieg, W. Köppen.