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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1913.
Bei Nacht werden nur Windsignale für Orkane und starke Winde gezeigt.
Und zwar bedeuten:
34)!) Drei rote Lichter übereinander: Orkan in der Nähe.
30) Zwei rote Lichter übereinander: Starke nördliche Winde zwischen
NO und NW.
Zwei weiße Lichter‘ übereinander: Starke südliche Winde zwischen
SO und SW. .
Ein weißes Licht über einem roten: Starke östliche Winde zwischen
NO und SO.
Ein rotes Licht über einem weißen: Starke westliche Winde zwischen
SW und NW.
Diese Nachısignale sind auf den Monatskarten für den Nordatlantischen
Ozean, sowie auf den Tafeln III und IV des Dampferhandbuches und der 3, Aufl,
des Segelhandbuches für den Atlantischen Ozean bildlich dargestellt.
Die Schlechtwetter-Signale bestehen nur aus einer viereckigen oder einer
dreieckigen Signalflagge.
Und zwar bedeuten:
26)1) Eine viereckige, rote Flagge mit einem weißen Viereck in der Mitte:
Orkan zwischen den Westindischen Inseln.
Eine viereckige, gelbe Flagge mit einem roten Viereck in der Mitte:
Schlechtes Wetter im Golf von Mexico,
Eine dreieckige, weiße Flagge mit einem schwarzen Dreieck in der
Mitte: Schlechtes Wetter in nördlicher Richtung.
Eine dreieckige, schwarze Flagge mit einem weißen Dreieck in der
Mitte: Schlechtes Wetter in südlicher Richtung.
Auch diese Einflaggen-Signale sind in den oben bezeichneten Veröffent-
lichungen der Deutschen Seewarte bildlich dargestellt.
Die Signale der Lotsenbehörden bestehen aus einem Signalkörper und
werden an der Rahe des Signalmastes der Lotsenämter gezeigt. Es bedeutet:
Ein roter Ball (75 cm Durchmesser): Kein Schiff kann auslaufen.
Ein schwarzer Kegel (75 cm hoch und 75 cm Grundflächen-Durchmesser):
Es kann kein kleines Fahrzeug auslaufen,
Eine schwarze Trommel (75 m hoch und 75 em Durchmesser): Der Verkehr
kleiner Fahrzeuge ist gesperrt,
In Veraeruz werden einlaufende Dampfer vom Südturm des Forts San Juan
de Ulua signalisiert.
Ein roter Stander und ein schwarzer Ball darunter bedeutet: Ein Dampfer
läuft ein (vgl. N. f. S. 3199/12).
5. Die Eisverhältnisse um Spitzbergen in der zweiten Hälfte des Juni
1912. Nach Bericht von Kapt. Gluud. von einer Reise des Forschungsdampfers
»Poseidon«,
Am 16. Juni 1912 verließen wir die Bären-Insel mit nordnordwestlichem
Kurse bei dickem Wetter und fanden uns, als es um 5!/„h V aufklarte, von Eis-
feldern umgeben, Wir steuerten deshalb zwischen den Eisfeldern hindurch nach
Westen, wobei wir an sieben Fangschiffen vorbeifuhren, und kamen um 2 N in
freies Wasser. Dann gerieten wir von 5 bis 7* N noch einmal zwischen Eisblöcke
und nahmen, als wir auch davon frei waren, einen Kurs auf, der uns auf 35 Sm
Abstand vor der Küste Spitzbergens entlang geführt hätte, Allein am 17. Juni
gerieten wir in 13° O-Lg. noch einmal wieder in Eis und mußten westlich steuern,
bis wir gegen 8b V wieder frei davon kamen. Als dann klares Wetter eintrat,
konnten wir die Berge Spitzbergens auf 60 Sm Entfernung sehen und dann auf
nordöstlichem Kurse in den Eisfjord und zunächst an die Eisgrenze des Grünen
Hafens steuern.
u“ Vo] die Erklärung der Textfigunr auf
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