Der Fitzroy-Fluß mit Port Alma, Broadmount Harbour und Rockhampton, 113
Kopf Kohl wurde mit 1sh 3d bis 1sh 6d bezahlt. Was nicht am Orte ist,
kann man innerhalb 24 Stunden auf telegraphische Anfrage von Brisbane erhalten.
Wasserversorgung. An den Ladebrücken befindet sich eine Wasserleitung,
aus der man mit Schläuchen Wasser entnehmen kann. Der Preis für Trink-
und Kesselwasser beträgt 2 sh für 1000 Gallonen. Ballast. Steinballast ist zum
Preise von 4sh 3d pt zu erhalten. Man muß den Ballast schon eine geraume
Zeit vorher bestellen, da die Steine oberhalb der Stadt am Flusse gesammelt
und mit einem Wagen nach der Ladebrücke geschafft werden müssen, von wo
er mit Handkarren an Bord gefahren wird.
Auskunft für den Schiffsverkehr. Ein deutsches Konsulat ist nicht am
Orte, Agenten des Germanischen Lloyd und des Norddeutschen Lloyd sind die
Herren Walter Reid & Co. Diese besorgten auch die Geschäfte für das Schiff
»„Vidette«, Die Deutsch-Australische Dampfschiffs-Gesellschaft hat ebenfalls einen
Agenten am Orte. Ein Hospital, in dem kranke Seeleute aufgenommen werden,
befindet sich in Rockhampton., Mannschaftsentweichungen kommen häufig
vor. Nach Kapt. Gerlitzky unterstützen der Lotse und die Schleppdampfer-
kapitäne die Mannnschaften beim Entweichen. Ersatz muß von Sydney beschafft
werden.
Seekarten sind nur in geringer Auswahl zu bekommen, Im Notfalle
müssen sie von Brisbane oder Sydney bezogen werden,
Massaua.
Bericht von Kapt. Ulderup, D. »Duisburg«, vom November 1912.
Ansteuerung des Nordfahrwassers. »Duisburg«, auf der Reise von Suez
nach Massaua, war mittags am 13. November 1912 in 21° 55’ N-Br. und 37°49’ O-Lg.
Am Nachmittage desselben Tages befand sich das Schiff um etwa 5% N auf
21° 6’ N-Br. und 38° 5’O-Lg. Eine nach der Sonne beobachtete Standlinie ver-
lief durch diesen Punkt in der Richtung rw. 157°; da diese Linie etwa 20 Sm
außerhalb der Insel Masamarhu entlang führte, so ließ ich das Schiff mit dem
Kurs rw. 156 bis 157° diese Linie verfolgen. Da die deutschen Segelanweisungen
und Karten sowie auch das englische Material mit auffallender Schrift vor einem
möglicherweise vorhandenen Querstrom warnen, wollte ich den Kurs nicht näher
hinan legen, meinte aber, auch eine etwaige Versetzung genügend berücksichtigt
zu haben. Wir sollten morgens mit dem ersten Tagesgrauen auf der Höhe von
Masamarhu sein. Der wachhabende Offizier meinte, morgens kurz nach 4b an
Steuerbord voraus niedriges Land oder Brandung zu bemerken. Trotzdem ich
selbst nichts sehen konnte, ließ ich zur Sicherheit 4 Sm Ost aussteuern und nahm
dann meinen rw. 156°-Kurs wieder auf. Eine gegen 6:hV beobachtete Sirius-
höhe ergab eine Standlinie, welche die Annäherung an die Inselgruppen so
unwahrscheinlich erscheinen ließ, daß ich mit voller Sicherheit rw. 180° steuern
konnte, Gegen 7k konnte dann aus der Sirius- und einer Sonnenstandlinie der
Schiffsort in 18° 26’ N-Br. und 39° 17’ O-Lg. festgelegt werden, worauf ich
direkten Kurs nach dem Nordhügel und dem Schwarzen Pik mit rw. 198° auf-
nahm. Die um 8% beobachtete Länge und ein gegen 11% errechneter Stand-
linienort ergaben richtiges Besteck. Mittags befand sich »Duisburg« auf
17° 46’ N-Br. und 39° 2’ O-Lg. Wir hatten in den letzten 24 Stunden. keine
Besteckversetzung gehabt. Um von dem Mittagsort aus nicht zu nahe an die
9 m-Stelle der Brassy-Bank zu kommen, ließ ich zunächst erst rw. 215° auf die
Küste zu steuern. Das Schiff hatte anscheinend wegen Reinmachens der Feuer
bis 12!/„h nicht seine volle Fahrt gelaufen, weshalb eine mit 202 m ausgeführte
Lotung keinen Grund gab. Die Lotung um 12% 40m ergab 33 m. Das Lot
brachte ein großes Stück Korallen mit nach oben. Um 12% 45min loteten wir
31 m Korallengrund, um 1%h loteten 86 m feinen grauen Sand und hatten jetzt
die Bank passiert. Der Kurs wurde nun mit rw. 152° parallel zur Küste gesetzt.