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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

112 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1913. 
löschen. Man muß deshalb die ganze Arbeit der Vereinigung übertragen, um 
überhaupt fertig zu werden.« 
Hafenordnung. Ein gedrucktes Exemplar der Hafenordnung wird den 
Schiffen an Bord gebracht. . 
Dockanlagen. In Broadmount Harbour ist ein 53.3 m langes Rostdock 
vorhanden mit 2.6 m Wassertiefe über den Stapelklötzen; es kann auf 73.2 m 
Länge gebracht werden und hat schon einen 1000 t schweren Bagger aufgenommen, 
In Rockhampton ist eine 20.4 m lange Patenthelling mit 1.2 m Wassertiefe 
vorn, 2.1 m hinten, Die Helling kann bis zu 30 m lange und vorn 1.5 m tiefe 
Schiffe aufnehmen, Größere Reparaturen können ausgeführt werden, 
Hafenunkosten. Ein- und ausklarieren 5 £ 5sh oder gemäß Abmachung, 
Zollbeamter 2 sh p Stunde für Überstunden. Brückengeld 9d pt. Arbeits- 
lohn. 1sh 9d bis 2sh pt für Stückgüter, 2 sh 3 d pt für Kohlen, 2sh 6d 
pt für Koks und loses Salz. Überstunden müssen extra bezahlt werden. Aus- 
räuchern des Schiffes kostet 3 £ 3sh. Kapt. W.Gerlitzky hatte mit seinem 
711 R-T. netto großen Schiff 294 £ Hafenunkosten. Die wichtigsten Einzelposten 
waren: Lotsengeld 26 £ 13 sh. Schlepplohn 80 £. Dampfwinde vom Land 33 £ 
6sh. Ballast 100 £. Ausräuchern des Schiffes 3 £ 3 sh. Das Schiff kam mit 
Ladung nach Rockhampton und verließ den Hafen in Ballast, 
Die Stadt Rockhampton ist an beiden Ufern des Fitzroy-Flusses angelegt, 
Breite, mit Bäumen bepflanzte Straßen führen durch die Stadt, deren Häuser 
größtenteils aus Holz erbaut sind. Zahlreiche öffentliche Gebäude sind vorhanden. 
Eine Brücke, die 6 m über Springhochwasser liegt, verbindet die beiden Fluß- 
ufer, Die Stadt zählt etwa 15000 bis 17 000 Einwohner, ; 
Handelsverkehr. Die Einfuhr besteht aus Stückgütern, Kohlen, Koks, Holz 
und Salz in geringen Mengen; von letzterem bringt alle paar Jahre ein Schiff 
eine Ladung. Die Ausfuhr besteht aus Wolle, Gold, Kupfer, Häuten, Talg, 
konserviertem und gefrorenem Fleisch, Letzteres wird namentlich auch in großen 
Mengen vom Broadmount Harbour ausgeführt. 
Dampferverbindung, Küstendampfer unterhalten regen Verkehr mit den 
Häfen Australiens. Auch mit Europa besteht Dampferverbindung. Eisenbahn- 
linien. Rockhampton ist der Ausgangspunkt der Central-Eisenbahn. Bahn- 
verbindung besteht mit Broadmount-Harbour, eine Verbindung mit Port Alma 
ist geplant. Telegraphische Verbindung ist vorhanden. Wasserwege ins 
Hinterland. Der von der Sea Hill-Huk in südsüdöstlicher Richtung verlaufende 
Kriek ist 10 Sm südsüdöstlich von dieser Huk durch die Narrows mit den Ge- 
wässern von Port Curtis verbunden und Schiffe mit 2.4 bis 2.7 m (8 bis 9’) 
Tiefgang können dadurch bei Springhochwasser zwischen der Keppel-Bucht und 
Port Curtis verkehren, Beim innersten Ende des Krieks südsüdöstlich von der 
Sea Hill-Huk ist ein Gezeitenpegel aufgestellt, der die Wassertiefe der seichtesten 
Stelle der Narrows angibt. 
Raglan-Kriek, die Fortsetzung von Port Alma, ist eine beträchtliche Strecke 
weit schiffbar. Seine Wassertiefen betragen im allgemeinen 3.0 bis 5.5 m (10’ 
bis 18’), jedoch erstrecken sich an verschiedenen Stellen auch Untiefen quer über 
das Fahrwasser mit nur 0.9 bis 1.8 m (3 bis 6’) Wasser bei Springniedrigwasser., 
Baken bezeichnen das Fahrwasser über diese Riffe, Von diesem Kriek werden 
Kalksteine verschifft, 
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen. In Port Alma werden geringe Mengen 
Kohlen vorrätig. gehalten, von denen ein Teil in Leichtern bereit liegt. Kohlen 
können auch von Rockhampton bezogen werden, müssen aber 15 Stunden vorher 
bestellt werden. In Rockhampton sind stets 500 t New South-Wales- und 
Queensland-Kohlen auf Lager. Etwaiger Verbrauch wird immer von den hier 
verkehrenden Küstendampfern gedeckt. Die Übernahme der Kohlen geschieht 
an einer Ladebrücke, die 6.1 m (20) Wasser längsseit hat bei Springniedrig- 
wasser, mit den Schiffswinden. Der Preis der Kohle betrug im Juni 1911 20 sh 
pt. Frischer und Dauerproviant, sowie andere Ausrüstung sind zu er- 
halten. Die Preise dafür sind aber hoch, außer für Fleisch und Brot, Gemüse 
war während der Anwesenheit des Kapt. W. Gerlitzky kaum zu erhalten, der
	        
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