Der Fitzroy-Fluß mit Port Alma, Broadmount Harbour und Rockhampton. 111
{mw. 0S0!/,O) in Linie kommen, Vom Osten kommende Schiffe müssen nördlich
von dieser Richtlinie westnordwestwärts laufen, bis sie an der Westgrenze des
genannten roten Sektors angelangt sind. Von dem Punkt aus, wo sich die Deck-
peilung der Kap Caprieron-Leuchtfeuer schneidet mit der Westgrenze des roten
Sektors des Little Sea Hill-Leuchtfeuers, steuere man mit rw. 205° (mw. SzW!/,W)-
Kurs durch den weißen Sektor des zuletztgenannten Leuchtfeuers, bis die Leucht-
feuer von Kap Capricorn durch das hohe Land von Kap Keppel verdeckt werden.
Jetzt befindet sich ein Schiff südlich von der Timandra-Bank und kann ankern
oder weiter laufen, wenn es die Umstände gestatten. [Nach der Brit. Adm-Krt.
Nr. 363 führt der zuletzt genannte Kurs bei der Centre-Bank über Stellen mit
nur etwa 7.3 m (4 Fad.) Wassertiefe.]
Zu bemerken ist noch, daß zwischen der Timandra Bank-Leuchttonne
und der Sea Hill-Huk die Gezeitenströme mit großer Geschwindigkeit quer zum
Fahrwasser setzen.
Die Fahrwasser nach Broadmount Harbour und nach Rockhampton können
wegen der häufigen Änderungen der Untiefen im Flusse von Ortsunkundigen nur
mit Lotsenhilfe befahren werden.
Flußordnung. Schiffe dürfen nie in einem Durchstich des Flusses ankern.
Auch dürfen sie nicht in der Richtlinie zweier Richtfeuer ankern oder an einer
Stelle, wo ihre Ankerlaternen mit einem Leitfeuer auf den Baken verwechselt
werden können. Dampfer müssen Signale mit der Dampfpfeife, Segler mit einem
Horn oder einer Glocke geben, wenn sie sich dem Nordende der .Central-Insel
bei der Hawk-Huk nähern, da sich hier in entgegengesetzter Richtung fahrende
Schiffe nicht sehen können.
Ankerplatz innerhalb der Flußmündung. Größere Schiffe können !/, Sm
südwestlich von der Sea Hill-Huk auf 7.3 bis 9.1 m (4 bis 5 Fad.) Wassertiefe
ankern, Sie liegen hier geschützt gegen alle Winde, ausgenommen gegen nörd-
liche und nordwestliche. Kleine Schiffe können nach dem südlich von dieser
Huk mündenden Kriek laufen, wo sie unter der Küste der Curtis-Insel sichere
Ankerplätze bis hinauf zur Division-Huk finden. In Port Alma können Schiffe
vor der Ladebrücke auf 9.1 m (5 Fad.), in Broadmount Harbour querab vor der
Ladebrücke auf 11 m (6 Fad.) Wassertiefe ankern.
Ankerplatz für Schiffe mit Sprengstoffen. Nach Rockhampton bestimmte
Schiffe mit Sprengstoffen an Bord müssen ankern, sobald sie frei sind von den
Untiefen bei den Upper Flats.
Hafenanlagen. In Port Alma befindet sich !/, Sm südlich von der Eupatoria-
Huk eine staatliche Ladebrücke von 152 m Länge mit 7.6 m (25’) Wasser längs-
seit bei Niedrigwasser. Es ist beabsichtigt, von der Ladebrücke aus Eisenbahn-
verbindung mit Rockhampton herzustellen. Ein Güterschuppen ist vorhanden.
In Broadmount Harbour ist ebenfalls eine 152 m lange Ladebrücke vorhanden,
die Eisenbahnverbindung mit Rockhampton und den Lakes Creek Meat Works
hat. Die Ladebrücke soll 76 m verlängert werden. Bei Springniedrigwasser ist
5.8 bis 7.0 m (19 bis 23’) Wassertiefe längsseit. Große Lagerräume sind vor-
handen, In Rockhampton sind Ladebrücken von 660 m Gesamtlänge vorhanden.
Sie haben beim niedrigsten Springniedrigwasser 3.3 bis 6.4 m (11’ bis 21’) Wasser
längsseit. Acht überdeckte Güterschuppen sind am Orte. Löschen und Laden
geschieht gewöhnlich mit eigenem Geschirr der Schiffe. In Port Alma und
Broadmount Harbour löschen vor Anker liegende Schiffe in Leichter. Kapitän
W. Gerlitzky löschte in Rockhampton an einer Ladebrücke. Er benutzte zum
Aufhieven der Ladung zuerst ein Pferd, nachher eine Dampfwinde vom Lande,
Nach seinen Angaben kommen Schiffe längsseit der Ladebrücken öfter an den
Grund, was dem Schiffe aber nichts schadet, da der Boden aus sehr weichem
Schlick besteht. Kapt. Gerlitzky berichtet ferner: »Das Löschen eines Segel-
schiffes ist in Rockhampton sehr langwierig, man ist ganz von seinem Agenten
abhängig, der die Ladung abnimmt, wie es ihm gefällt, Auf Liegetage zu
klagen hat keinen Zweck, man verschlimmert die Sache dadurch nur noch mehr.
Auch sind Arbeitsleute nur schlecht zu bekommen und die Arbeitervereinigung
erlaubt nicht, daß Arbeitsleute vom Lande mit Schiffsleuten zusammen Ladung