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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Der Fitzroy-Fluß mit Port Alma, Broadmount Harbour und Rockhampton. 111 
{mw. 0S0!/,O) in Linie kommen, Vom Osten kommende Schiffe müssen nördlich 
von dieser Richtlinie westnordwestwärts laufen, bis sie an der Westgrenze des 
genannten roten Sektors angelangt sind. Von dem Punkt aus, wo sich die Deck- 
peilung der Kap Caprieron-Leuchtfeuer schneidet mit der Westgrenze des roten 
Sektors des Little Sea Hill-Leuchtfeuers, steuere man mit rw. 205° (mw. SzW!/,W)- 
Kurs durch den weißen Sektor des zuletztgenannten Leuchtfeuers, bis die Leucht- 
feuer von Kap Capricorn durch das hohe Land von Kap Keppel verdeckt werden. 
Jetzt befindet sich ein Schiff südlich von der Timandra-Bank und kann ankern 
oder weiter laufen, wenn es die Umstände gestatten. [Nach der Brit. Adm-Krt. 
Nr. 363 führt der zuletzt genannte Kurs bei der Centre-Bank über Stellen mit 
nur etwa 7.3 m (4 Fad.) Wassertiefe.] 
Zu bemerken ist noch, daß zwischen der Timandra Bank-Leuchttonne 
und der Sea Hill-Huk die Gezeitenströme mit großer Geschwindigkeit quer zum 
Fahrwasser setzen. 
Die Fahrwasser nach Broadmount Harbour und nach Rockhampton können 
wegen der häufigen Änderungen der Untiefen im Flusse von Ortsunkundigen nur 
mit Lotsenhilfe befahren werden. 
Flußordnung. Schiffe dürfen nie in einem Durchstich des Flusses ankern. 
Auch dürfen sie nicht in der Richtlinie zweier Richtfeuer ankern oder an einer 
Stelle, wo ihre Ankerlaternen mit einem Leitfeuer auf den Baken verwechselt 
werden können. Dampfer müssen Signale mit der Dampfpfeife, Segler mit einem 
Horn oder einer Glocke geben, wenn sie sich dem Nordende der .Central-Insel 
bei der Hawk-Huk nähern, da sich hier in entgegengesetzter Richtung fahrende 
Schiffe nicht sehen können. 
Ankerplatz innerhalb der Flußmündung. Größere Schiffe können !/, Sm 
südwestlich von der Sea Hill-Huk auf 7.3 bis 9.1 m (4 bis 5 Fad.) Wassertiefe 
ankern, Sie liegen hier geschützt gegen alle Winde, ausgenommen gegen nörd- 
liche und nordwestliche. Kleine Schiffe können nach dem südlich von dieser 
Huk mündenden Kriek laufen, wo sie unter der Küste der Curtis-Insel sichere 
Ankerplätze bis hinauf zur Division-Huk finden. In Port Alma können Schiffe 
vor der Ladebrücke auf 9.1 m (5 Fad.), in Broadmount Harbour querab vor der 
Ladebrücke auf 11 m (6 Fad.) Wassertiefe ankern. 
Ankerplatz für Schiffe mit Sprengstoffen. Nach Rockhampton bestimmte 
Schiffe mit Sprengstoffen an Bord müssen ankern, sobald sie frei sind von den 
Untiefen bei den Upper Flats. 
Hafenanlagen. In Port Alma befindet sich !/, Sm südlich von der Eupatoria- 
Huk eine staatliche Ladebrücke von 152 m Länge mit 7.6 m (25’) Wasser längs- 
seit bei Niedrigwasser. Es ist beabsichtigt, von der Ladebrücke aus Eisenbahn- 
verbindung mit Rockhampton herzustellen. Ein Güterschuppen ist vorhanden. 
In Broadmount Harbour ist ebenfalls eine 152 m lange Ladebrücke vorhanden, 
die Eisenbahnverbindung mit Rockhampton und den Lakes Creek Meat Works 
hat. Die Ladebrücke soll 76 m verlängert werden. Bei Springniedrigwasser ist 
5.8 bis 7.0 m (19 bis 23’) Wassertiefe längsseit. Große Lagerräume sind vor- 
handen, In Rockhampton sind Ladebrücken von 660 m Gesamtlänge vorhanden. 
Sie haben beim niedrigsten Springniedrigwasser 3.3 bis 6.4 m (11’ bis 21’) Wasser 
längsseit. Acht überdeckte Güterschuppen sind am Orte. Löschen und Laden 
geschieht gewöhnlich mit eigenem Geschirr der Schiffe. In Port Alma und 
Broadmount Harbour löschen vor Anker liegende Schiffe in Leichter. Kapitän 
W. Gerlitzky löschte in Rockhampton an einer Ladebrücke. Er benutzte zum 
Aufhieven der Ladung zuerst ein Pferd, nachher eine Dampfwinde vom Lande, 
Nach seinen Angaben kommen Schiffe längsseit der Ladebrücken öfter an den 
Grund, was dem Schiffe aber nichts schadet, da der Boden aus sehr weichem 
Schlick besteht. Kapt. Gerlitzky berichtet ferner: »Das Löschen eines Segel- 
schiffes ist in Rockhampton sehr langwierig, man ist ganz von seinem Agenten 
abhängig, der die Ladung abnimmt, wie es ihm gefällt, Auf Liegetage zu 
klagen hat keinen Zweck, man verschlimmert die Sache dadurch nur noch mehr. 
Auch sind Arbeitsleute nur schlecht zu bekommen und die Arbeitervereinigung 
erlaubt nicht, daß Arbeitsleute vom Lande mit Schiffsleuten zusammen Ladung
	        
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