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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1913.
Ablenkung durch den
veneigten | vertikalen
Neigung
F tg 6
F (beob.) = 28
F . 3h
F. (theoretisch) 50
Magneten
0°
SO
19:05
9.
A |
4.759
| en
50
5
©
109
15
1.90
1.81
1.69
Beim zweiten Versuch mit vier aufeinandergelegten 155 mm langen Magneten,
deren Oberende 650 mm von der Rosenmagnetmitte lag (h = 650, a = 77.5), wurde
gefunden:
Ablenkung durch den
geneigten | senkrechten
Magneten
Neigung
20
5.00
8.99
8
| 18
‚U
| 3
3
305
Eee
20
F tg ö
1.74
1.68
1.57
1,54
F x 3h
RP. (theoretisch) = 0
Das theoretisch zu erwartende Verhältnis der kompensierenden Kräfte nach
der neuen und nach der alten Methode stimmt gut mit dem bei geringen Neigungen
beobachteten überein, und die praktisch beobachtete Abnahme dieses Verhältnisses
bei steigender Neigung überschreitet nicht die zulässigen Grenzen.
Ob es gelingt, den Krängungsmagneten stabil genug als Krängungspendel
aufzuhängen, kann nur eine praktische Erprobung auf See erweisen; im all-
gemeinen liegen die Unterdecksräume für ein gutes Arbeiten von Krängungs-
pendeln nicht ungünstig, Professor Maurer.
Bemerkungen zur Frage nach den Lichtverhältnissen im Wasser.
Von Dr. E. Schoebel, Neapel,
Gelegentlich einer Unterredung mit einem jüngeren Ozeanographen würde
ich auf eine Stelle im Handbuch der Ozeanographie von Krümmel) aufmerksam,
die bis jetzt — wenigstens so weit meine Kenntnis reicht — unbeanstandet ge-
blieben ist, aber eine Richtigstellung erfordert, da sie scheinbar schon von ver-
schiedenen Seiten als zu Recht bestehend angesehen wurde. In dem angeführten
Werke, 2. Aufl. Bd. 1, findet sich auf S. 262 folgendes zu lesen: »Wer sich am
Meeresboden befindet, empfängt das Licht immer nur von oben, wie in einem
nur vom Oberlicht erhellten Saale. Blickt er nach der Oberfläche hinauf, so
sieht er dort eine große kreisförmige leuchtende Fläche, die einen Lichtkegel in
sein Auge sendet, dessen Seiten sich unter einem Winkel von 96° nach oben
verbreitern.« Soweit ist an den Ausführungen, denen übrigens eine Notiz von
Fol (Comptes Rendues Acad. Sc. Paris, Tome 110, 1890, S. 1079) zugrunde liegt,
sachlich wohl nichts auszusetzen, Dann aber heißt es weiter: »Es hängt das
damit zusammen, daß die schräg einfallenden Sonnenstrahlen total reflektiert
werden, sobald der Einfallwinkel kleiner ist als 48°.« Dieser Satz ist entschieden
falsch. Strahlen, die aus einem schwächer brechenden Medium an ein stärker
brechendes gelangen, werden bekanntlich an der Grenzfläche beider Medien nie
total reflektiert, sondern immer nur partiell; ein Teil tritt stets in das stärker
brechende Medium ein und folgt dem Brechungsgesetz, wonach das Verhältnis
der Sinus des Einfalls- und Brechungswinkels konstant ist. Ist @ der Einfalls-
winkel und ß der Brechungswinkel, so ist eben sinag=nsin 6. Ist a == 90°, also