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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1913. 
Beseitigung starker Krängungsdeviationen. 
Die allgemeine Vorschrift, mit dem Krängungsmagneten nicht allzu nahe 
an die Kompaßrose heranzugehen, stößt mitunter auf Schwierigkeiten, weil bei 
hinreichender Entfernung so starke Krängungsmagnete nötig werden, wie sie 
nicht mehr geliefert werden können. Es kann vorkommen, daß selbst Krängungs- 
magnete von 300 Millionen Gaußschen Einheiten zur Kompensation nicht 
hinreichen, 
Der im folgenden angegebene Ausweg aus dieser Schwierigkeit beruht auf 
dem Gedanken, daß bei einer Krängung um i° der Winkel zwischen der 
Vertikalen durch die Rosenmagnet-Mitte und der Verbindungslinie 
dieser Mitte mit der Mitte des Krängungsmagneten wesentlich größer 
als i° gemacht wird, Bekanntlich ist aber die kompensierende Wirkung 
proportional zu diesem Winkel, der hier vergrößert wird. Dieser Gedanke kann 
in der einfachsten Weise verwirklicht werden, indem der 
Krängungsmagnet nicht, wie allgemein üblich, fest im Schiff an- 
gebracht, sondern als Krängungspendel aufgehängt wird. Wie 
eine solche Aufhängung wirkt, mag die Figur erläutern. Die 
Drehachse P des Krängungspendels liege bei aufrechtem Schiff 
um die Strecke h senkrecht über der Rosenmagnet-Mitte M; die 
Mitte K des Krängungsmagneten von der Poldistanz OU = 21 
liege um die Strecke a unter P, Neigt sich nun das Schiff um 
den Krängungswinkel i — MPM,, so würde, falls der Krängungs- 
magnet wie üblich im Schiff fest wäre, er in die Lage O, K, U, 
kommen und auf einen Magnetpol in der Rosenmitte Mi eine 
ablenkende Kraft ausüben, deren horizontale Komponente (von 
den Polstärken abgesehen) wäre: 
x a 1 1) ans _1_ 1 I. 
M, Fı = nl = ni zz Zah 
Hängt aber der Krängungsmagnet am Krängungspendel, so bleibt 
er in der Lage OK U und übt auf einen Magnetpol in der Rosenmitte M, eine Kraft 
aus, deren horizontale Komponente (von den Polstärken abgesehen) ist: 
F = SS COS oder, da cos au = sr und cos aa = hei 
Tu“ Yo“ tn Te 
F= heini(„g — 3) wobei: 
m? = h? +(a+1)—2h (a +1) cosi 
= +@-—N?-—2ha-— 1 cosi, 
Nimmt man, wie es in den Ableitungen der Krängungsdeviation allgemein 
zu geschehen pflegt, die Krängungswinkel i so klein an, daß cosi=— 1 gesetzt 
werden darf, so wird: 
m=h-—a-l1 n=h—a+l 
also 
An ya h—atF)—-h—a- 1P _ 1hsini[6(h— a)? +2P] 
F = hsini [bar = [hr Zr 
Dagegen wird 
F. = sini at! (h—a—l? _ Asinich—a)l 
[dh — a)? —1?]* [(h — a)? — 12]? 
Es ist leicht zu sehen, daß in der Tat die kompensierende Kraft F wesentlich 
größer als F, ausfällt. Da man mit dem Krängungsmagneten nicht allzu nahe 
an die Rose herangehen darf, kann man ]* neben (h — a)? vernachlässigen, und 
erhält angenähert für das Verhältnis 
FF 3h 
F,  2h—a)’ 
der yvenauere Wert ist: 
f 
__h 3(h-— a) +12 
She har
	        
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