IQ
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1913.
Asowsches Meer
Russische Häfen
nordwestlich von der Krim
Donauhäfen
Taganrog
: Mariupol
Cherson i
und Nikolajew | Odessa
Braila
Sulina
Winter 1909/10.
14, XII, geschl.
20. II. eröffn.
106 Tage geschl.
| 8. I, geschl.
18. IT. teilw. off
7.11II. besser
zugängl
14. III. eröffnet
10. XII geschl. 16. I. geschl.
9. IV. eröffn. 29, III. eröffn.
120 Tage geschl. ' 72 Tage geschl.
amtl. Eröffnung
6. IV.
6. XII geschl. 18. I. geschl.
29. III. eröffnet 23. III. eröffnet
118 Tage geschl, ' 64 Tage geschl.
' 9. I. sechs bis
sieben Zoll dickes
Eis wird offen-
gehalten
Winter 1910/11.
19. XII. (31. I.
ziem]. dickes Eis harter Frost
3l. 1 | 14. IX. Hafen
fast geschlossen ! zugefroren
13. IILgesperrt 27. VI. Sommer
31. HIT. | seezeichen. aus-
vollkomm. offen gelegt
1911,12,
16. 1
Hafen voll Eis
4. IT.
Hafen eisfrei
17, IH.
festes Eis
28. IT. Schiff-
fahrt möglich
2, HI.
Frostwetter
1 I. geschl. 3. II. geschl.
6. IIT. offen 7.1IT. offen _
34 Tage geschl. : 32 Tage geschl.
| 15. I. geschl.
24. 11. offen
40 Tage geschl.
Einzelnes aus den fünf Wintern,
1907/08. Im Asowschen Meere begannen die Schwierigkeiten und die
Arbeiten der Eisbrecher am 18. XI. Taganrog wurde schon am 21. XI. amtlich
für geschlossen erklärt, und auch von Mariupol gingen am 23. alle Dampfer ab.
Als dann aber Anfang Dezember wieder Tauwetter eintrat, gelang es den HEis-
brechern noch einmal durchzubrechen und mehrere Dampfer ein- oder auszu-
bringen; dabei erlitten zwei Dampfer Eisschäden, und am 26. XII wurde auch
Mariupol endgültig geschlossen.
Von den Flüssen Bug und Dnjepr wurde zuerst am 24. XII eine dünne
Eisdecke gemeldet. Am 1.I, gerieten einige Dampfer bei Nikolajew im Eise fest,
und die Eisbrecher arbeiteten vergeblich, das Fahrwasser bei Otschakow offen
zu halten. Bessere Aussichten traten am 9. I. mit Tauwetter ein, doch wurde
von Erfolgen der Eisbrecher nichts gemeldet; im Gegenteil, mehrere Dampfer,
die am 7. II auszugehen versuchten, erlitten Eisschäden und mußten umkehren.
Auf der Donau hatte man am 18. XII. Frostwetter bei Nordsturm. Auf
dem Flusse zeigten sich Eisstreifen, und die Häfen in Braila bedeckten sich mit
dünnem Eis, doch ladeten am 28, XII dort noch Dampfer und sogar Leichter
nach Sulina, und erst am 4. I, trat mit —14° C starkes Treibeis auf, das wenige
Tage später bei Tultscha zum Stehen kam. Meldungen über die Eröffnung der
Donau fehlen aus dem Winter 1907/08,
1908/09. Aus dem Asowschen Meere wurde bereits am 2, XI. Frost-
wetter mit Schneesturm gemeldet, und eine Londoner Meldung besagte, daß das
Asowsche Meer am 10. XI. geschlossen sei; offenbar aber etwas verfrüht, denn
Taganrog wurde erst am 16. XI. für geschlossen erklärt. An demselben Tage
war bei Mariupol ein Dampfer im Eise festgeraten, den drei Eisbrecher freizu-
machen versuchten, und am 17. XI. gingen die meisten Dampfer von Marinpol