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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

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» Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1912,

erblicken hat. Zwischen 41, und 6 km finden wir SW-Wind und in der
größten Höhe wieder Wind mit östlicher Komponente — nämlich SSO. Von
besonderem Interesse dürfte gerade dieser Aufstieg sein, da er auf einen internationalen
 Tag fiel.
Einige Tage früher in nur geringem Abstand von dem vorigen Aufstiegsort,
nämlich in Pernambuco, fanden wir ganz andere Verhältnisse, bis etwa 1500 m
Höhe SO-Passat, der dann in reinen O überging. Die Winde in den Höhen über
2368 km konnten nur gemutmaßt werden, da der Ballon in einer aus NW
ziehenden Wolke verschwand. Von dem Zeitpunkt an, als er wieder sichtbar
wurde, d. i. 3670 km Höhe, war er in OSO-Wind. Diese Richtung behielt er
dann bis zu der größten Höhe von 8800 m genau bei,
Als letztes Beispiel wähle ich einen Aufstieg aus der Kalmenzone, dem
Gebiet der äquatorialen O-Winde, (Fig. 5.)

Fig. 5.
7. Juli 1911.
9? 35’ N-Br., 43° 56° W-Lg.
v = 250m p. m. 3 mm — 1000 m.

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Maßstab dieser Zeichnung ist 5mm = 1000 m.

Der Wind ist bis zur größten Höhe östlich mit einigen Störungszonen
zwischen 2000 und 3000 m sowie inrund 5 km Höhe, Diese Höhen entsprechen
ungefähr dem CU- und A-CU-Niveau Wolkenformen, die für die Beobachtungszeit
 tatsächlich im meteorologischen Journal notiert sind. Daß solche Störungszonen
 mit oberen Wolkengrenzen zusammenfallen, konnte auch sonst sehr häufig
beobachtet werden.
In eine nähere Diskussion der Aufstiegsergebnisse kann ich jetzt wegen
Zeitmangel nicht eintreten. Da, soweit es das Wetter erlaubte, täglich Aufstiege
 gemacht wurden, so dürften sich später noch manche Aufschlüsse über
zeitliche Änderungen der Windrichtung und Windgeschwindigkeit in verschiedenen
 Höhen ergeben,

Die Oberflächentemperaturen im südlichen Atlantischen und im südöstlichen
 Stillen Ozean zur Zeit der Polarforschung 1901 bis 1903.
Von Theodor Eylert,
(Hierzu Tafeln 3, 4, 5 und 6.)

I. Einleitung.
Die vorliegende Arbeit will zunächst eine Fortsetzung der Untersuchungen!)
sein, die Dr. R. Lütgens über den südlichen Indischen Ozean angestellt hat,
Dort sind für den Zeitraum vom Februar 1901 bis November 19083 die Temperaturen
 der Meeresoberfläche und deren Abweichungen vom normalen Mittel festgestellt
 und erläutert. Für die Ozeanographie sind derartige Untersuchungen
besonders wertvoll in solchen Gebieten, die weniger oft befahren werden, und in

ı) R. Lütgens: »Oberflächentemperaturen im südl, Ind. Ozean 1901 bis 1903«, Dissertation,
Berlin 1905. »Ann. d. Hrydr. usw.« 1905, 8. 4985
            
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