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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1912, 
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Reiseabschnitt 
Reiseabschnitt 
8. Zwischenreisen im Atlantischen Ozean. 
a. Nach Norden. b. Nach Süden, 
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ı 7.1 
Die Deutsche Seewarte. 
Vorläufiger Bericht über die meteorologischen Beobachtungen 
der Deutschen Antarktischen Expedition auf der Fahrt von Hamburg 
bis Buenos Aires. 
Von E, Barkow. 
Die meteorologischen Beobachtungen der DeutschenAntarktischen Expedition 
auf ihrer Fahrt von Hamburg nach Buenos Aires wurden je sechs Mal täglich, wie 
sonst an Bord üblich, angestellt. Daneben wurden regelmäßige vierstündliche Ab- 
lesungen des Aspirationspsychrometers vorgenommen; außerdem waren zwei 
Hütten mit Psychrometer, Thermograph und Hygrograph an Deck .aufgestellt, 
Der Luftdruck wurde ebenfalls alle vier Stunden an einem Marinebarometer 
abgelesen und danach wurden die Angaben des Barographen reduziert. Da 
wegen des Pumpens des Barometers die Ablesungen um einige zehntel Millimeter 
unsicher sind, wurde das arithmetische Mittel dieser Korrektionen für jedes 
Barographenblatt (zwei Tage) gebildet und diese Korrektion an den Stunden- 
werten angebracht. Alle benutzten Thermographen, Hygrographen und 
Barographen sind große Modelle von Fueß-Steglitz mit zweitägiger Umlaufzeit 
der Trommel. Die Registriergeschwindigkeit beträgt etwa 8 mm pro Stunde. Der 
Vorteil dieser großen Geschwindigkeit zeigte sich besonders beim Hygrographen, 
In Tabelle I ist der tägliche Gang des Luftdrucks für die verschiedenen 
Breitenzonen gegeben. Es wurde jede Zone zehn Grad breit gewählt. Maß- 
gebend für die Zuteilung eines Tages zu diesen Zonen war die Mittagsbreite, 
Die Zeit ist die jeweilige Ortszeit, Der Barometerstand ist auf 0°C. Normal- 
schwere und Meeresniveau reduziert. 
Die bekannte Erscheinung, daß die Amplitude der täglichen Luftdruck- 
welle mit abnehmender Breite zunimmt, zeigt sich auch hierin deutlich, Die 
regionale Verteilung des Luftdruckes tritt ebenfalls gut hervor: Luftdruck- 
maxima an den Wendekreisen, und ein Luftdruckminimum in den Äquatorial- 
gegenden. 
Der Weg des Schiffes ist in seinen einzelnen Teilen bereits in »Ann. d. 
Hydr. usw.« 1911, S. 350, Tafel 25 und 33, dargestellt, 
Die Verteilung des Luftdruckes im Verlauf der Fahrt ist jedoch nicht 
so gleichmäßig wie es aus den Mittelwerten sich anscheinend ergibt. Zieht 
man die einzelnen Tagesmittel heran, so zeigt sich für die Tropenzone, daß der 
Luftdruck zwar im allgemeinen von großen unregelmäßigen Schwankungen {rei ist.
	        
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