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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1911.
Eine Fülle neueren Beobachtungsmaterials, von dem besonders die im
Atlantischen und im Indischen Ozean vorgenommenen Vermessungen des amerikanischen
 Spezialschiffes „Carnegie“ hervorgehoben werden sollen, ist gesammelt
und nach Möglichkeit zur Verbesserung der magnetischen Karten herangezogen
worden. Neben vielen Auskünften über magnetische Verhältnisse wurden dem
Reichsmarineamt 51 Mißweisungswerte für Kompaßorte der deutschen Admiralitätskarten
 angegeben; desgleichen wurden auch die von dem Reichsmarineamt
hierüber geführten Verzeichnisse einer Durchsicht und Ergänzung unterzogen.
Im Laufe des Jahres wurden u. a. Isogonenkarten für die deutschen Admiralitätskarten
 Nr. 415 und 416 (Ostküste Afrikas), Nr. 383 (Nordatlantischer Ozean),
ferner für das Segelhandbuch für den westlichen Teil der Nordsee (Ostküste Englands
 und Schottlands) und für die Ostsee entworfen. . ;
Außerdem wurden noch die Isogonen auf den Monatskarten für den Nordatlantischen
 Ozean nach den Beobachtungen des Schiffes „Carnegie“ verbessert
und für das Jahr 1915 neu entworfen.

VIII: Bericht über die Tätigkeit der Abteilung III.
Pflege der Witterungskunde, der Küsten-Meteorologie und der Sturmwarnungen
in Deutschland.
a. Herausgegebene Arbeiten.
Bearbeitet wurden die unter XIV aufgeführten Veröffentlichungen IV bis X.
b. Wettertelegraphie.
1. Hingehende Telegramme.
Störungen in dem rechtzeitigen Zugehen der Wettertelegramme traten
wiederum sehr häufig bei den aus Frankreich und von Corunia einlaufenden
 Telegrammen, sowie zeitweise bei den Wetternachrichten aus Island ein.
Durch den in Frankreich um Mitternacht 10./11. März vollzogenen Übergang von
Pariser Zeit auf Greenwicher Zeit haben sich die Bedingungen für eine rechtzeitige
Zustellung der französischen Wettertelegramme noch etwas ungünstiger und insbesondere
 für die Zeit von November bis. Februar recht schwierig gestaltet, wo
die Telegraphenämter in Frankreich erst eine Stunde später als sonst, nämlich un
8 Or. Zt., geöffnet werden. )
Von den periodischen Telegrammen sind die Drachentelegramme an’.den
Wochentagen aus Friedrichshafen im ganzen Jahre und aus Lindenberg von April
bis September, die Telegramme von der Schneekoppe vom 24. Juli bis 25. September
 und vom Brocken vom 30. April bis 30. September eingelaufen. .
Betreffs neuer Telegramme ist anzuführen, daß das Telegramm aus
Bukarest im Laufe des Januar sich wieder eingestellt hat und regelmäßig zugegangen
 ist; seit dem 1. Mai Telegramme aus Hanstholm und Hammershus
an Stelle von Vestervig und Allinge, seit dem Abend des 10. Mai ein Telegramm
aus Lervick an Stelle von Dunrossness, seit dem 19. Juli ein Telegramm aus
Vichny Volotschek an Stelle von Velikie Luki, und Seit dem. 22. September
aus Gorki an Stelle des Telegramms von Pinsk eingegangen sind, daß aber die
Telegramme aus Velikie Luki und Pinsk neben den beiden neuen Telegrammen aus
Rußland noch monatelang zugingen.
            
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