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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Port Clinton, 
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Beim Ankern meide man die Creek- und die Fish-Klippen, die sich von 
der südlich von der Bullock-Huk gelegenen Felsenhuk 2 Kblg weit in nordwest- 
licher Richtung erstrecken. ; 
. Ankerplatz im Hafen. Schiffe können mit Sicherheit nur südlich von der 
Inner-Huk ankern. Hier sind sie aber geschützt gegen alle Winde und die 
hohe Dünung, die gelegentlich über die Barre setzt. Auf 16.5 bis 18.3 m (9 bis 
10 Fad.) Wassertiefe kann man querab vom Sandstrande südlich von der 
Bullock-Huk ankern. 7.3 m (4 Fad.) Wasser findet man auf dem Ankerplatze, 
/, Sm von der Ladebrücke. ; 
Hafenanlagen. Diese Ladebrücke ist bei der Bullock-Huk und hat bei 
Springniedrigwasser 5.5 m (18’) Wasser längsseit, von ihr wird Rindvieh verladen. 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Von Wladiwostok nach Nikolajewsk und von da nach Otaru. Bericht 
von Kapt. D. Dirks, D. »Elisabeth Rickmers«, . 
Wir verließen Wladiwostok am 9. August 1912 und trafen schon bei der Ab- 
[ahrt dicken Nebel, der bis zum 12. August anhielt. Als wir nach dem Besteck 
das Nebelsignal von Kloster Kamp hätten hören sollen, aber nichts ausmachen 
konnten, ließ ich stoppen. Das Wetter klarte dann glücklicherweise so weit auf, 
daß wir den Turm sehen und darauf zusteuern konnten; dabei hörten wir das 
Nebelsignal, als wir noch etwa 3 Sm davon entfernt waren... Als es dunkel wurde, 
gingen wir in der Castries-Bucht zu Anker, um einen Nikolajewsker Lotsen ab- 
zuwarten. Es kam auch sofort einer, wir mußten ‚aber doch den nächsten Tag 
abwarten, weil nachts nicht gelotst wird. 
Nach der Karte, die ich mir in. Wladiwostok gekauft hatte, sollte im 
Sachalin-Fahrwasser nur 16 Fuß (4.88 m) Wasser sein, ich fand aber an der 
Hachsten Stelle, bei den Tonnen Nr.1 und 2, 17 bis 18 Fuß (5.18 bis 5.49 m). 
Mit 166” (5.03 m) Tiefgang mußten wir durch das Nord-Fahrwasser gehen; Die 
Lotsen geben den Kurs von einer Tonne zur andern aus kleinen Tabellen an, 
man muß daher seine Deviation so genau wie möglich wissen. Wenn das Wetter 
nicht so klar ist, daß die Tonnen ausgemacht werden können, wird geankert. 
Am 13. August, abends 6% 30m erreichten wir die Nordbarre und mußten, 
weil gerade Ebbe war, bis. um 4h 30min den 14. August ankern. Als wir dann 
langsam nach der Barre gedampft waren, wurde uns von der Signalstation der 
Insel Lange 18 Fuß (5.49 m) Wasser signalisiert. Das war für uns zum Passieren 
der Barre genug. 
Nikolajewsk erreichten wir um 10% morgens und gingen in 15 Faden (27.4 m) 
Wasser mit dem B-B. Anker und 60 Faden Kette zu Anker. Wir lagen damit 
während unseres Aufenthaltes ohne irgendwelche Gefahr; mit beiden Ankern zu 
vermuren ist nicht nötig. . 
Am 23, August traten wir die Reise nach Otaru an, wo wir Balken 
laden sollten.‘ Da das Schiff in Ballast lag, gingen wir durch das Süd-Fahr- 
wasser, in dem wir an der flachsten Stelle 14 Fuß (4.27 m) fanden. Wir hatten 
dann vorwiegend sichtiges Wetter und kamen am 26. August um 3h morgens vor 
Otaru an, warteten aber Tageslicht ab, ehe wir in den Hafsn steuerten, Man 
sollte das’immer tun; denn wir bekamen keinen Lotsen, trotzdem wir die Lotsen- 
Äagge gesetzt hatten, und es wird kein Liegeplatz angewiesen; jeder muß sehen, 
wo er Platz findet. 
Der Hafen ist durch Wellenbrecher gut geschützt und man hat guten 
Ankergrund darin. Hauptsächlich ‚verkehren . dort japanische Küstendampfer, 
und da zeitweise 20 Dampfer dort sind, muß man mit beiden Ankern vor je 
45 Faden Kette vermuren. Auf unserem Ankerplatze hatten wir 8 Faden (14.6 m) 
Wasser. ; 
Zum Einnehmen einer vollen Ladung Holz haben wir 15 Tage gebraucht. 
Am meisten werden eichene und. eschene Balken verschifft von etwa 1 ton Ge- 
Ann. d Hydr. usw. 1912. Heft XII
	        
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