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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1912.
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1912, Heft VIII, Tit. XII,
Nr. 3455;
Lotsenwesen. Schiffe müssen den Lotsen in der Keppel-Bucht an Bord
nehmen.
Zufluchtsstätte. Auf High Peak-Eiland sind für Mannschaften gestrandeter
Schiffe Ziegen und Schweine ausgesetzt worden. Es wird erwartet, daß die
Tiere nur im Falle der Not geschlachtet werden.
ZoNlbehandlung. Nach Port Clinton bestimmte Schiffe müssen in der
Keppel-Bucht ein- und ausklarieren,
Ankerplatz auf der Reede. Schiffe, die eine günstige Gelegenheit zur
Fahrt über die Barre abwarten wollen, finden vorübergehend Ankerplatz auf
12.8 m Wasser unmittelbar nordwestlich vom Round-Inselchen.
Gezeiten. Die Hafenzeit für Port Clinton ist 10% 25min; die Hochwasser-
höhe bei Springtide beträgt 3.3 bis 4.6 m (11’ bis 15’), die höchste Hochwasser-
höhe bei Nipptide 3.7 m (12°).
Gezeitenströme. Die Geschwindigkeit der Gezeitenströme beträgt in
der Nähe des Round-Inselchens bei Springtide 2 Sm in der Stunde, im Fahr-
wasser westlich von der Inner-Huk 2!/, bis 3 Sm. Der Flutstrom setzt recht
vom Osten her in die Bucht hinein; in der Nähe der Black-Klippe fängt er an
auf die Sände bei der West-Huk zuzusetzen, wenn diese anfangen überflutet
zu werden. Ein Arm des Flutstromes setzt westlich von der Entrance-Insel
nach Norden,
Barre, Die Einfahrt zum Hafen wird durch eine Barre erschwert, die
sich vom Round-Inselchen und von der Inner-Huk quer hinüber zur Perforated-
Huk erstreckt. Als größte Wassertiefe findet man auf der Barre 3.7 bis 5.2 m
(12’ bis 17’) über Sandgrund. Es sind jedoch auch verschiedene sehr kleine
Stellen vorhanden, auf denen nur 1.8, 2.7 m und 3.0 m (6, 9’ und 10°) Wasser
und bei frischer Brise Brandung steht. Bei schlichtem Wasser werden diese
Stellen durch Stromkabbelung gekennzeichnet.
Einsteuerung. Die Wassertiefe nimmt innerhalb der Barre nach der
Black-Klippe und der Inner-Huk allmählich auf 11 bis 27 m (6 bis 15 Fad.) zu.
Das Fahrwasser wird jedoch durch flaches Wasser, das sich südlich von der
Black-Klippe an der Westseite der Bucht befindet, zunächst auf weniger als
1, Sm und querab vom Berge Flinders sogar auf 1 Kblg Breite eingeengt.
Nachher wird es nach Süden hin wieder breiter und die Wassertiefe nimmt von
12.8 m auf 5.9 m ab (7 auf 3l/, Fad.). Außer dem Südarme sind noch zwei
Arme an der Westseite des Hafens, von denen sich der eine in westlicher, der
andere in nordwestlicher Richtung hinzieht, sie werden aber beide schon eben
innerhalb ihrer Mündung durch Sand- und Schlickbänke ausgefüllt.
Beim Einlaufen nach der Bucht halte man auf das Round-Inselchen zu,
bis die Black-Klippe in Sicht kommt. Man bringe dann diese Klippe mit der
West-Huk in rw. 262° (mw. WSW5/,W)-Peilung in Linie und laufe auf dieser
Peilung über die Barre. Man wird auf dieser Richtlinie bei Springniedrigwasser
83.7 m Wasser auf der Barre finden und !/, Kblg südlich von der 1.8 m unter
Wasser liegenden Untiefe bleiben, auf der es bei Niedrigwasser brandet. Peilt
der bemerkenswerte, aus rotem Sand bestehende Küstenabhang am westlichen
Ufer des South-Armes frei von der Inner-Huk, so ist man innerhalb und klar
von der Westkante der Barre und kann mit der Heckpeilung: Black-Klippe in
rw. 351° (mw. NzW1!/,W) in Linie mit dem höchsten Gipfel (775’) an der Nord-
seite des Hafens — nach dem Ankerplatze vor dem Sandstrande südlich von
Bullock-Huk laufen; diese ist durch eine schwarze Bake gekennzeichnet,
Kommt man vom Norden und innerhalb der Entrance-Insel entlang, so
darf man nicht zu dicht an die Barre heranlaufen, namentlich nicht bei Spring-
tiden-Flutstrom, der dann mit großer Stärke setzt. Es wird empfohlen zunächst
auf das Kap Clinton zuzulaufen, bis der bemerkenswerte rote Küstenabhang
in rw. 210° (mw. SSW)-Peilung mit der Inner-Huk beinahe in Linie kommt
und auf dieser Peilung über die Barre zu gehen; man wird dabei 3.7 m (12’)
Wassertiefe behalten.