586 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1912,
und westlich von dieser erheben sich auf der Halbinsel die Berge Notch und
Westall zu 480 m und 555 m Höhe. Vor der Küste zwischen Island Head und
der südlichen Huk an der Pearl-Bucht liegen die Hervey-Inseln. Clara-Inseln
heißen die vier nördlichsten; sie liegen 31/, Sm östlich von Island Head, die höchste
von ihnen steigt zu 47 m Höhe an. Dome-Insel ist die südlichste und höchste
der Hervey-Inseln, sie erreicht 109 m Höhe. Die eben nordwestlich von ihr ge-
jegene Split-Insel ist 87 m hoch. Diese Inseln sind bemerkenswert wegen der
Fichten, die auf ihnen stehen. Westlich von diesen Inseln, an der Küste in der
Mitte der Pearl-Bucht, liegen mehrere auffällige Sandflächen. Von der Südhuk
der Pearl-Bucht erstrecken sich mehrere Inselchen 1 Sm weit in nordwestlicher
Richtung, und !/, Sm östlich von derselben Huk liegt das 43 m hohe Delcomyn-
Inselchen,
Für vom Südosten kommende Schiffe kommt zunächst das baumlose 53 m
hohe Flat-Inselchen als Landmarke in Betracht, das östlich vom Kap Manifold
auf 22° 44’ S-Br. und 151° 0.5’ O-Lg. liegt. 5 Sm nordnordwestlich von ihm liegt
das 122 m hohe Perforated- oder Peak-Inselchen. Dieses Inselchen hat ein Loch,
Aurch das man, vom Südosten her, das Tageslicht scheinen sieht. Westlich von
diesem Inselchen, auf dem Festlande, liegt Kap Manifold, das seinen Namen nach
den dahinter liegenden 183 m hohen Hügeln trägt. Südwestlich vom Kap werden
die Hügel höher, und 7 Sm südwestlich vom Kap steigt der Berg Atherton zu
1436 m Höhe an und bildet von See aus eine auffällige Landmarke. Vor dem
Kap Manifold liegt eine kleine, !/„ Sm lange und 79 m hohe Insel. Kap Clinton,
93 Sm nordnordwestlich vom Kap Manifold, ist der östliche Ausläufer der Halb-
insel an der Südseite der Einfahrt zu Port Clinton, Von See aus erscheint es
als steiles Vorland. Westlich von ihm erhebt sich an der Westseite der Halb-
insel der Berg Flinders zu 152 m Höhe. Die Hügel in seiner nächsten Umgebung
sind nicht so hoch. 1!/, Sm südsüdöstlich vom Kap Clinton liegt '/, Sm von der
Küste entfernt das 94 m hohe Quoin-Inselchen und !/, Sm nördlich von der
Clinton-Halbinsel liegt an der Südseite der Einfahrt das 37 m hohe Round-
[nselchen.
An der Nordseite der Einfahrt sieht man mehrere kahle felsige Hügel,
die mit einigen Kiefern bestanden sind. Der höchste von den Hügeln erreicht
236 m Höhe, Nahe bei der Nordosthuk erhebt sich außerdem ein 110 m hoher
Hügel mit einer bemerkenswerten Kieferngruppe. Südöstlich von der Nordost-
huk liegt die Entrance-Insel, die eine gute Landmarke für die Einfahrt zum
Hafen bildet. Auf ihr erheben sich zwei Hügel zu 58 m Höhe, deren Gipfel
mit schönen Kiefern bestanden sind. Diese Bäume fallen auf, weil an der Küste
weiter nach Süden keine Fichten mehr wachsen. Die Lage der Bucht kann leicht
von See aus ausgemacht werden, da sie beinahe in der Mitte des Höhenzuges
liegt, der sich landeinwärts vom Kap Manifold nach dem Berge Westall hinzieht.
Zum Einsteuern nach der Bucht dient dann die Black-Klippe, die 1!/, Sm
westlich vom Round-Inselchen liegt und bei Hochwasser noch etwas aus dem
Wasser ragt, als Landmarke. Auch die Westhuk und der bemerkenswerte
Küstenabhang aus rotem Sand am westlichen Ufer von South Arm werden als
Landmarken verwertet. (Siehe Ansichten A, B, C, D, E auf der Brit, Adm-Krt.,
Nr. 346 und die Ansicht auf der Brit, Adm-Krt. Nr. 1952.)
Ansteuerung. Wenn vom Nordwesten kommende, innerhalb der Percy-
Inseln entlanglaufende Schiffe auf der Höhe vom Pine-Inselchen (21° 39’ S-Br.
und 150° 14’ O-Lg.) angekommen sind, so müssen sie zunächst die Normanby-
Klippe etwa 1.5 Sm südlich vom Leuchtturm des Pine-Inselchens meiden. Der
rote Sektor des Leuchtfeuers kennzeichnet bei Nacht diese gefährliche Stelle.
Auf der weiteren Fahrt nach Südosten sind dann die Sail-Klippen an der West-
seite des Fahrwassers zu meiden. Die Sail-Klippe ist bei Springhochwasser
eben über Wasser, die South Sail-Klippe ragt 2.4 m aus dem Wasser empor.
Die Duke-Inseln sind überall von Klippen und gefährlichen Untiefen umgeben.
Es kann daher nur empfohlen werden, wenn irgend möglich, guten Abstand von
ihnen zu halten, besonders auch, weil die Gezeitenströme hier immer mit großer
(Geschwindigkeit setzen. Am weitesten nach Osten vorgelagert sind die Jeffreys-