382 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1912,
Die Lotsenstation steht auf einer kleinen Halbinsel, die die östliche Einfahrtshuk
zum Ross-Kriek bildet. Lotsensignale siehe Cooktown, »Ann. d, Hydr. usw.«
1912, S. 559.
Schleppdanpfer sind vorhanden. Schlepplohn wird vereinbart; gewöhnlich
wird für dasSchleppen vom äußeren Ankerplatz nach den Ladebrücken 10£ gefordert.
Sturmsignale werden von den Signalstellen auf Kap Bowling Green und
Kap Cleveland und der Lotsenstation in Townsville gezeigt. Uber die Signale
selbst siehe Cooktown.
Quarantäne. Eine Quarantänestation befindet sich auf der Magnetic-Insel
nahe bei der Westhuk, die Gebäude können 500 Personen aufnehmen.
Ankerplatz auf der Reede. Schiffe mit größerem Tiefgang sollten bei
ruhigem Wetter außerhalb der schwarzen Ansteuerungstonne ankern, die vom
Kopfe des östlichen Hafendammes 11’, Sm entfernt liegt. Innerhalb der Tonne
nimmt die Wassertiefe schnell ab und der Ankergrund ist nicht zuverlässig, Bei
frischer östlicher Brise kommt schnell hoher Seegang auf, in dem Schiffe be-
trächtlich rollen. Kleine Schiffe finden guten Ankerplatz in Lee des Hafen-
dammes auf 3 m Wasser bei Niedrigwasser. Zum Übernehmen von Kohlen aus
den Kohlenhulks finden Schiffe guten Ankerplatz unter der Magnetic-Insel auf
7.3 m Wasser in den Peilungen: Westhuk der Magnetic-Insel rw. 351.5° (mw.
NzW*/,W), Südhuk der Insel rw. 111.5° (mw. 0S0O5/,O). Man muß hier jedoch
beim Ankern das unterseeische Telegraphenkabel meiden, das vom Kap Pallarenda
nach der Quarantänestation auf der Magnetic-Insel hinüberführt und dessen
Richtung zwei V-förmige, weiße Baken auf der Magnetic-Insel kennzeichnen.
Gezeiten. Die Hafenzeit für die Cleveland-Bucht ist 9b 30min; die Hoch-
wasserhöhe beträgt bei Springtide 1,5 bis 3.0 m (5 bis 10’). Nach englischen
Quellen beträgt die Hochwasserhöhe bei Springtide 2.4 bis 3.7 m (8 bis 12’), bei
Nipptide 1.2 bis 2.4 m (4 bis 8’). Bei außergewöhnlichen Springtiden steigt das
Hochwasser noch um 0.45 m (18”) mehr, und das dazu gehörige Niedrigwasser
fällt noch 0.45 m (18”) tiefer als bei gewöhnlicher Springtide. Der Nipptidenhub
ist am geringsten, etwa 0.3 m (1’), ungefähr zwei Tage vor dem letzten Mond-
viertel. Die tägliche Ungleichheit, die bis zu 0.9 m (3) beträgt, beeinflußt haupt-
zächlich das Hochwasser, Sie ist am größten, wenn die Deklination des Mondes
am größten ist, und fehlt ganz, wenn der Mond im Äquator steht. Bei südlicher
Sonnendeklination treten bei Springtiden die höchsten Tiden am Tage, bei nörd-
licher Deklination des Nachts auf; auch sind bei südlicher Sonnendeklination
die Tiden bei Vollmond, bei nördlicher die bei Neumond die höheren. Die Tiden
sind am höchsten, wenn der Mond ungefähr bei Voll- oder Neumond in Erdnähe
ist. (Siehe auch Cooktown.) I
Gezeitensignale. Bei der Lotsenstation in Townsville werden an einer
Rahenock die folgenden Gezeitensignale gemacht, die den Wasserstand über
Niedrigwasser angeben (siehe nebenstehende Tabelle).
Die in der nebenstehenden Tabelle aufgeführten Zahlen zu den in den
Karten angegebenen Wassertiefen hinzugezählt, geben den jeweiligen Wasserstand
im Fahrwasser, Nach den neuesten Quellen beträgt bei mittlerem Springniedrig-
wasser die Wassertiefe im Platypus Chahnel 5.2 m (17’), und auf der Ross-Kriek-
Barre (Rocky Bar) 2.1 m (7). Nach anderen Quellen beträgt die Wassertiefe auf
dieser Barre sogar 4.6 m (15°).
Bei Flutstrom wird im Topp des Mastes am Tage eine rote Flagge (B),
bei Nacht ein rotes Licht gezeigt.
Einsteuerung. Der Platypus Channel führt von der Ansteuerungstonne aus
in rw. 213° (mw. SSW?2/,W)-Richtung zwischen die beiden Hafendämme, Das
Fahrwasser ist 76 m breit und 5.2 m (17) tief bei mittlerem Springniedrigwasser.
Nach der Stadt gelangt man durch den Kanal, der bei der Wurzel des westlichen
Hafendammes über die Ross-Kriek-Barre nach dem Ross-Kriek führt. Die Wasser-
tiefe in diesem Fahrwasser beträgt 2.1 m (7’) bei mittlerem Springniedrigwasser.
(Nach anderen Quellen beträgt sie 4.6 m [15’] und soll durch Sprengungen auf
5.2 m [17] gebracht werden, auch soll das Fahrwasser 46 m breit werden.) Um
einzulaufen, gehe man eben westlich von der schwarzen Ansteuerungstonne ent-