580 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1912.
so halte man sich, nachdem man die Bay-Klippe in !/, Sm Abstand passiert hat,
eben westlich von dem roten Sektor des Leuchtfeuers auf dieser Klippe, bis das
weiße Feuer in der Nähe der Anlegebrücke der Quarantäne - Station auf der
Magnetic - Insel rw. 79,5° (mw. 0ONO01/,0O) peilt. Dann nehme man den Kurs
rw, 133.5° (mw. SO*/,O) auf, passiere nördlich von der großen schwarzen Tonne
mit Korbtoppzeichen, und steuere mit dem genannten Kurse südostwärts, bis das
Feuer auf der Mitte des westlichen Hafendammes mit dem in der Nähe der
Lotsenwache in der Peilung rw. 155° (mw. SSO3/,O) in Linie kommt. Auf dieser
Richtlinie laufe man weiter, bis die Hawkings-Huk auf der Magnetic - Insel
rw. 51.5° (mw. NO) peilt, und halte hierauf mit rw. 105.5° (mw. 03/,S) - Kurs
nach der Ansteuerungstonne vor dem östlichen Hafendamm.
Nachdem vom Südosten kommende Schiffe auf der Höhe vom Kap Upstart
angelangt sind, müssen sie auf dem weiteren Weg nach Nordwesten mit in die
Upstart-Bucht hineinsetzendem Strom rechnen. Mit großer Vorsicht ist zu navi-
gieren, wenn man in die Nähe des Kap Bowling-Green gelangt, das schwer aus-
gemacht werden kann, weil es selbst äußerst niedrig ist und auch nur geringe
Erhebungen in seiner Nachbarschaft hat. Man bleibe deshalb wenigstens 5 Sm
vom Kap oder auf mindestens 22 m Wassertiefe, bis der Leuchtturm rw. 232°
(mw. SW) peilt. Steuert man vom Osten her auf das Kap zu, so halte man
sofort vom Lande ab, wenn man weniger Wasser als 22 m lotet und sich noch
auf dem Breitenparallel des Kaps oder südlich davon befindet,
Bei stürmischen östlichen oder südöstlichen Winden sind auch die inner-
halb des Barrier-Riffes dann unregelmäßig setzenden Strömungen zu berück-
sichtigen, verursacht durch die großen Wassermengen, die zur solchen Zeit
durch den schweren Seegang über das Barrier - Riff und durch seine Zugänge
nach innen geworfen werden,
Auf dem weiteren Wege nach Nordwesten ist ein nach der Bowling-Bucht
hineinsetzender Strom zu berücksichtigen.
Kap Cleveland umfahre man in größerem Abstand, um die Klippen vor
dem Kap zu meiden. Vom Salamander-Riff, den östlichsten Klippen, von denen
aus der Leuchtturm auf Kap Cleveland rw. 266° (mw. W7/,S), 23, Sm entfernt
peilt, bleibt man frei, solange das Südende der Magnetic-Insel gut nördlich frei vom
Kap Cleveland und das Bare-Inselchen (nicht ganz 5 Sm südlich vom Salamander-
Riff gelegen) westlich frei vom Feltham Cone peilt. Die südwestlich von diesem
Riff gelegene Four Fort-Klippe meidet man nach Kapt. C. Madsen, wenn man
den weißen Streifen auf dem Berge, auf dem der Leuchtturm steht, mit diesem
in Linie hält. Hat man Kap Cleveland passiert, so halte man mit rw. 246.5°
(mw. SWzW 3/,W) -Kurs auf den Berg Cudtheringa (Castle Hill) bei der Stadt
Townsville zu, Nähert man sich dem Festlande, so wird man zwei niedrige,
rötliche Küstenabhänge in Sicht bekommen. Der südöstlichste davon ist Magazin-
Eiland und unmittelbar westlich von diesem ist Ross-Kriek und die Stadt
Townsville. Zu bemerken ist noch, daß man auf dem ganzen Wege von Kap
Upstart an die Gezeitenströme und den vorherrschenden nordwestlichen Strom
in Rechnung ziehen muß, der manchmal, je nach der Breite des Fahrwassers,
mit 1 bis 3 Sm stündlicher Geschwindigkeit setzt.
Schiffe, die außerhalb des Barrier-Riffes stehen, können Townsville durch
die Palm-, die Magnetic- oder die Flinders - Durchfahrt anlaufen, Die Palm-
Durchfahrt, die nördlichste davon, führt zwischen den Pith-, den Trunk- und
den Bramble-Riffen im Nordwesten und den Riffen Oleose und Leaf im Südosten
in südwestlicher Richtung durch das Barrier-Riff auf die Palm-Inseln zu. Ihr
inneres Ende wird durch das Rib-Riff in zwei Arme geteilt, von denen jeder
ungefähr 4 Sm breit ist. Die Ostseite des Trunk-Riffes ist mit Ausnahme seines
südöstlichen Ausläufers scharf begrenzt und leicht zu erkennen. Von See
kommend trachte man beim Anlaufen dieser Durchfahrt danach, entweder das
Pith-Riff an der Nordwestseite der Durchfahrt, oder das Myrmidon-Riff an der
Osteinfahrt zur Magnetic-Durchfahrt in Sicht zu bekommen. Hernach hält man
die Mitte des Fahrwassers zwischen den Riffen Pith und Oleose und steuert
dann einen südwestlichen Kurs, nordwestlich oder südöstlich vom Rib-Riffe ent-