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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1912.
U al
November
Jahr
Amplitude
/ Tage
Jahr
* Amplitude |
Tage
1891 71H
1893 I.7658
1895 3.8067
1897” 0.8300
1899 0.7314
1900 0.7771
1902 08171
1903 0.8002
„A
26
1893 0.8781
1894 2. 0S714
1895 | 0.8453
1596 0.8284
1902 0.8811
1904 0.8776
1907 0.8277 |
1908 0.8230 !
73
)
9
53
53
3
15
(U
26
)
z
Trägt man die Werte der Amplituden in Koordinatensysteme ein, so er-
geben sich für die betreffenden Monatskurven nur wenig Anhaltspunkte, wie
die graphischen Darstellungen (Tafel 36) zeigen. In der Tabelle auf Seite 668
liegen die Werte der Amplitude für Februar und März nahe beieinander
(0.8481 mm und 0.8613 mm). Es liegt daher nahe, die Beobachtungen beider
Monate miteinander zu vereinigen, So ergeben sich für eine Kurve, die die
Variation der Amplitude innerhalb der Jahre 1891—1908 darstellen soll, be-
deutend mehr Anhaltspunkte.
Vereinigung der Beobachtungen
von Februar und März
Jahr
Amplitude
Tage
1892 0.9233
L596 0.9116
‚SIT 0.8420
‚598 0.9009
‚899 0.7975
‚900 0.7769
‚901 0.8077
32
37
33
5)
"1
6i
638
Vereinigung der Beobachtungen
von Februar und März
Jahr
Amplitude
( Tage
1902
1903
1904
1905
1906
1907
1908
0.8337 4E
0.9327 52
0.8981 32
0.8968 39
0,8743 20
0.8936 41
0.8396 45
Vergleicht man die Kurven bzw. Kurvenstücke miteinander, so sind folgende
Schlüsse gestattet:
Im Jahre 1900 zeigt die Amplitude der halbtägigen Luftdruckschwankung
ein deutlich ausgeprägtes Minimum. Die Kurven weisen auf ein zweites,
nach 1908 gelegenes Minimum hin. Von diesen Stellen aus wächst die Am-
plitude zu einem gegen 1905 gelegenen Maximum. Auch vor 1900 zeigt die Am-
plitude größere Werte. Ein zweites Maximum liegt vielleicht in den Jahren
1893 oder 1894, (In der letzten Kurve, die durch Vereinigung der Beobach-
tungen der Monate Februar und März entstanden ist, beträgt die Differenz
zwischen Wellenberg und -tal etwa 0.14 mm.) Dieselben Maxima und Minima
haben die Relativzahlen der Sonnenflecken,
Aus Schiffsbeobachtungen des zentralen Atlantischen Ozeans
scheint sich zu ergeben, daß die Amplitude der halbtägigen Luft-
druckschwankung innerhalb der Jahre 1891 bis 1908 eine periodische
Variation besaß. Die Periode fällt mit der Sonnenfleckenperiode
zusammen.
Die vorliegende Arbeit will keinen neuen Erklärungsversuch fur die
halbtägige Oszillation des Luftdrucks anstellen. Sie begnügt sich damit, die
auf Grund von Schiffsbeobachtungen gewonnenen Ergebnisse auszusprechen und
damit auf einige interessante Eigenschaften der halbtägigen Luftdruckschwan-
kung hinzuweisen,