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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Henckell, P.: Die halbtägige Oszillation des Luftdruckes über den tropischen Ozeanen, 669 
in der Gesamtschwankung also 0.4 mm. (Wie oben erwähnt wurde, ist auf diesen 
Unterschied bei der Materialsammlung für den ersten Teil dieser Arbeit keine 
Rücksicht genommen, Daraus erklären sich manche Unregelmäßigkeiten, die die 
Karte der geographischen Verteilung der Amplitude aufweist.) Die beiden 
anderen extremen Werte haben einen bedeutend kleineren Abstand voneinander 
(etwa 0.05 mm, in der Gesamtschwankung 0.1 mm). Die Schiffsbeobachtungen 
zeigen das 2. Maximum im November statt Oktober. Das 2. Minimum fällt 
bei beiden Kurven auf den Januar. Übereinstimmend ergibt sich, daß die 
Schwankung im Perihel überhaupt größer ist als im Aphel. Damit zeigt sich 
wieder, daß die Größe der Schwankung nur von der Stellung der Erde zur 
Sonne, nicht aber von den irdischen Jahreszeiten abhängt. Indem hier etwas 
Bekanntes bestätigt wird, ist gleichzeitig die Brauchbarkeit der Schiffsbeob- 
achtungen für den zweiten Teil dieser Arbeit erwiesen. Es kann nun daran 
gegangen werden, die Variation der Amplitude der halbtägigen Luftdruck- 
schwankung innerhalb der Jahre 1891 bis 1908 zu untersuchen. Vereinigt man 
alle Beobachtungen eines Jahres, um daraus eine durchschnittliche Amplitude 
zu berechnen, so erhält man folgende Werte, 
Jahr | 
Amplitude 
Eintritt 
des 
Maximums 
Anzahl 
der 
Tage 
Jahr 
Amplitude 
Eintritt 
des 
Maximums 
Anzahl 
der 
Tage 
1891 
1892 
'893 
894 
895 
896 
597 
‚898 
.S99 
0.8108 
0.8172 
0.8105 
0.8053 
1,7787 
8192 
18171 
)8342 
8068 
‚Oh 5min 195 
J« 56 « 198 
I« 56 « 178. 
J« 47 « 161 
I« 52 « 210 
I 51 « 216 
)«57 « 161 
9«55« | 204 
QeB8 x 213 
‚900 
‚901 
‚902 
1903 
‚904 
1905 
‚906 - 
‚907 
1908 
0.7647 
0.7919 
0.8176 
9.8009 
).8166 
J.7870 
9.7863 
3.8175 
78019 
Ih 53min 
9« 52 « 
Q« 54 « 
J« 54 « 
9« 50 « 
«57 « 
3« 50 « 
955 « | 
«52 « 
302 
317 
292 
252 
292 
268 
259 
237 
a4 
Eine periodische Variation der Amplitude läßt sich daraus nicht ablesen. 
Das ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, daß die Beobachtungen nicht in 
allen Jahren gleichmäßig verteilt sind. Manches Jahr enthält die meisten 
Beobachtungen während des Perihels, ein anderes im Aphel. Welche Unter- 
schiede sich dadurch ergeben können, haben wir gerade gesehen, Die jährliche 
Periode kann also sehr wohl eine kleine mehrjährige Periode verdecken, 
Die Amplitude wurde deshalb für jeden Monat jedes Jahres gesondert 
berechnet. Eine mehrjährige Periode muß sich aus dem Vergleich derselben 
Monate verschiedener Jahre ergeben. Dabei müssen von vornherein die Monate 
ausgeschieden werden, die zu wenig Beobachtungen haben. Eine gewisse 
Exaktheit muß für die Beantwortung der vorliegenden Frage verlangt werden, 
da es sich um eine kleine Variation der Größe der Schwankung handelt. 
Darum sind nur Monate mit mindestens 30 Beobachtungsreihen berücksichtigt. 
Da nun auf jeden Monat, wie bereits oben bemerkt wurde, durchschnittlich 
nur 20 Beobachtungsreihen kommen, bleiben nur wenige Monate mit mindestens 
30 Beobachtungsreihen übrig. Am günstigsten stehen in dieser Hinsicht die 
Monate Februar, März, Mai und November. Die Amplituden für die in Frage 
kommenden Monate sind in folgenden Tabellen aufgeführt: 
März 
Februar 
Jahr 
Amplitude 
Tage 
Jahr 
Amplitude 
| Tage 
1901 
L905 
1007 
| 
0.8098 
0.8821 
0.8855 
36 
34 
30 
1898 
1900 
1901 
1902 
1903 
1908 
0.9017 
0.7703 
0.8103 
0.8838 
0.9609 
Q 8529 
27 
A; 
7 
2 
32 
Ze
	        
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