Henckell, P.: Die halbtägige Oszillation des Luftdruckes über den tropischen Ozeanen, 669
in der Gesamtschwankung also 0.4 mm. (Wie oben erwähnt wurde, ist auf diesen
Unterschied bei der Materialsammlung für den ersten Teil dieser Arbeit keine
Rücksicht genommen, Daraus erklären sich manche Unregelmäßigkeiten, die die
Karte der geographischen Verteilung der Amplitude aufweist.) Die beiden
anderen extremen Werte haben einen bedeutend kleineren Abstand voneinander
(etwa 0.05 mm, in der Gesamtschwankung 0.1 mm). Die Schiffsbeobachtungen
zeigen das 2. Maximum im November statt Oktober. Das 2. Minimum fällt
bei beiden Kurven auf den Januar. Übereinstimmend ergibt sich, daß die
Schwankung im Perihel überhaupt größer ist als im Aphel. Damit zeigt sich
wieder, daß die Größe der Schwankung nur von der Stellung der Erde zur
Sonne, nicht aber von den irdischen Jahreszeiten abhängt. Indem hier etwas
Bekanntes bestätigt wird, ist gleichzeitig die Brauchbarkeit der Schiffsbeob-
achtungen für den zweiten Teil dieser Arbeit erwiesen. Es kann nun daran
gegangen werden, die Variation der Amplitude der halbtägigen Luftdruck-
schwankung innerhalb der Jahre 1891 bis 1908 zu untersuchen. Vereinigt man
alle Beobachtungen eines Jahres, um daraus eine durchschnittliche Amplitude
zu berechnen, so erhält man folgende Werte,
Jahr |
Amplitude
Eintritt
des
Maximums
Anzahl
der
Tage
Jahr
Amplitude
Eintritt
des
Maximums
Anzahl
der
Tage
1891
1892
'893
894
895
896
597
‚898
.S99
0.8108
0.8172
0.8105
0.8053
1,7787
8192
18171
)8342
8068
‚Oh 5min 195
J« 56 « 198
I« 56 « 178.
J« 47 « 161
I« 52 « 210
I 51 « 216
)«57 « 161
9«55« | 204
QeB8 x 213
‚900
‚901
‚902
1903
‚904
1905
‚906 -
‚907
1908
0.7647
0.7919
0.8176
9.8009
).8166
J.7870
9.7863
3.8175
78019
Ih 53min
9« 52 «
Q« 54 «
J« 54 «
9« 50 «
«57 «
3« 50 «
955 « |
«52 «
302
317
292
252
292
268
259
237
a4
Eine periodische Variation der Amplitude läßt sich daraus nicht ablesen.
Das ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, daß die Beobachtungen nicht in
allen Jahren gleichmäßig verteilt sind. Manches Jahr enthält die meisten
Beobachtungen während des Perihels, ein anderes im Aphel. Welche Unter-
schiede sich dadurch ergeben können, haben wir gerade gesehen, Die jährliche
Periode kann also sehr wohl eine kleine mehrjährige Periode verdecken,
Die Amplitude wurde deshalb für jeden Monat jedes Jahres gesondert
berechnet. Eine mehrjährige Periode muß sich aus dem Vergleich derselben
Monate verschiedener Jahre ergeben. Dabei müssen von vornherein die Monate
ausgeschieden werden, die zu wenig Beobachtungen haben. Eine gewisse
Exaktheit muß für die Beantwortung der vorliegenden Frage verlangt werden,
da es sich um eine kleine Variation der Größe der Schwankung handelt.
Darum sind nur Monate mit mindestens 30 Beobachtungsreihen berücksichtigt.
Da nun auf jeden Monat, wie bereits oben bemerkt wurde, durchschnittlich
nur 20 Beobachtungsreihen kommen, bleiben nur wenige Monate mit mindestens
30 Beobachtungsreihen übrig. Am günstigsten stehen in dieser Hinsicht die
Monate Februar, März, Mai und November. Die Amplituden für die in Frage
kommenden Monate sind in folgenden Tabellen aufgeführt:
März
Februar
Jahr
Amplitude
Tage
Jahr
Amplitude
| Tage
1901
L905
1007
|
0.8098
0.8821
0.8855
36
34
30
1898
1900
1901
1902
1903
1908
0.9017
0.7703
0.8103
0.8838
0.9609
Q 8529
27
A;
7
2
32
Ze