PCR
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1912,
Diese Übereinstimmung soll auch noch zahlenmäßig nachgewiesen werden.
Zum Vergleich greifen wir dieselben Gebiete heraus, in denen die Schwankung
des Luftdrucks bereits näher untersucht war (vgl. S. 662). Es handelt sich um
Teile des offenen Ozeans, in denen sich bedeutende Unterschiede in der Größe der
Schwankung zeigen.
im 10°-Feld 0° bis 10° N-Br., 20° bis 30° W-Lg. des Atlantischen Ozeans
ist die halbtägige Schwankung durchschnittlich 51 = 1.6088 mm. Die Horizontal-
intensität des Erdmagnetismus ist nach der vom Reichs-Marine-Amt für 1905
herausgegebenen Karte in demselben Gebiet durchschnittlich etwa Hı = 2.99
Gaußschen Einheiten,
Im 10°-Feld 0° bis 10° N-Br., 80° bis 90° O-Lg. des Indischen Ozeans sind
die entsprechenden Werte:
Si = 1.9778 mm und Hy = 3.74 Gaußschen Einheiten,
Im Feld 0° bis 10° N-Br., 100° bis 120° W-Lg. des Pazifischen Ozeans ist
Sp = 1.9032 mm Hp = 53.6 Gaußschen Einheiten,
Vergleicht man die Werte im Atlantischen Ozean mit den entsprechenden
Werten in den beiden anderen Ozeanen, so ergeben sich folgende Verhältnisse:
Sy _ 19778 99 nd FL is
8, 71.6088 7 Mn HH, 2987 7
Sp _ 1.9082 9 und Hr _ 36 _ 190
5 1,6088 7 1418 und ar = 509 5 100.
Die entsprechenden Verhältnisse stimmen nahezu überein, Das führt zu
dem Schluß:
Die Verhältnisse der Amplituden der halbtägigen Luftdruck-
schwankung und der Horizontalintensität des Erdmagnetismus an
entsprechenden, verhältnismäßig reichlich mit Beobachtungen be-
dachten Stellen stimmen überein.
Die Eintrittszeit des Maximums.
Außer der Amplitude der Schwankung ist für jedes 5°-Feld noch die Ein-
trittszeit des Maximums des Luftdrucks berechnet worden, was mit der harmo-
nischen Analyse leicht möglich ist. Im allgemeinen zeigt sich, daß das Maximum
wenige Minuten vor 10h eintritt. Für manche Felder ergibt die Berechnung,
daß das Maximum erst einige Minuten nach 10% eintritt. Da im allgemeinen
für jedes Feld nur 15 Tage zur Berechnung herangezogen sind, so ist damit
nicht etwa eine typische Eigenschaft des betreffenden Gebietes festgelegt. Größere
Abweichungen ergaben sich für kein Feld. Alle berechneten Eintrittszeiten
lagen nahe bei 10%, Um die durchschnittliche Eintrittszeit festzustellen, sind
alle Felder mit mindestens 10 Tagen vereinigt. So ergibt sich:
Atlantischer Ozean
Indischer Ozean. .
Pazifischer Ozean .
Ozean zwischen
20° N und 20° 8
Atlantischer Ozean’
0° bis 10° N
20° bis 30° W
N
Eintrittszeit | Anzahl
des Maximums der Tage
"
9h 58min
ah 51 min
1534
1181
9h 48min | 9288
hl 52min 3003
Oh 54min
4
4159
Diese Ergebnisse stimmen mit dem, was über die Eintrittszeit des Maxi-
mums bekannt ist, gut überein.