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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1912.
29. Unterdessen wird empfohlen:
1. Daß die Zahl der meteoro-
logischen Stationen, deren Beobach-
tungen in der Eiffeiturm- Depesche
mitgeteilt werden, soweit als möglich
vermehrt werde;
2. daß die im Bau befindliche
Funkentelegraphen-Station zu Brüssel
eine ausgiebige Mitarbeit bei der Er-
forschung der durch atmosphärische
Einwirkungen verursachten Störungen
der Funkentelegraphie übernehmen
möge.
E. Wissenschaftliche Erforschung der
Hertzschen Wellen,
30. Die Konferenz nimmt Kenntnis
von der Bildung eines vorläufigen Aus-
schusses, der die wissenschaftliche Er-
forschung der Hertzschen Wellen in
ihrer Beziehung zu dem umgebenden
Mittel in die Wege leiten soll.
31. Sie spricht Herrn Goldschmidt
ihren Dank dafür aus, daß er diesem
Ausschuß sowohl seine Großstation für
drahtlose Telegraphie zu Brüssel als auch
eine Summe von fünfundzwanzigtausend
Frank zur Deckung der ersten Kosten
dieser Untersuchungen zur Verfügung
stellen will.
32. Die Konferenz spricht den Wunsch
aus, daß die Regierungen derartige
Untersuchungen fördern möchten, die
nicht allein für die reine Theorie und
die Meteorologie, sondern auch für die
Weiterentwickelung der drahtlosen Tele-
graphie von grundlegender Bedeutung
zu werden versprechen.
33, Sie erachtet es für wünschenswert,
daß die Funkentelegraphen-Station zu
Brüssel, obwohl sie für den öffentlichen
Dienst gebaut ist, dennoch auch künftig-
hin zu diesen wissenschaftlichen Unter-
suchungen herangezogen werden kann.
Nach dem, was vorher über die beiden Arten von Zeitsignalen gesagt
worden ist, ergibt sich, daß der bei der praktischen Durchführung der Zeit-
Vereinheitlichung einzuschlagende Weg für die beiden Signalarten verschieden
sein wird. Für die gewöhnlichen Signale, deren Fehler die Grenze von etwa
0,255 nicht übersteigen sollen, werden die an der Kontrolle teilnehmenden
Sternwarten eines jeden Landes die nach ihren Zeitbestimmungen oder Uhrstand-
Extrapolationen erforderlichen Verbesserungen der vorhergehenden Signale der
Zentralstelle ihres Landes auf telegraphischem Wege mitteilen müssen. Die
staatlichen Zentralstellen werden aus diesen Einzel-Korrektionen sofort den
Mittelwert ableiten und ihn, ebenfalls telegraphisch, dem Internationalen Zeitamt
in Paris bekannt geben. Dieses nimmt dann das Mittel aus den sämtlichen ihm
zugegangenen staatlichen Verbesserungen und leitet daraus die internationale
Verbesserung ab, deren die zuletzt abgegebenen Signale bedürfen, Diese Ver-
besserung teilt das Zeitamt den einzelnen Gebestellen mii, damit sie ihre die
30. La Conference prend acte de la
constitution d’un Comite provisoire ayant
pour but l’organisation de l’etude seienti-
fique des ondes hertziennes dans leurs
vapports avec les milieux ambiants.
31. Elle adresse des feliecitations ä
M. Goldschmidt qui veut bien mettre
sa station de tElegraphie sans fil de
grande puissance ä Bruxelles, ä la dis-
position de ce Comite€ en meme temps
qu’une somme de vingt-einq mille francs
pour subvenir aux frais des premieres
etudes.
32, La Conference Emet le vceu de
voir les pouvoirs publies proteger ce
genre de recherches dont les rösultats
promettent d’&tre d’une importance ca-
pitale non seulement aux points de vue
de la theorie pure et de la Meteorologie,
mais aussi & celui du developpement de
la T. S. F.
33. Elle estime d6sirable que la station
de T. S, F. de Bruxelles, bien que cre&ee
pour le service publie, puisse ne&anmoins
contribuer dans l’avenir ä ces recherches
seientifiques internationales.