634 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1912.
Breite, und innerhalb davon ist viel Wasser, das Fahrwasser ist aber nicht breit,
Die auf der Brit, Adm-Krt. Nr. 3089 angegebenen Bänke und Inseln sind sehr
verändert; als Landmarken beim Einlaufen kann man sie nicht brauchen. Das
Haus und die Bäume auf Coröa de Meio sind nicht mehr da; man geht jetzt
dicht an dieser Insel entlang und kann die Durchfahrt an der Brandung auf
beiden Seiten leicht erkennen. Wir hatten beim Einlaufen leichten OSO-Wind
und ruhige See.
Querab von der Brücke an dem freien Platze, wo eine hellgrüne Stein-
pforte steht, wurde geankert, um die Gesundheitsbeamten abzuwarten. Diese
waren sehr zuvorkommend, und wir dampften bald wieder flußaufwärts. Bei
der Baumwollspinnerei drehten wir herum und ließen dann vor der Zollbrücke
hinten den Strom- und vorn den Buganker fallen, worauf wir mit Leinen vor-
sichtig längsseit holten. Zum Festmachen muß man ein Boot von Land nehmen,
da man die Stellen nicht kennt, wo festgemacht werden kann. Das Schiff lag
mit der Luke 1 an der sehr kurzen und alten Brücke. Der Lotse hatte vom
Manövrieren mit Dampfern ungenügend Kenntnis und mußte sehr überwacht
werden, weil er zu viel Fahrt im Schiffe ließ.
Die Zollüberwachung ist sehr scharf, das Löschen ging aber gut, es wurde
gleichzeitig an Land und in Leichter gelöscht. Die Leichter nehmen etwa
160 kleine Fässer Zement, man muß die Ladung aber vorsichtig hineinfieren,
weil sie schon alt sind. Nach Beendigung des Löschens wurde von Zollbeamten
festgestellt, ob noch Ladung im Schiff sei.
Am 16. August verließen wir den Hafen mit dem Tiefgang: 9’ 5” vorn
und 11’ 7” hinten. Da es zum Erkennen der Stangen auf der Barre schon zu
dunkel war, lag ein Lotsenboot dort als Marke. Das Lotsenboot, das wir mit-
schleppten, hatte zwei Masten.
Nach Erkundigungen beim Hafenmeister und Oberlotsen sind jetzt bei
Springtiden 18’ (5.49 m) Wasser auf der Barre, und bei gewöhnlichem Hoch-
wasser können Schiffe mit 14’ (4.27 m) Tiefgang immer über die Barre kommen.
‚Paranagua« hatte einkommend 14’ 6” tief gelegen.“
Neuere Veröffentlichungen.
Neueste Erscheinungen im Bereich der Seeiahrt- und Meereskunde
sowie auf verwandten Gebieten.
q. Werke.
Witterungskunde.
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