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DA
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1912.
Man ankere vor der Stadt nicht über dem Telephonkabel, es liegt eben
unterhalb einer weißen Bake mit einem Dreiecktoppzeichen, von der Ecke des
Zollgebäudes durch den Fluß nach einer weißen Versuchshütte am jenseitigen Ufer.
Die Stadt Geraldton an der Gabelung des Johnston-Flusses hat in ihrer
Umgebung große Zuckerpflanzungen. Ein Hospital ist am Orte.
Dampferlinien. Mit Townsville besteht vierzehntägige Postverbindung.
Küstendampfer verkehren häufig zwischen Geraldton, Cairns und Townsrille.
Straßenbahnverbindung besteht mit den Pflanzungen in der Nähe des
Mourilyan-Hafens, Eine Telegraphenstation ist am Orte.
Wasserversorgung. Das Flußwasser ist nach Regen frisch bis zur Fluß-
mündung.
Daintree River.
(Amtlich.
(Quellen: Englisches Shb. -Australia
Coral Sea and (Great Barrier Reefs,
Directory, Vol, II, 1907 . Drit, Adm-Krt. Nr. 2763 und 2764
Sheet I und II; Nr. 2924, Cape Grafton to Hope Islands with
the adiacent Barrier Reefs.
Daintree River heißt der große Fluß, der etwa 3 Sm westlich von der
Snapper-Insel in den nördlichen Teil der großen Trinity-Bucht mündet, die sich
zwischen Kap Grafton und Kap Kimberley ausdehnt, Die geographische Lage
der rot und schwarz gewürfelten stumpfen Ansteuerungstonne ist nach der Brit.
Adm-Krt, Nr. 2924 etwa 16° 19’ S-Br. und 145° 27,5’ O-Lg. Die Mißweisung für
das Jahr 1912 beträgt ungefähr 6.1° O, die Änderung ist gering.
Allgemeines. Der Daintree-Fluß wird in seinem Unterlauf stark durch
Sandbänke eingeengt. So erstreckt sich von seiner nördlichen Einfahrtshuk ein
bei Niedrigwasser teilweise trocken liegender Sandsteert 1 Sm lang in südlicher
Richtung parallel zum westlichen Flußufer; er wird an seinem südwestlichen
Ausläufer durch eine kleine rote spitze Tonne gekennzeichnet, Ein ähnlicher
Steert erstreckt sich vom westlichen Flußufer 3 Kblg nach Osten. Das Fahr-
wasser im Flusse wird durch Überschwemmungen manchmal sehr verändert, auch
treiben oft gefährliche Baumstämme darin.
Landmarken. Als Landmarken für die Ansteuerung des Flusses kommen für
vom Norden kommende Schiffe in Betracht: Kap Tribulation, der westlich davon
gelegene Berg Pieter Botte, Kap Kimberley, die Gebirge dazwischen, die Snapper-
Insel und die schwarz und rot gewürfelte Ansteuerungstonne. Für vom Süden
kommende Schiffe: Die Low-Inselchen, die Island-Huk mit den dahinter liegenden
Bergen Beaufort und Somerset, der Dagmar-Höhenrücken und die Ansteuerungs-
tonne, die etwa 2 Sm südwestlich vom Westende der Snapper-Insel liegt. Die
nähere Beschreibung dieser Landmarken siehe unter Cooktown, S. 545/1912. Zum
Einsteuern nach dem Flusse dienen zwei weiße Baken mit Dreiecktoppzeichen, die
am westlichen Flußufer stehen, und die rote spitze Tonne an dem südwestlichen
Ausläufer der Sandbank vor der nördlichen Einfahrtshuk.
Vorsicht. Auf die Baken und Tonnen darf man sich nicht vollkommen
verlassen, da das Fahrwasser über die Barre häufigen Änderungen unterworfen
ist und die Lage der Baken und Tonnen nicht immer dementsprechend ge-
ändert wird,
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1912, Heft VIII, Tit. XII,
Nr. 3250 und 3255.
Gezeiten. Die Hafenzeit ist etwa 9ı 0min, der Tidenhub beträgt zwischen
0.9 m und 2.4 m (3’ bis 8’). Der Strom setzt beim letzten Viertel der Flut und
beim ersten Viertel der Ebbe quer über die Bank südlich von der nördlichen
Einfahrtshuk. (Siehe auch Cooktown, S. 560/1912.)
Barre. Vor der Einfahrt zum Daintree-Fluß liegt eine Barre, auf der bei
Springniedrigwasser 0.9 m (3) Wasser steht. Von der Ansteuerungstonne bis
zur Barre verflacht sich die Wassertiefe allmählich, innerhalb der Barre nimmt