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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Geraldton. 
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rw. 292° (WNW°/,W) oder die äußerste Hütte auf der Flying Fish-Huk rw. 287° 
(mw. WzN) peilt oder die Richtbaken oder deren Feuer in Linie kommen und 
man die Ansteuerungstonne in Sicht hat. 
Leuchtfeuner. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1912, Heft VIII, Tit, XII, 
Nr. 3290 bis 3316 und 3325. Eine Signalstelle befindet sich bei der Lotsen- 
station auf der Flying Fish-Huk, die telephonisch mit der Stadt Geraldton ver- 
bunden ist. Schiffsmeldungen werden von hier aus dem Telegraphenamt in 
Geraldton übermittelt. (Siehe auch Cooktown.) ) 
Lotsenwesen. Die Lotsenstation befindet sich auf der Flying Fish-Huk. 
Schiffe, die einen Lotsen wünschen, sollten von Norden her das "Lotsensignal 
querab von der Heath-Huk, vom Süden her vor dem Mourilyan-Hafen zeigen. 
Das Lotsgeld. ist das gleiche wie in Cooktown, nur stellt sich der Mindest- 
betrag auf 1 £ 10sh. Lotsensignale siehe Cooktown. 
Gezeiten. (Vgl. hierzu auch Cooktown,. S. 561/1912.) Die Hafenzeit für die 
Barre vor der Flußmündung ist 8b 30min Die Hochwasserhöhe bei Springtide 
beträgt 2.1 bis 2.7 m (7’ bis 9’), bei Nipptide 0.9 bis 1,5 (3’ bis 5’). Die Gezeiten 
sind sehr unregelmäßig und werden stark von den Winden beeinflußt. Bei öst- 
lichen und südöstlichen Winden ist bedeutend mehr Wasser als bei westlichen. 
Die höchsten Tiden findet man im allgemeinen etwa 48 Stunden vor Voll- und 
Neumond. Der Strom im Flusse ist nur schwach. Gezeitensignale werden 
an der Flaggenstange auf der Flying Fish-Huk gegeben. Sie zeigen den je- 
weiligen Wasserstand auf der Barre an. Über die Signale selbst siehe Cooktown. 
Regen fällt in Geraldton im Jahre durchschnittlich etwa 3 m. ; 
Barre. Glady Inlet ist mit Sandbänken ausgefüllt, die die Einfahrt zum 
Johnston-Flusse behindern. Auf der äußeren Barre steht bei Springniedrigwasser 
ungefähr 0.5 m (1%/,) Wasser. Von der Innenkante dieser Barre führt nach den 
Huken an der Mündung des Johnston-Flusses ein 91 bis 137 m breites und bei 
Springniedrigwasser 0.3 m (1’) tiefes Fahrwasser, In der Nähe der Coquette-Huk 
nehmen dann die Tiefen plötzlich auf 5.5 bis 7.3 m zu. 
Einsteuerung. Ist man bei der Ansteuerungstonne angelangt, so bringe 
man am Tage die beiden weißen Richtbaken mit roten senkrechten Streifen auf 
der Flying Fish-Huk in rw. 287° (mw. WzN)-Peilung und ‚steuere auf dieser 
Peilung ein, bis eine an B-B. stehende weiße viereckige Bake passiert ist.  Hier- 
nach bringe man die beiden Richtbaken auf der Coquette-Huk. um eine Baken- 
breite nördlich frei von der Huk und halte sie so lange in dieser Peilung, bis 
das grüne Feuer auf dem Südende der Klippen bei der Flying Fish-Huk passiert 
ist. Dann bringe man die beiden Richtbaken auf der‘ Coquette-Huk in Linie 
und steuere auf dieser Richtlinie weiter, bis die zweite rote Bake, die man .an 
St-B. hat, passiert ist. Jetzt halte man auf die Flußmündung zu und bleibe in 
der Mitte des Fahrwassers, bis man sich gut innerhalb der Coquette-Huk be- 
findet, wo kleine Schiffe auf 5.5 bis 7,3 m Wassertiefe sicher ankern können. 
Bei Nacht bringe man bei der Ansteuerungstonne die beiden Feuer der 
Richtbaken auf der Flying Fish-Huk in Linie und steuere auf dieser Peilung 
ein. Kommen die Richtfeuer auf der Coquette-Huk eben nördlich ‚von‘ der Huk 
in Sicht, so halte man ab und passiere 30 m südlich von dem grünen Festfeuer 
auf den Klippen vor der Flying Fish-Huk, Hernach bringe man die beiden 
Richtfeuer auf der Coquette-Huk in Linie und verfahre, wie am Tage. 
Vorsicht. Da die Sandbänke in Gladys Inlet häufigen Anderungen unter- 
wörfen sind, so müssen die. zur Kennzeichnung des Fahrwassers aufgestellten 
Baken und Feuer öfter versetzt werden. Man muß daher beim Einlaufen in die 
Flußmündung immer die Richtbaken oder -Feuer in Linie bringen. Die in dieser 
Anweisung gegebenen Peilungen sind nur angenähert.. | 
Um nach. der Stadt Geraldton und..von da noch weiter flußaufwärts -zu 
gelangen, muß man sich nach den Baken, Feuern und Tonnen im Flusse richten. 
Ortsunkundige sollten die Einsteuerung nicht ohne Lotsen unternehmen. . 
. .. Hafenanlagen. An der Ladebrücke in Geraldton können Schiffe mit 2.7 m (9) 
Tiefgang liegen.
	        
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