630 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1912.
Dreiecktoppzeichen auf dem Flach westlich von der Einfahrt oder bei Nacht
ihre weißen Lichter in rw. 214° (mw. SSW1/,W)-Peilung in Linie. Man steuere
dann auf dieser Peilung weiter, bis die Baken oberhalb der Ladebrücke, oder
bei Nacht deren rote Lichter in rw. 192° (mw. S!/„W)-Peilung in Linie kommen,
Jetzt nehme man diese Peilung als Kurs auf und laufe nach der Ladebrücke,
Hafenanlagen. Der in die Dickson-Bucht hineinführende Kanal endigt in
einem 91 m breiten Becken, das Schiffen ermöglicht zu drehen. Eine Ladebrücke
mit einem Liegeplatz von 61 m Länge und 4.6 m (15) Wasser längsseit bei
Niedrigwasser ist vorhanden. Die Straßenbahn führt an die Brücke heran.
Handelsverkehr. Außer Gold und Zinn werden Zucker, Getreide und
Früchte ausgeführt. Der Wert der Ausfuhr betrug im Jahre 1905 124069 £,
der der Einfuhr 9545 £.
Dampferlinien. Es besteht wöchentliche Dampferverbindung mit Brisbane
und Townsrille, halbwöchentliche mit Cairns, Eine Straßenbahn führt nach der
Niederlassung am Mossman-Flusse, Telegraphische Verbindung ist vorhanden.
Frischer Proviant ist zu erhalten. Ein kleines Hospital ist am Orte.
Geraldton.
(Amtlich.)
Quellen: Englisches Shb. »Australia Directory, Vol. LI, 1907-. Brit. Alm-Krt. Nr. 2763 und 2764,
Coral Sea and Great Barrier Reefs, Sheet FT und II; Nr. 2350, Double Point to Cape Girafton.
Geraldton, eine kleine Stadt Queenslands, liegt etwa 2'/, Sm innerhalb der
Coquette-Huk an der Gabelung des Johnstone-Flusses. Schiffe mit 2.7 m (9°)
Tiefgang können bei Springtide bis zur Stadt und von da noch 6 Sm fluß-
aufwärts gelangen. Die Einfahrt zur Flußmündung liegt zwischen der Flying
Fish-Huk im Norden und der Coquette-Huk im Süden, Die geographische Lage
des äußeren Feuers auf der Flying Fish-Huk ist 17° 30’ S-Br. und 146° 6’ O-Lg.
Die Mißweisung für das Jahr 1912 beträgt 6.4° O, die jährliche Änderung + 1’.
Landmarken. Für vom Norden kommende Schiffe dienen die Frankland-
Inseln und die Küste des Festlandes mit den dahinter liegenden Bergen als gute
Landmarken. Für vom Süden kommende Schiffe kommen die Barnard-Inseln,
der Brown-Höhenrücken, die Double-Huk und die Küste nördlich davon als
Landmarken in Betracht. Die nähere Beschreibung dieser Landmarken findet
man unter Cairns Harbour, S. 622,
Zum Anlaufen der Flußmündung dienen die weißen Häuser der Lotsen-
station auf der Flying Fish-Huk als gute Landmarken. Sie sind bei klarem
Wetter schon aus ziemlicher Entfernung zu sehen. Weitere Landmarken sind
die schwarze Ansteuerungstonne vor der Barre, und die Baken und Feuer auf
und vor der Flying Fish-Huk, und zum Einlaufen in den Hafen die Baken und
Feuer auf der Coquette-Huk und im Flusse.,
Ansteuerung. Nachdem man vom Norden kommend die Frankland-Insel-
gruppe passiert hat, muß man in der Nähe der Cooper-Huk mit großer Vorsicht
navigieren, da sich nördlich und südlich von dieser Huk Riffe in 1 bis 2 Sm
Abstand von der Küste erstrecken. Man bleibe in dieser Gegend wenigstens
2'/, Sm von der Küste entfernt. Keinesfalls darf man die östlichste North Barnard-
{Insel östlicher als rw. 164° (mw. SSO) peilen, bevor die Flying Fish-Huk rw. 242°
(mw. SWzW) peilt. Hat man die Huk in dieser Peilung, so steuere man rw. 209°
(mw. SSW)-Kurs, bis man die Ansteuerungstonne sieht, oder bis die beiden Richt-
baken auf der Flying Fish-Huk in Linie kommen. Man meidet hierdurch die
Riffe südlich von der Cooper-Huk und die bei Springniedrigwasser aus dem
Wasser ragenden Klippen querab von der Heath-Huk.
Kommt man vom Süden, so bringe man die östlichste North Barnard-Insel
achteraus in rw. 159° (mw. SSOS/ O)-Peilung und steuere rw. 339° (mw. NNW 3/,W),
bis der 14!/, Sm westlich von der Cooper-Huk gelegene Berg Bartle Fröre