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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

628 Annalen der Hydrographie und Maritimen: Meteorologie, November 1912.

vorbei und auf die Perry-Klippe zu, und dann um die Camp-Huk herum. Der
Ebbstrom setzt in nordöstlicher Richtung bis 90 m außerhalb der Goodman-Klippe,
 von wo aus er dann in östlicher Richtung auf die Hall-Klippe zu setzt.
Ein Gezeitenpegel ist bei der Landungsbrücke an der Nordseite des Hafens
und zeigt die Wassertiefe auf der Channel-Klippe, die östlich von der Perry-Klippe
 liegt. (Die ungefähre Tiefe auf der Barre vor dem Johnstone-Flusse
erhält man, wenn man von den Angaben dieses Pegels 2.9 m [9 6”] subtrahiert.)
Einsteuerung, An der Südseite der Einfahrt liegt etwa !/j„ Kblgy nördlich
von der Hall-Huk die Hall-Klippe, die bei halber Tide überflutet ist; eine Stange
mit schwarzem Balltoppzeichen kennzeichnet sie, An der Nordseite der Einfahrt
ist von den vielen Klippen hier die Goodman-Klippe die größte; sie ragt bei
Hochwasser 0.9 m (3°) aus dem Wasser, 46 m südöstlich von ihr liegt eine blinde
Klippe 4.0 m (13') unter Wasser, und 61m südlich von der Goodman-Klippe
befindet sich die Channel-Klippe mit 3.5 m (11!) geringster Wassertiefe,
Zwischen der blinden und der Channel-Klippe führt das 21 m (70°) breite und
bei Springniedrigwasser 5.6 m (181/,’) tiefe Fahrwasser nach dem Hafen. Beim
Einlaufen bringe man die beiden Richtbaken, oder bei Nacht deren Feuer, in
vw. 271° (mw. W!'4S) in Linie und steuere auf dieser Peilung nach dem Hafen.
Man fährt auf diese Weise nördlich von der Hall-Klippe entlang, bleibt in der
Enge im tiefsten Fahrwasser und läßt die schwarze spitze Tonne auf der Perry-Klippe
 südlich. Auf das Steuern ist große Aufmerksamkeit zu verwenden, damit
in dem engen Fahrwasser die Richtbaken immer genau in Linie sind. Schlecht
steuernde Schiffe sollten die Einfahrt nicht unternehmen, wenn die Gezeitenströme
 sehr stark sind, sondern draußen warten, bis ihre Geschwindigkeit abgenommen
 hat. Ortsunkundige sollten nicht ohne Lotsen einlaufen.
Ankerplatz im Hafen. Schiffe ankern in der Mitte des Hafenbeckens auf
18 bis 22 m (10 bis 12 Fad.) Wasser 1 Kblg südlich von der Landungsbrücke
am nördlichen Ufer, Kleinere Schiffe finden auch guten Ankerplatz auf 3.7 bis
5.5 m (2 bis 3 Fad,) Wasser dicht unter Land südlich von der Camp-Huk,
Hafenanlagen. 2 Kblg westlich von der Goodman-Klippe befindet sich eine
Landungsbrücke. Eine zweite ist in der Nähe der Camp-Huk.
Dampferlinien. Kleine Dampfer der Australian United Steam Nav. Co und
der Adelaide S. C. laufen ein- oder zweimal in der Woche den Hafen an.
Straßenbahnverbindung besteht mit Geraldton und den Zuckerpflanzungen
der Umgebune.

Port Douglas.
(Anitliceli)

(Quellen: Englisches Shb, : Australia Directory, Vol. I1I«, 1907, Brit. Adm-Krt, Nr. 2763 und 2764,
Coral Sea and Great Barrier Reefs, Sheet I und II; Nr. 2924, Cape (irafton to Hope Islands with
the adiacent. Barrier Reefs

Port Douglas heißt die offene Seereede vor der Island-Huk, Ein kleiner
Ort gleichen Namens liegt an der Westseite dieser Huk und dient als Hafen für
die Gold- und Zinngruben in der Nachbarschaft. Dickson Inlet, ein ausgebaggertes
61 m breites und bei Springniedrigwasser 3.7 m (12’) tiefes Fahrwasser führt
hinein. Die geographische Lage des Leuchtfeuers auf der Island-Huk ist
16° 28’ S-Br. und 145° 29’ O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1912 ist etwa
6.1° O. die jährliche Änderung ist gering.
Tandmarken. Für vom Norden her die Reede von Port Douglas ansteuernde
Schiffe kommen als Landmarken zunächst Snapper-Eiland, dann der Dagmar-Höhenrücken,
 die Low-Inselchen mit dem Leuchtturm darauf, die Berge Beaufort
und Somerset mit den Heights of Vietory im Hintergrunde und Island-Huk mit
dem Leuchtfeuer in Betracht. Für vom Süden kommende Schiffe dienen außer
den zuletzt genannten Punkten die Double-Insel, der Macalister-Bergrücken und
die vor Egmont-Riff liegende Tonne als Landmarken. Nähere Beschreibung
            
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