Cairns Harbour.
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Ankerplatz auf der Reede. Schiffe, die den Lotsen erwärten, aber wegen
zu niedrigen Wasserstandes nicht in den Hafen einlaufen können, ankern außer-
halb der Uhrenbake. D. »Sonneberg« lag dort während einer ruhigen schönen
Nacht vor 27 m (15 Fad.) Kettenlänge, ;
Gezeiten, Die Hafenzeit ist 9% 30min; die Hochwasserhöhe bei Springtide
beträgt 2.7 m (9’), bei Nipptide 1.8 m (6’). Die Gezeiten hängen stark von den
jeweiligen Windverhältnissen ab. a.
Gezeitenstrom. Der Strom kentert bei Hoch- und Niedrigwasser, Seine
Geschwindigkeit‘ erreicht bei Springtide manchmal 2 Sm in der Stunde, Der
Flutstrom, der ‚schnell um das Kap False herumläuft, setzt bis zur Bake Nr. 7
in westlicher Richtung quer über den ausgebaggerten Kanal; hernach schwenkt
ar allmählich in die Richtung des Kanals ein. Der Ebbstrom wendet sich beim
Verlassen des Hafens ein wenig nach Westen, ändert aber außerhalb der Bake
Nr. 7 seine Richtung allmählich nach dem Kap False zu. * (Siehe ’avuch Cooktown.)
Barre. Die Bucht zwischen Kap False und der Casuarina-Huk. ist‘ mit
Sandbänken ausgefüllt, über die‘nur kleinere Schiffe hinweg können, Um auch
größeren Schiffen den Zugang zum Cairns-Hafen zu ermöglichen, hat man das
Fahrwasser geschaffen, das im April 1910 etwa 18 m (60’) breit und bei mitt-
lerem Springniedrigwasser 4.6 m (15) tief war. Es ist aber ständigen Anderungen
unterworfen, so daß man nicht immer auf die eben angegebene Breite und Tiefe
rechnen kann. Andere Quellen geben seine Breite mit 61 m (200’), die Tiefe mit
4.3 m (14’/,’) an. Ein Bagger ist beständig an der Arbeit, um das Fahrwasser
frei zu halten. Man will es auf 6.1 m (20’) Tiefe bringen.
Wasserstandssignale. Am Außenende. des ausgebaggerten Kanals steht
die Uhrenbake, die als Pegel dient und ein viereckiges Glasgestell trägt, das
nach Nordosten zu mit einem Zifferblatt versehen ist, von dem man sowohl am
Tage wie bei Nacht die Höhe der Gezeiten in Fuß ablesen kann. Addiert man
diese Zahl zu der Tiefe im Kanal bei mittlerem Springniedrigwasser, so hat man
die im Kanal augenblicklich vorhandene Wassertiefe. Ein Pegel, dessen Null-
punkt auf mittleres Springniedrigwasser eingestellt ist, befindet sich im Hafen
am Außenende der Lotsenbrücke. Weitere Pegel, die immer die jeweilige Wasser-
tiefe. im Kanal anzeigen, befinden sich bei jeder Ladebrücke. Sie werden vom
Lotsen eintretendenfalles nach dem Pegel an der Lotsenbrücke richtig gestellt.
Einsteuerung. Am Tage passiere man etwa 50 m westlich von der Uhren-
bake, bringe die beiden Richtbaken im Hafen in rw. 209° (mw. SSW)-Peilung in
Linie und steuere auf dieser Peilung durch .das ausgebaggerte Fahrwasser nach
dem Hafen. Die 8 schwarzen Baken bleiben hierbei an B-B., die 4 roten Baken
an $St-B. Ist man etwa bis auf 1 Kblg an die vordere Richtbake herangelaufen,
so steuere man mehr nach Süden, die Ladebrücken am St-B.-Bug haltend. Man
ankere querab von der Lotsenbrücke auf 7 bis 9 m Wasser oder hole an die
Ladebrücken. Die Richtbaken sind am Tage von See aus schlecht zu erkennen,
außer wenn die Sonne darauf scheint.
Bei Nacht bringe man die Feuer der Richtbaken in Linie, ehe man die
Uhrenbake erreicht hat, und steuere auf dieser Peilung durch das ausgebaggerte
Fahrwasser, Hat man die Leuchtbake Nr. 9 in der Einfahrt zum Hafen passiert,
wobei sie an B-B. bleibt, so bringe man das rote Feuer auf der Lotsenbrücke
an St-B.-Bug und steuere südwärts, bis man querab vom Feuer ist, Hernach
ankere man oder hole an die Ladebrücken.
Nach Kapt. C. Madsen ist anzunehmen, daß frische Süd- oder Nordwinde
das Ein- und Auslaufen ungünstig beeinflussen. Nach seinen Angaben konnte
er das Schiff vor der Stadt ohne Hindernis drehen und an die Ladebrücke legen.
Hafenanlagen. Es sind 4 Ladebrücken von je 91m Länge vorhanden.
Man beabsichtigt, diese 4 Brücken in eine fortlaufende von !/, Sm Länge umzu-
bauen. Löschen und Laden geschieht längsseit der Brücken mit eigenem
Schiffsgeschirr. Es hält augenblicklich schwer, zu gleicher Zeit mit 3 Luken zu
arbeiten. Ein Hulk zur Aufnahme von Explosivstoffen liegt im innersten Teil
des Hafens. ;
Hafenordnung ist die für die Häfen von Queensland übliche.
Ann, d. Hydr, usw. 1912, Helt XI,