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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1912.
Am 5. Mai um 7% 30min wurde abgelegt und die Umdrehungszahl für
L0 Kn Fahrt aufgenommen. Die Stromschnelle Kuanintan, die im Sommer sehr
stark läuft und in der der D. »Schutung« im August 1911 längere Zeit festgesessen
hatte, bot bei dem herrschenden Wasserstande keine Schwierigkeiten. Dagegen
waren in der Lusepan (Lou-se-pan), die um 8b 54min passiert wurde, unangenehm
starke Wirbel und Ströme, und in der engen Tschaipantse-Durchfahrt, wo der Strom
scharf auf das linke Ufer setzt, mußte von 3b 15min bis 3b 20min sogar mit »aller
Fahrt« und »äußerster Kraft« gedampft werden. Vorher waren bei Schingngitse
(Ching-ni-tse) 3 bis 4 m gelotet worden. Um 4k N wurde etwa 2 Sm oberhalb
Sanpeito (San-pei:touo) am linken Ufer auf 8 m Wasser mit B-B.-Anker und
40 m Ketten geankert und die Stahlleine an Land an einer Spiere eingegraben,
Bis dahin waren zurückgelegt 62 Sm in 8.2 Stunden mit einer mittleren
Umdrehungszahl für 10 Kn Fahrt, und es war über den Grund durchschnittlich
7.6 Kn Fahrt gemacht worden,
In der folgenden Nacht stieg das Wasser in je 2 Stunden 1 Zoll.
Am 6. Mai wurde Anker gelichtet und die Umdrehungszahl für 10 Kn
Fahrt aufgenommen, Dann lotete man um 62 36min auf der Kiesbank bei
Lotsitschöng (Lo-tsi-tcheng) 4 m, hatte um 8% 26min Mutungse querab und machte
um 11 30min auf dem Winterliegeplatze in Tschungking fest.
Die letzte Strecke von 34 Sm war in 5.5 Stunden mit einer mittleren Um-
drehungszahl für 10 Kn Fahrt zurückgelegt worden und man hatte dabei durch-
schnittlich 6 Kn Fahrt über den Grund gemacht.
Während $. M. S, »Otter« in Tschungking lag, fiel das Wasser von 12 Fuß
7 Zoll (3.84 m) auf 8 Fuß (2.44 m) und stand auch noch so, als das Schiff am
10. Mai eine neue Reise flußabwärts antrat, doch konnte man nach dem Ver-
halten des Flusses in verflossenen Jahren auf baldiges Steigen rechnen,
Man nahm um 8% V am 10. Mai, nachdem vom Setseschan-Riff abgelegt
worden war, die Umdrehungen für 10 Kn Fahrt auf, passierte um 10k Mutungse,
lotete um 10h 40m%in bei Lotsi 4 m und um 11% 20" vor der Einfahrt in die
Tschaipantse-Rinne 3 m. Man mußte jetzt aber durch diese Rinne gehen und
wegen des stark auf das linke Ufer setzenden Stromes mit »aller Fahrt« durch-
laufen. Auch in der Stromschnelle Huhsütan (Hou-siu-t’an), die um 4b 17min
passiert wurde, war wegen der Wirbel »alle Fahrt« erforderlich. Um 5b 35min
wurde vor Tschungtschou (Chung-chau) auf 6 m Wasser mit B-B.-Anker und
40 m Kette geankert. Die Stahlleine wurde mit einer Spier an Land eingegraben,
Man hatte bis hierher 142 Sm in 9 Stunden mit einer mittleren Um-
drehungszahl für 10 Kn Fahrt zurückgelegt und dabei durchschnittlich 16 Kn
Fahrt über den Grund gemacht. In der folgenden Nacht fiel das Wasser 2 Zoll.
Am 11. Mai nahm man um 8% 30m"in die Umdrehungen für 10 Kn Fahrt
auf, lief um 112 14min mit »aller Fahrt« durch den nur mit mäßigen Wirbeln
bedeckten Hutan, passierte Wanhsien um 11% 48%" und kam um 1r 15" N in
der Panto-Bucht auf 4 m Wasser mit dem B-B.-Anker und 30 m Kette zu Anker.
Es wurde ein Heckanker mit 50 m Trosse ausgefahren und eine Stahlleine an
Land eingegraben.
Zurückgelegt waren 77 Sm in 4.7 Stunden mit mittleren Umdrehungen
für 10 Kn Fahrt und man hatte dabei durchschnittlich 16 Kn Fahrt über den
Grund gemacht,
Unterwegs hatte man den Eindruck gewonnen, daß der Fluß für günstiges
Fahren durch die Stromschnellen noch zu wenig Wasser führte. Man wartete
deshalb auf steigendes Wasser und trat die Weiterfahrt erst an, als es 3 Fuß
(0.91 m) gestiegen war,
Am 16, Mai um 12% mittags lichtete man Anker und nahm die Um-
drehungen für 10 Kn Fahrt auf, Durch die Stromschnelle Hsinlungtan (Sin-
long-t’an, Sin tan) lief man von 12h 20min bis 12h 24min der wirbelige Auslauf
der Stromschnelle erforderte äußerste Kraft«. Um 12% 52%" hatte man die
Stadt Yünyanghsien (Yun yang hien) querab und passierte um 1b 11" die Strom-
schnelle Tungyangtse (Tong-yang-tse), die wie gewöhnlich bei mittlerem, Wasser-
stande mit sehr starken Wirbeln und vielem Strom lief, so daß »äußerste Kraft«