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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1912.
nahme jenes einen, dessen Ebene zur Bildfläche parallel verläuft. Der Höhen-
kreis stellt sich als eine gerade Strecke vor, deren Endpunkte im bekannten
sphärischen Abstande vom Projektionspunkte auf der Peripherie der Globus-
projektion liegen.
In der beistehenden Figur bedeutet: P die Projektion des Gestirnsortes
AB diejenige des Höhenkreises, der im sphärischen Abstande PA = PB um den
terrestrischen Projektionsort des Ge-
stirnes geschlagen ist, War die wirk-
liche Höhe des Gestirnes zu h° fest-
gelegt, so ist PA = PB = (90 — h)°,
Die Strecke AB schneide nun die
Projektion des Breitenkreises © im
Punkte X. Es ist nun leicht nachzu-
weisen, daß die Strecke YX in sehr enger
Beziehung steht zum Ortsstundenwinkel
des Gestirns im Punkte X,
Die Strecke X Z verhält sich nämlich
zu der Strecke CE, wie die Strecke ZD
zu DC, also D
P Z
XZ= CB. 5.
Nun ist CF: CA =- cos (90 —h) oder, wenn wir den Radius des Globus
mit R bezeichnen: CF == R sin h.
an CF _— Rein h
CE = 068
_. CF __Rsin h_ — R sin h
DO a N DA
Folglich wird
XZ = Rsinh R cos(g— 68) —R sin h
A04 c056 ° R’sinh
xZz RC PO —einh,
“ cos 6
Die Strecke XY ist nun wieder der Differenz YZ — XZ gleichzusetzen:
XY=R cos g—R cos (p— $ — sin h
cos 6
a
3
Sn
XY = EB [cos pp cos d— cos gp cos $— sin g sin ö + sın
SE [— sin g sin $ + sin hl].
Nun besteht aber ferner die Relation
SYS vos t;
YZ Roos )
woraus sich ergibt:
h;
cos t—= sin g_sin $ + sin h,
cos @ cos 6 er
Man erkennt nun, daß aus dem Verhältnis a der Cosinus des Orts-
. z cos
stunden winkels erhalten wird.
Die Art und Weise, die eben abgeleitete Beziehung zum Zwecke der astro-
nomischen Ortsbestimmung zu verwerten, wird natürlich von Fall zu Fall je
nach den gegebenen Voraussetzungen verschieden sein.
Für die Navigation im Luftschiff scheint mir die Methode besonders ge-
eignet zu sein, da sie ohne großen Ballast an Tabellenmaterial und ohne jeden
Aufwand an Rechnung nur durch genaue Zeichnung rasch die Konstruktion von
Standlinien erlaubt. Die zu erreichende Genauigkeit ist natürlich in erster Linie
von der Größe der graphischen Grundlage, das heißt von der in unseren Formeln
auftretenden Größe R abhängig.