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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1912,
Vertonung auf dem Plan der Champion-Bucht gibt ein ziemlich gutes Bild davon
(Brit. Adm-Krt. Nr. 1725). Für die beste Landmarke halte ich den Berg Fairfax,
ein platter Berg, dessen Südende wieder in eine höhere Spitze ausläuft. Der-
selbe liegt dicht bei dem erhöhten gleichmäßigen Plateau, das sich von Geraldton
mehrere Meilen nach Norden erstreckt; auch ist die Platte des Berges ziemlich
von derselben Höhe wie das Plateau, Die Einfahrt nach der Bucht ist sehr
schön gemarkt und die zum Einlaufen dienenden Leuchttürme sind schon aus
ziemlicher Entfernung zu erkennen«,
An- und Einsteuerung. Für vom Süden kommende Schiffe ist es zunächst
erforderlich, in gutem Abstand von der Küste nordwärts zu laufen, da der letz-
teren auf dem ganzen Wege von Fremantle bis zur Champion-Bucht Klippen
und Untiefen in größerer oder geringerer Entfernung vorgelagert sind. Beson-
dere Vorsicht ist aber geboten, wenn man auf der ungefähren Höhe der White-
Huk (29° 24’S-Br.) angelangt ist. Hier sind zunächst das an der Ostseite des
Fahrwassers gelegene Leander-Riff, dessen Ausdehnung nach Süden nicht bekannt
ist, ferner das Irwin-Riff, die North-Bank und die Riffe westlich und nordwestlich von
dieser zu meiden, anderseits darf man aber auch nicht zu dicht an die an der
Westseite des Fahrwassers gelegenen Untiefen (Pelsart-Bank, Turtle Dove-Untiefe,
Clio-Riff) heranlaufen, da die Wassertiefen auf ihnen wahrscheinlich geringer
sind, als in der Karte angegeben. Auf dem weiteren Weg nach Norden meide
man das African-Riff, das etwa 11!/, Sm südlich von der Moore-Huk liegt und
sich in nordöstlicher Richtung etwa 1l1/, Sm weit ausdehnt. Die Houtmans-
Klippen, die sich querab von der Champion-Bucht 49 Sm weit in nordnordwest-
licher und 10 bis 13 Sm in ostnordöstlicher Richtung erstrecken, dürften für
vom Süden kommende Schiffe weniger gefährlich werden, für vom Südwesten und
Westen kommende Schiffe liegen sie aber recht im Fahrwasser, weshalb für diese
Schiffe große Vorsicht geboten ist. Auch soll etwa 15 bis 20 Sm westlich von
ihnen noch eine Untiefe vorhanden sein, auf der das englische Schiff »Fifeshire«
im Jahre 1903 gestoßen hat.
Nähert man sich der Champion-Bucht und kann den Leuchtturm auf der
Moore-Huk ausmachen, so bringe man denselben in etwas Östlichere Peilung als
rw. 20° (mw. NNO), und steuere mit dieser Peilung als Kurs nordwärts, bis der
Berg Wizard rw. 87° (mw. O) peilt. Jetzt ändere man den Kurs nach rw. 346°
(mw. NzW) und laufe auf demselben solange weiter, bis die Südkante des Gipfels
vom Berge Fairfax in rw. 87° (mw. O)-Peilung mit der Cutting-Bake an der Ost-
seite der Champion-Bucht in Linie kommt. Man passiert auf diese Weise 3, Sm
außerhalb der Moore Point-Riffe — eine große Anzahl blinder Klippen, die nörd-
lich und südlich von der Moore-Huk liegen — und gelangt zur Westseite der
Einfahrt, die zwischen diesen Riffen und den nördlich davon gelegenen 7 m-
Bänken nach der Champion-Bucht führt. Hat man Berg und Bake in oben-
genannter Peilung in Linie, so steuere man auf ihr in die Bucht hinein. Man
wird auf diesem Kurse nicht weniger, als 10 m (51, Fad.) Wasser finden und
nördlich von der roten spitzen Outer Knoll-Tonne mit Stange und Balltopp-
zeichen passieren, Peilt das Außenende der nördlichen Landungsbrücke rw. 138°
(mw. SO01/,S), so laufe man auf dieser Peilung auf sie zu und ankere auf 8.2 m
(41/„ Fad.) Wasser über Sandgrund, wenn der Leuchtturm auf der Moore-Huk
rw. 225° (mw. SW!/,W) peilt; die rote Faßtonne, die nördlich von der Untiefe
Inner Knoll liegt, bleibt hierbei an St-B.
Müssen einlaufende Segelschiffe nach Passieren der Knoll-Untiefen nach
dem Ankerplatze aufkreuzen, so dient das Lot als bester Wegweiser, Sie bleiben,
nach der Ostseite der Bucht hinüberstehend, außerhalb der 5.5 m (3 Fad.)-Grenze,
wenn sie das Nordende der alten Landungsbrücke nicht westlicher peilen als rw, 197°
(mw. SzW3/,W). Laufen sie nach den Moore Point-Riffen heran, so dürfen sie,
um diese zu meiden, den Moore Point-Leuchtturm nicht südlicher als rw. 211°
(mw. SWzS) peilen.
Kommt man bei Nacht an, so überschreite man die 37 m (20 Fad.)-Grenze
nicht eher, als bis das Feuer auf der Moore-Huk östlich von rw. 42° (mw. NO)
peilt. Diese Vorsicht ist namentlich geboten, wenn man sich in der Nähe des