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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1912,
Die Anordnung der Isothermen stimmt ganz getreu überein mit derjenigen
des Mai, nur ist hinsichtlich der Temperatur die Umkehrung eingetreten. Im
Mai lagert in diesen Schichten ein von wärmerem Wasser umgebenes
Temperaturminimum, im November ein von kälterem Wasser umgebenes
Temperaturmaximum, und wie im Skagerrak die horizontale und
vertikale Ausdehnung des Minimums größer war als im Profil SII und die
niedrigsten Temperaturen dort tiefer lagen als hier, so verhält es sich auch
genau mit dem Temperaturmaximum des November in beiden Randfurchen,
Gleichzeitig ist der Salzgehalt in dieser intermediären warmen Schicht ungleich
niedriger als im August. Bei D. N. 7 sind sogar im ganzen Tiefenbereiche von
10 bis 100 m die Minima der Salzgehalte aller Jahreszeiten anzutreffen, und bei
D. N. 10 gilt dasselbe für den Tiefenbereich 30 bis 75 m. Die intermediäre
a Schicht gehört also wie im
Fig. 3a. Mai dem Nordseewasser an,
Die Verhältnisse an der Station D. N. 7 zur Zeit der einzelnen das mit den niedrigen Salz-Terminfahrten.
gehalten des August und
0 03 3 va 70 Alte mit seiner sommerlichen
Xrä HESa SEE Fra HHE EgBr Wärme als Unterstrom in
1ARRSARE SARAH CM AA die Norwegische Rinne eingedrungen
ist. Doch verdankt
sie ihre hohen Temperaturen
auch einer Konvektion
an Ort und Stelle,
indem eben durch die
wesentliche Abnahme des
Salzgehalts der mittleren
Schichten das Eindringen
der sommerlichen Wärme
ingrößere Tiefen begünstigt
wurde, Das erkennt man
auch schon daran, daß sie
am mächtigsten und mit
den höchsten Temperaturen
behaftet dort auftritt, wo
im Sommer die warme Deckschicht
am dicksten ist, also
bei D. N. 9 und D.N.8, daß
ferner bei höheren Salzgehaltsdifferenzen
zwischen
August und November eine
ausgeprägtere Form der
intermediären Schicht, zugleich
mit einer höheren
Temperatur,dieRegel bildet.
Dagegen dürfen wir die höheren Temperaturen der tieferen
Schichten der Norwegischen Rinne nicht auf einen sommerlichen Einfluß zurückführen.
Es ist dies vielmehr die Folge einer Wärmewelle, die der atlantische
Unterstrom mit sich bringt, eine Erscheinung, die wir schon aus der
Diskussion der Verhältnisse des südlichen Beckens für den Kanalstrom konstatieren
konnten.
Auf diese mit einer Anschwellung verbundene Wärmewelle im atlantischen
Unterstrom hat Pettersson!) zuerst aufmerksam gemacht. Um entscheiden zu
können, inwieweit seine Ergebnisse auch für unser Untersuchungsgebiet Geltung
haben, sollen die Verhältnisse im atlantischen Wasser der Norwegischen Rinne
und namentlich von D. N. 7 und D. N. 10 etwas näher untersucht werden.
Diesem Zwecke dienen zum Teile die Diagramme der Fig, 3a bis d. In
b—— A Bu
' O. Pettersson, Über die Wahrscheinlichkeit von periodischen Schwankungen in dem
Atlantischen Strome und seinen Randgewässern, »Ann. d. Hydr. usw.« 1905, Heft VII