Geraldton.
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Geraldton.
(Amtlich.)
Nach Bericht Nr. 5422 des Kapt. D. Niemann, S. »Philip Nelson«, vom Januar 1896, Ergänzt
nach englischen und amerikanischen Quellen. Brit. Adm-Krt. Nr. 1056, Cape Couvier to Champion
Bay; Nr. 1033, Champion Bay to Cape Naturaliste; Nr. 1723, The Houtman Rocks; Nr 1725,
Champion Bay,
Geraldton, an der Westküste von Australien, liegt an der Südostecke. der
Champion-Bucht. Der Hafen ist nach Süden und Westen geschützt durch die
Moore-Huk und die davor gelagerten Riffe, während die Bänke mit 7m Wasser
nördlich von den Riffen vor der Moore-Huk einigen Schutz gewähren gegen
stürmische‘ Winde aus nördlicher bis nordwestlicher Richtung. Man findet in
der Bucht bis zu 9 und 11m Wasser auf den Ankerplätzen und ebensoviel im
Fahrwasser, das von See aus zwischen den Bänken hindurch nach der Bucht
führt. Die geographische Lage des Leuchtfeuers auf dem Kopfe der nördlichen
Landungsbrücke‘ ist 28° 46’N-Br. und 114° 36’O-Lg. Die Mißweisung für das
Jahr 1912 beträgt 2.8° W, die jährliche Änderung — 1’.
Landmarken. Für vom Norden kommende Schiffe bildet der dunkle,. breite
und steile Küstenabhang auf etwa. 27° 59’ S-Br. und 114° 9’ O-Lg. nördlich von der
Shoal-Huk eine auffällige Landmarke. Auch die südlich. davon, etwa in der
Mitte zwischen dem Küstenabhang und der Shoal-Huk gelegenen ziemlich hohen
Sandhügel bilden. eine bemerkenswerte Erscheinung. Die Shoal-Huk selbst ist
niedrig und sandig, ebenso die Küste südlich von ihr bis zum Hutt-Fluß. Öst-
lich von dessen Mündung, etwa 3 Sm davon entfernt, erheben sich die beiden
spitzen Berge Vietoria und Albert zu 152 m Höhe und bilden auffallende Land-
marken. Südlich von dem Flusse, zwischen ihm und dem 181/, Sm davon -ent-
fernten Bowes-Fluß, ist die Küste felsig, und ein steiler mit Gras bestandener
Höhenzug steigt zunächst direkt von ihr zu 90 bis 120 m Höhe an, Weiterhin,
etwa 4 Sm nördlich vom Bowes-Fluß, tritt dieser Höhenzug etwas von der Küste
zurück und man sieht zwischen ihm und dem Meere zwei. auffällige kahle Sand-
flecken. Auffällig sind auch die senkrecht abfallenden, beinahe weißen Küsten-
abhänge in der Mitte zwischen dem Hutt- und dem Bowes-Fluß. Südöstlich von
letzterem Fluß, 13/, Sm von dessen Mündung ‚entfernt, erhebt sich an der Küste
eine mit Gras bewachsene Huk zu 124 m Höhe. Vom Yellow-Bache an, der auf
etwa 28° 32’ S-Br. mündet, wird die felsige Küste etwas niedriger und ebener,
im Hinterlande aber sieht man eine Kette abgeplatteter Hügel mit senkrecht
abfallenden Seiten von 180. bis 230 m Höhe. Nordöstlich von der Champion-
Bucht erhebt sich der Moresby-Höhenzug, der: an.seinem südlichen Ausläufer
einen abgeplatteten Gipfel trägt; zwischen diesem und dem weiter nach Süden ge-
legenen Berge Fairfax. liegt eine Schlucht. Eine auffällige Landmarke bildet der
229 m hohe, spitze Berg Wizard, der 6'/, Sm südlich vom Berge Fairfax ‘liegt.
Zwischen den beiden Bergen ist das Land verhältnismäßig niedrig und abge-
plattete Hügel erstrecken sich nach Osten und Süden,
Vom Süden kommend. Die Küste zwischen der Leander-Huk (29° 17’ S-Br.
114° 55’ O-Lg.) und der Moore-Huk an der Südwestecke der‘ Champion-Bucht be-
steht zum größten Teil aus Sandhügeln von 40 bis 90 m Höhe. Im Inlande
sieht man verschiedene abgeplattete Hügel zerstreut umherliegen, die bis zu
244 m Höhe erreichen. Im übrigen bilden auch für vom Süden kommende
Schiffe die abgeplatteten Hügel nördlich von der Champion-Bucht und die Berge
Fairfax und Wizard gute Landmarken,
Zum Einlaufen nach dem Hafen dienen am Tage der Berg Fairfax und
die 1!/, Sm nördlich von der nördlichen Landungsbrücke gelegene Cutting-Bake,
sowie die Landungsbrücke selbst als Landmarken. Bei Nacht benutzt man die
Richtfeuer an der Nordseite der Bucht und die auf der nördlichen‘ Landungs-
brücke zum Einlaufen. Außerdem dient das Feuer auf der: Moore-Huk als
Leitmarke.
Kapt. D. Niemann schreibt: »Das Land bei Geraldton ist sehr gut. aus-
zumachen an den.Höhen und Bergen, die einige Meilen landeinwärts liegen; die