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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1912,
Aus den ungleich höheren Salzgehaltswerten von D. N. 10 als von D. N. 7
erkennen wir, daß die Hauptmasse des atlantischen Unterstromes ihren Weg
direkt auf die Tiefenschichten des Skagerrak zu nimmt und hier wie ein Hügel
emporragt. So entsteht der eigentümliche Verlauf der Isohalinen im Profil S IH.
Das atlantische Wasser beeinflußt die über ihm liegenden Schichten an der Stelle,
wo es am höchsten hinaufreicht, entsprechend stärker, und die Isohalinen drängen
sich darum in mäßiger Tiefe der Mitte mehr zusammen als nördlich und südlich
davon. Damit korrespondiert auch die gleiche Form des Isothermenverlaufes;
die 35.00 9/09 Isohaline verläuft mit der 7.0° Isotherme fast in derselben Tiefe
und Richtung durch das Profil.
Doch wird das intermediäre Temperaturminimum bei D. N, 10 zwischen
wesentlich höheren Werten bei D. N. 9 und D. N. 11 nicht allein der Wirkung des
atlantischen Tiefenwassers zuzuschreiben sein. Wir erkennen das vor allem daran,
daß bei D. N. 10 über einem wärmeren atlantischen Wasser in 50 m ein kälteres
in 40 m lagert. Anscheinend wird also dieses Temperaturminimum hervorgerufen
durch ein sehr kaltes Nordseewasser, das aus denselben Gründen, wie im Winter
das warme Tiefenwasser, in der Mitte des Skagerrak bis in die hohen Schichten
hinein emporgehoben worden ist. Zugleich ist sowohl sein Einfluß als auch der-
jenige des atlantischen Wassers auf die Verhältnisse der Tiefen von D. N. 11 er-
heblich größer als auf die gleichen Tiefen von D. N. 9. Scharfe Temperatur- und
Salzgehaltssprünge bilden daher bei D. N. 11 die Regel.
III. Unperiodische Schwankungen des Salzgehalts und der Temperatur
im August.
(Vgl. Tabelle VI.)
Die Minima der Oberflächenschwankungen des Salzgehalts gehören
wieder der zentralen Nordsee bei D. N. 4 an, welche Station auf die Beeinflussung
durch das Küstenwasser unmerklich, immerhin aber im Sommer mehr reagiert
als im Februar und Mai. Südlich davon bemerken wir eine auffallende Ver-
änderung gegen die voraufgegangenen Jahreszeiten. Damals waren die Schwan-
kungen bei D. N. 3 geringer als bei D. N. 2, jetzt ist es umgekehrt. Zwischen
ungleich höheren Werten bei D. N. 3 und D. N. 1 liegen geringere über
der Doggerbank.
Tabelle VL.
Unperiodische Schwankungen des Salz- | Unperiodische Schwankungen der Tem.
gehalts im August (%/an)- peratur im August (C°).
ä
a8 415 6
FA
Q
9 101 12
2
3
X
a
a
-
f
8! 9
10 11!19
U
0
L0
20
30
1.290,37 1.10 0.29 1.64 3.42 3,26 3,26 3,84 2.20 2,56 4.15[5.50 4.34 3.89 3.54 4.56 3.72 4.34 3.74 3.01 3.69 2.743,89
‚37 0.19:1.10 0.76 1.55 3.37 2.49 3.56 2.02 2.21 2.94 1.30[2.60 3.55 3.86 3.37,3.57 2,97 3.95 3,89 3.76 3.51 2.67 3,85
1.25:0.23 0.63 0.76 1.60 2.06 1.74 1.51 1.47 2.22 2.41.1.05}3.61 3.37 3.38 2,82 5.80 2.39 6.59 4.59 2.76 6.29 2,.81:3.61
1.22:0.43.0.19 0.76 0.16 1.22 1.37 1.42 1.51 0.55 0.70:1.7813.88 3.84 2.10.2.87 4.24 2,02 3.90 4.35 2.542.704 2.13:4.11
1.17:0,28 0.09 0,14 0.17.0.27 1.20 1.19 0.40 0.33 0.58 3.901,12 3,92:5.48 0.28 1.66 3.45 3.62 2.63'2.02 2,53
0.230.117 0.19 0.27.21.16 0.79 0.32 0,34 0.62 2,53 0,82 0.44 1.24 3.06.2.41 2.59/1.9% 2.63!
0.28 0.16 0.28 0.60 0.29'0.30: 0.91: 9.38 0.91:1.75 2.95 1.08:
0.07 0.18 0.31 0.16 0.30 0.62 0.64 0.62 1.71 0.73
9.22 0.15 0.16 0.74 3,57 0.60 1.59 0.50
0.23 0.15 0.76 0.18 0.87 0,58 0.65 0.40
0.14 0.16 0.17 0.56 0.41 0,55
0.15 0.18 0.53 0.46
0.05 0,38
WW
75
100
150
200 ı
250
300
4100 ı
Fette Zahlen — Maxima. Kursive Zahlen = Minima.
Im Profil S II steigen die Schwankungen nach Überschreiten der Großen
Fischerbank schon bald auf hohe Beträge an und sind bei D. N. 6 noch größer
als mehr zur Küste hin; denn in dem einen Jahre steht D. N. 6 unter dem Ein-
fluß des baltischen, in dem anderen unter dem des Nordseewassers, während das