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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1912. 
Kegel mit der Spitze nach oben (Ä), stürmische Winde von NNW oder N, 
durch NO nach O oder OSO drehend wahrscheinlich, 
Kegel mit der Spitze nach oben, darunter ein Ball (4), stürmische Winde, 
die von NNO oder N, durch NW nach W oder WSW drehen wahrscheinlich. 
Die Signale werden in der Mitte der Rahe des Signalmastes geheißt und 
dürfen nicht mit den Gezeitensignalen verwechselt werden, die an der Rahenock 
gezeigt werden. N 
Quarantäne. Ärztlicher Besuch muß außerhalb der Barre auf der Reede 
abgewartet werden. Der Quarantänearzt überreicht, bevor er an Bord kommt, 
dem Kapitän einen Fragebogen, der sogleich zu beantworten und dem Arzt zu 
überreichen ist, Sind die Antworten befriedigend, so kommt der Arzt an Bord, 
untersucht Passagiere und Mannschaft und erteilt dann, wenn er sonst alles in 
Ordnung findet, Praktika. Im andern Falle wird das Schiff in Quarantäne 
gelegt, d. h. die Schiffe müssen außerhalb der Parre ankern und am Tage eine 
gelbe Flagge, bei Nacht eine große Signallampe im Großtopp führen. Ein 
Gesundheitspaß wird stets verlangt. Eine Quarantäneanstalt ist nicht am 
Orte. Es bestehen verschiedene Quarantänevorschriften, die den Schiffen bei 
ihrer Ankunft überreicht werden. 
Zollbehandlung ist die in Australien übliche. Der Proviant wird versiegelt 
und jeder Verbrauch davon muß verzollt werden. Kommt man von einem 
andern australischen Hafen, so muß auch der auf See verbrauchte Proviant, 
Tabak, Öl usw. verzollt werden. An Schiffspapieren werden die Klarierungs- 
papiere und eine Abschrift des Manifestes verlangt. 
Ankerplatz auf der Reede. Schiffe ankern irgendwo außerhalb der Barre 
vor der Endeavour-Mündung. Empfohlen wird, beim Anlaufen des Hafens die 
beiden Richtbaken solange in Linie zu halten, bis man auf etwa 8.2 m (41/, Fad.) 
Wassertiefe angelangt ist. Hernach hole man nach Südosten und ankere, wenn 
die beiden Richtbaken durch Grassy Hill eben verdeckt werden. 
Gezeiten. Die Hafenzeit für Cooktown ist 9h 15 min; die Hochwasserhöhe 
bei Springtide beträgt 2.1 m bis 2.7 m, bei Nipptide 1.2 m bis 1.8 m. 
Die höchsten Tiden treten ungefährlich zur Zeit des Voll- und Neumondes 
auf, wobei der Tidenhub noch zunimmt, wenn sich der Mond zu gleicher Zeit 
in der Erdnähe befindet. 
Der Tidenhub wird aber auch durch die tägliche Ungleichheit beeinflußt 
und zwar bei den höheren Tiden mehr als bei den niedrigen. Der Unterschied 
im Wasserstande zweier aufeinander folgender Niedrigwasser ist manchmal nur 
gering, kann jedoch bis zu 0.5m betragen; der zweier aufeinander folgender 
Hochwasser beträgt einige Zentimeter bis 1.1m. Der Tidenhub der höheren 
Tiden beträgt 1.5 bis 2.7 m, der geringste Tidenhub etwa 0.1m. Die gewöhn- 
liche Reihenfolge der Tiden ist von dem niedrigeren Niedrigwasser zu dem 
höheren Hochwasser. Bei südlicher Sonnendeklination erfolgen die höchsten 
Tiden gewöhnlich am Tage, bei nördlicher bei Nacht. 
Gezeiten- und Oberflächenstrom. Von Port Denison auf 20° S-Br. bis 
zu Orfordness auf 11° 18’ S-Br. setzt der Strom innerhalb des Barrier-Riffes in 
den Monaten April bis November, wenn der Südost-Passat vorherrschend ist, 
nordwärts mit 1 bis 2!/„, Sm Geschwindigkeit, wobei er im allgemeinen der 
Richtung des Fahrwassers folgt. Von Dezember bis März, in der Nordwest- 
Monsun-Periode, ist er unregelmäßig, setzt aber häufig nach Süden, Die Gezeiten- 
ströme kommen infolge dieses Oberflächenstromes wenig zur Geltung und haben 
nur die Wirkung, daß sie den Oberflächenstrom entweder verstärken oder ver- 
mindern. Allgemein gesprochen setzt der Flutstrom zwischen Port Denison und 
Kap Melville nach Norden, der Ebbstrom nach Süden. Bei der Fitzroy-Insel 
setzen die Gezeitenströme mit großer Stärke an beiden Seiten entlang. Der 
Oberflächenstrom, der von dieser Insel aus nordwärts auf die Green-Insel und 
die Trinity-Durchfahrt setzt, ist sehr gefährlich und bei Nacht oder unsichtigem 
Wetter wohl zu berücksichtigen. In Rechnung zu ziehen sind auch die Gezeiten- 
ströme in dem engen Fahrwasser zwischen Doubleyew (w)-Riff und dem Festlande
	        
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