accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Buünbury 
47 
richtet, daß der Berg Lennard von den verschiedenen Bergen im Innern schlecht 
zu unterscheiden ist. 
Bei Nacht bilden die Leuchtfeuer auf Kap Naturaliste, auf der Casuarina- 
Huk, auf dem Hafendamm und auf der Ladebrücke gute Landmarken. ; 
An- und Einsteuerung, Für vom Norden kommende Schiffe bietet die 
Ansteuerung der Koombanah-Bucht keine Schwierigkeit, wenn man in ange- 
messenem Abstand von der Küste bleibt. Man meide die Bouvard-Riffkette, 
die 4!/, Sm südsüdwestlich vom gleichnamigen Kap beginnt und sich etwa 10 Sm 
weit in S!/,„W-Richtung erstreckt. Das nördlichste Riff liegt 1°, Sm, das süd- 
lichste 3'/, Sm von der Küste entfernt; von letzterem peilt der Berg Willianı 
rw. 97° (mw. OzS), von ersterem das Kap Bouvard rw. 12° (mw. Nz01/„0). Auf 
der Riffkette brandet es nur bei schwerer Dünung. Zwischen 9 und 11 Sm 
nördlich von der Koombanah-Bucht befinden sich verschiedene trocken liegende 
Riffe und blinde Klippen, die sich 2 bis 3 Kblg von der Küste erstrecken, 
während 3%, Sm nördlich von der Bucht zwei blinde Klippen 6 Kblg von der 
Küste entfernt liegen. Man darf also auch hier nicht zu nahe an die Küste 
heranlaufen, 
Wenn vom Süden kommende Schiffe Kap Leeuwin mit den vorgelagerten 
Untiefen passiert haben und nördlich von der Hamelin-Bucht stehen, so bietet 
für sie das Fahrwasser keine gefährliche Stellen mehr, wenn sie in angemessenem 
Abstand von der Küste nach Norden steuern. . Bei der Umsteuerung von Kap 
Naturaliste ist jedoch große Vorsicht geboten. Verschiedene kleine Klippen, 
die bei Niedrigwasser aus dem Wasser ragen, liegen 2 Kblg vom Ausläufer des 
Kaps entfernt, und 1!/, bis 2 Sm nördlich vom Kap erstreckt sich die Wright- 
Bank, auf der es bei hoher Dünung brandet. Diese Bank besteht aus zwei 
Teilen, die in NWzN-Richtung !/, Sm voneinander entfernt liegen. Bei schlechtem 
Wetter bemerkt man schon !/, Sm westlich von diesen Untiefen Roller, wodurch 
ohne Zweifel der Anfang des seichten Wassers vor der Bank gekennzeichnet 
wird. Roller wurden auch schon zwischen der Bank und Kap Naturaliste be- 
merkt, so daß man annehmen muß, daß es auch hier branden wird bei 
stürmischen auflandigen Winden. !/, Kblg nördlich von der Wright-Bank beträgt 
die Wassertiefe 42 m, der Grund besteht aus Kies und Muscheln, 
Für vom Westen kommende Schiffe bilden. die beiden beinahe in der 
Wasserlinie liegenden Naturaliste-Riffe eine große Gefahr. Dieselben liegen 
19 Sm nördlich von Kap Naturaliste und 7 Kblg in nordöstlicher Richtung von- 
einander entfernt. Das nördliche Riff ist in N-S-Richtung länger als 1 Kblg 
und etwa !/, Kblg breit. Seine Westseite fällt senkrecht ab, wodurch bei 
schlechtem Wetter das Wasser der sie treffenden See zu beträchtlicher Höhe 
emporgeschleudert wird. Im übrigen brandet die See nicht immer auf den 
Riffen. Lotungen geben keinen Anhalt über die Nähe der Riffe, da man in 
1 Kblg Abstand von ihnen noch 37 bis 42 m Wassertiefe findet. 
Befindet man sich innerhalb der Naturaliste-Riffe und steuert auf die 
Koombanah-Bucht zu, so passiert man nördlich vom Hafendamm, der von der 
Casuarina-Huk aus in nordöstlicher Richtung verläuft, wenn man den Berg 
Lennard mit dem sattelförmigen Sandhügel an der Küste an der Ostseite der 
Bucht in rw. 104° (mw. OSO*/,ÖO)-Peilung in Linie bringt und auf dieser 
Peilung einsteuert. Nach Passieren des äußersten Endes des Hafendammes 
steuere man dann auf südöstlichem Kurse unter Zuhilfenahme von Peilungen 
der Landungsbrücke nach dem Ankerplatz. 
Bei Nacht darf man, vom Südwesten kommend, die 15 m Grenze nicht 
eher überschreiten, als bis man sich in gutem Abstande nördlich vom Hafen- 
damm bei der Casuarina-Huk befindet. Ortsunkundige sollten lieber den Tag 
abwarten, ehe sie nach der Bucht einlaufen, 
Für nach der Bucht einkreuzende Schiffe sei bemerkt, daß die Wasser- 
tiefen allmählich abnehmen, so wie man sich der Küste an der Ostseite der 
Bucht nähert; man findet noch 5.5 m Wassertiefe in !/, Sm Abstand von der 
Küste. Häufig findet man hier jedoch schwere Dünung, und bei schlechtem 
Wetter steht starke Brandung auf der 6 Kblg von der Küste und 6.8 m unter
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.