Meyer, H.: Wasser- und Lufttemperaturen usw. auf d. Atlant, u, d, südl. Stillen Ozean. 537
Tabelle V. Tabelle VI.
Wasser — Luft
Relative Feuchtigkeit
1909/10 | 1910/11
negativ 86.0 % 85.0 9/9
0.0 bis +10 784 76.4
41.1 bis 420 724 | 725
über 2.0 | 643 | 652
Relative Feuchtigkeit
A5—60 9
51—65
56—70
71—75
76—80
81—5S$5
über 85
Wasser — Luft
1909/10 ! 1910/11
1,59 +1,99
-1,5 + 1.7
+ 4.4 +13
10.6 +0.9
x 0 +07
„5 0.3
0.0 | +t 0.0
Für die einzelnen Reiseabschnitte fanden sich folgende Werte für das
absolute Minimum der relativen Feuchtigkeit:
Kanal—Callao.. . . . relative Feuchtigkeit = 52% W—L = +2.4°, 1910 Juli 10.
Callao—Sydney . . . « « = 48% << = +25°%, 1910 Nov. 15.
Sydney—Kap Horn. . « « = 50% << = +1,7°, 1911 Jan, 14.
Kap Horn—Kanal . . « « = 51% * = 413° 1911 März 26.
Wie schon eingangs erwähnt ist, wurde am Morgen der Niederschlag ge-
messen. Die größte Regenmenge fand sich in der Mallung zwischen dem NO-
und dem SO-Passat mit 39.8 mm am 12. Juni und mit 36.5 mm am 15. Juni sowie
in der Nähe von Sydney mit 50.0 und 36.9 mm am 238. und 29. November.
Tiefenkarten der Ozeane in flächentreuer Projektion.”
Nachdem die Deutsche Seewarte in den Atlanten zu den Segelhandbüchern
der einzelnen Ozeane deren Tiefen in einheitlicher Weise dargestellt und das
Reichs-Marine-Amt im Jahre 1893 eine Weltkarte der Meerestiefen®) veröffentlicht
hat, sind in rascher Folge verschiedene kartographische Darstellungen der Relief-
verhältnisse des Meeresbodens publiziert worden, unter denen die von Sir John
Murray bearbeiteten Tiefenkarten der Einzelozeane ®) im Maßstabe von 1:40000000
aus dem Grunde besondere Beachtung in geographischen Kreisen gefunden haben,
weil sie in flächentreuer Projektion ausgeführt sind, und damit die Möglichkeit
bieten, die Areale der einzelnen Tiefenstufen auszumessen und so die mittleren
Tiefen einzelner Meeresteile sowie des gesamten Weltmeeres zu bestimmen, Auf
eine in der. bekanntesten geographischen Zeitschrift Deutschlands von Alexander
Supan“*) veröffentlichte Karte folgte kurz darauf die in einem ungewöhnlich
großen Maßstabe gehaltene Karte des Fürsten von Monaco,6°) und schließlich
verdient auch die Arbeit von Gerhard Schott®) in diesem Zusammenhange
erwähnt zu werden, trotzdem sie nicht das gesamte Weltmeer, sondern nur etwa
die Hälfte desselben zur Darstellung bringt.
1) Tiefenkarten der Ozeane. Mit Erläuterungen von Dr. Max Groll. (Veröffentlichungen
des Instituts für Meereskunde an der Universität Berlin. Neue Folge. A. Geographisch-naturwissen-
schaftliche Reihe, Heft 2.) 91 Seiten mit 5 Textfiguren und 3 Kartentafeln, Berlin, E. S. Mittler
& Sohn. 1912, 53.25 A.
?) Weltkarte zur Übersicht der Meerestiefen und Höhenschichten mit Angabe der unter-
seeischen Telegraphen-Kabel und Überland-Telegraphen sowie der Kohlenstationen und Docks. 1893.
Herausgegeben vom Hydrographischen Amt des Reichs-Marine-Amts,
3) Bathymetrical Chart of the Atlantic Ocean, Pacific Ocean, Indian Ocean. The Voyage
of H. M. S. »Challengere. Summary of Results, Chart 1A, 1B, 1C. London, 1895.
4) Tiefenkarte des Weltmeeres von Alexander Supan. 1:80000000. Petermanns Mit-
teilungen, Gotha, 18599, Jahrg. 45, Tafel 12. (Beilage zu: Die Bodenformen des Weltmeeres, S. 177
bis 188.) Gotha, Justus Perthes, 1899.
5) Carte gEnerale bathymetrique des Oc6ans dressee par ordre de S. A. S. le Prince de
Monaco ... sous la direction de M, Charles Sauerwein par M. Tollemer ... 1:10000 000.
©) Meerestiefen im Atlantischen und Indischen Ozean. Auf Grund der bis zum Jahre 1900
veröffentlichten Lotungen entworfen und gezeichnet von Gerhard Schott. Deutsche Tiefsee-Expe-
Jdition 1898 bis 1899. Band I.. Tafel IIIl. 1:300000C0. Jena. G. Fischer. 1902.