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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1912. 
Um den Einfluß des Windes auf den täglichen Gang der Wassertemperatur 
zu finden, wurden die Beobachtungstage in drei Gruppen geteilt, nämlich: 
1. Windstärke größer als 6 (mit »starker Wind« bezeichnet), 
2. Windstärke 3 bis 6 (mit »mittlerer Wind« bezeichnet), 
3. Windstärke 0 bis 2 (mit »Windstille« bezeichnet). 
Als Werte für die Amplitude sowie für die Eintrittszeiten des Maximums 
fanden sich: 
bei starken Winden: Amplitude = 0.47°, Maximum 1b 10m N, 
mittleren Winden: « — 0.60°, « 12 55m N, 
Windstille: « = 0.81°, # 2b 00mN., 
Das Minimum trat in allen Fällen um 4% V ein, Wie die drei Temperatur- 
kurven zeigen, laufen die Differenzen zwischen dem höchsten Werte und der 
12 Uhr-Beobachtung regelmäßig (0.01°, 0.05°, 0.07°). Auch zeigt die erste Kurve 
in Fig. 2 (bei starken Winden) um Mittag herum die erforderliche geringe 
Krümmung. Für künftige Beobachtungen dürfte es sich empfehlen, den Seegang 
zu notieren. da dieser bei Erwärmung des Wassers eine große Rolle spielt. 
Fig. 2. 
Einfluß des Windes auf den Verlauf der Wasser- 
temperatur, 
Ah 47 
gh 
Or 
Jh 
N 
Dh 
ba 
6b 
Fig. 3, 
Gang der Wassertemperatur an starkbewölkten 
und an wolkenlosen Tagen, 
N 3b 6b gh 12 
EA 
06V 3b 
y"; 
N 
> 
"1.0 
zeigen 
Den Einfluß der Bewölkung auf den täglichen Gang der Wassertemperatur 
die beiden Linien in Fig, 3. 
Es ergab sich: 
Amplitude Max.--12Uhr Minimum 
Maximum 
Stark bewölkter Himmel | 
(Bewölkung 8-—10) 
Wolkenlos | 0,639, 
(Bewölkung 0-—2) 
| Von diesem Resultat erscheint der geringe Unterschied zwischen den 
beiden Werten für die Temperaturamplitude nicht recht verständlich. In dem 
vorliegenden Beobachtungsmaterial ist die Anzahl der heiteren Tage eine so 
geringe, daß der herrschende Wind nicht weiter berücksichtigt werden konnte. 
Erst von einer Vereinigung mehrerer Beobachtungsreihen und von einer Trennung 
in die vier Gruppen: heiter-- windstill, heiter—starker Wind, trübe-— windstill 
und trübe— starker Wind läßt sich ein brauchbares Ergebnis erwarten. 
Bei der Betrachtung der nun folgenden graphischen Darstellung (Fig. 4) 
des täglichen Ganges der Wassertemperatur fällt wie bei den entsprechenden 
Kurven für die Luft die Linie für Kap Horn besonders auf. Die Amplitude 
beträgt hier nur 0.34°, wohl weil stürmische Winde, grobe See und starke Be- 
wölkung größere Schwankungen unterdrückten. 
0.599 
1.062 
83h 40m
	        
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