Meyer, H.: Wasser- und Lufttemperaturen usw. auf d, Atlant. u, d. südl, Stillen Ozean, 533
fiel an diesem Tage in zwei Stunden, von 9% bis 11} V, um 6.8°, die Wärme der
Luft nahm in der gleichen Zeit bei nördlichen Winden um 4.2° ab. Die
relative Feuchtigkeit betrug 82 50m V 76%, bei einem Unterschiede zwischen der
Wasser- und der Lufttemperatur von —+1.,3°; als später die Differenz (W—L)
ihr Vorzeichen wechselte, stieg die Feuchtigkeit auf 91%. Die Luft behielt für
die nächsten Tage die gleiche niedrige Temperatur bei, während sich im Wasser
am 12./13. Juli noch ein warmer Streifen von 13*/,° zeigte. An diesen Tagen
fand sich bei großen positiven Werten von (W—L), bis + 4.0°, eine Feuchtigkeit
von rund 60%, (Minimum 54%).
II. Die Beobachtung der Oberflächentemperatur des Meerwassers.
Als höchste Temperatur des Oberflächenwassers wurde auf der Ausreise
28.6° gefunden, am 14. Juli 32 55m N in 4°N und 22'/,° W; der größte Wert auf
der Heimreise war 27,3° in 3°S und 241/,° W am 5. März 5% 20m N. Tempera-
turen unter Null fanden sich nicht, das absolute Minimum war +0.1° am 1. August
mittags in 57° S und 64° W.
Der Übergang vom Brasilien- zum La Plata-Strom wurde schon erwähnt.
Die Temperatur des Wassers lag hier am 10. Juli über 17°, sie fiel am 11. Juli
vormittags um 6.8° auf 9.9°, behielt diesen tiefen Stand bis zum Abend bei, stieg
dann wieder, um am 12, Juli 3% 40m N 14.0°, am 13. Juli 1% 20m N 13.7° im
Maximum zu erreichen. Am 14. Juli nahm das Wasser 8'/,° als die entsprechende
Temperatur des Stromes an. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß der Weg des
Schiffes, der bis zum 11. parallel! zur Küste verlief, für die nächsten Tage bis
zum 14, bei den südwestlichen Winden von Land ab auf SzO gelegt wurde,
Ein letzter warmer Wasserstreifen wurde am 15. Juli abends durch-
schnitten: um 6N zeigte das Wasser noch 7.5°, es stieg bis 8% auf 12.4°, um
dann in der Nacht langsam auf 7.0° zu fallen. Die Feuchtigkeit zeigte an diesem
Tage (15. Juli) die große Amplitude von 29%, (Maximum 82, Minimum 53%).
Die Luft stand zu sehr unter dem Einfluß des kalten Windes und nahm an
dieser Schwankung nicht teil,
Am 31. Oktober (22° 8, 116° W) findet sich in der Wassertemperatur ein
Sprung von 1.1°, für welchen die meteorologischen Verhältnisse keine Erklärung
geben. Da die Wärme der Luft ebenfalls, wenn auch nur um 0.4°, beeinflußt
wird, darf bei dem flauen Winde an die Wirkung von Auftriebwasser gedacht
werden.
Wie Dr. Brennecke gezeigt hat, ist die Temperatur des Meerwassers .im
Südatlantischen Ozean unter Land niedriger als im größeren Abstande von der
Küste. Das hier bearbeitete Material läßt, wie die folgende Zusammenstellung
zeigt, ähnliches finden:
Tabelle II: ;
Breite.
{. Länge
[.
I. Temperatur
IL.
Ti— TH.
40° 8
850 8
519 W.} 49° W
3690 W * 3810 WW
| 8
7.
0%
206 .
DO
200 S
45° W
26° W
19°
240
-o
9539
a
409 \W
20° W
. 291
Bet
31,0
209 S
38° W
18° W
25°
25°
AD
Der Unterschied T;/—Ty1r ist in 30° Breite am größten, in 20° Breite ist er
gleich Null.
Bei der Berechnung der Temperaturkurven des Wassers sind dieselben Über:
legungen maßgebend gewesen wie bei der Ableitung des gleichen Wertes für die
Luft. Die ausgewählten Tage bekamen auch hier das Gewicht 2.