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“0
Annalen der Hydrographie und Marliimen Meticorologie, Oktober 1912.
Tabelle IT.
Unterschiede zwischen dem Kasten- und dem Aspirationsthermometer,
Wetter
Datum 1910
26.
\
A. 4A
K.T
"an
2.4
12,2
092
1-
A?
3.1
3.6
-0.5
13.6
17.45
43.8
{33
1-3
11.6
12.4
12,9
0,5
Am Nachmittag wolkenlos.sonst
stark bedeckt. Windstärke 3.
97, V.
A.
K. T.
K.— A
12.2
12.2
00
144
410.2
4
‚9
13,9
ı 17.1
4129
13.6
1.4.0
AD.4
‚ 13.3
13.7
LO
Mittags wolkenlos, sonst he-
deckt. Windstärke 3/4.
8 V.
AT.
K. T.
K.— A.
13,5
13.5
0.0
4.
J4.2
4.2
23.3
22.0
—0.4
1.7,
T
5
23,8
20,8
16.0
442 13,8 | 18.7
146 18,8 13.7
"0.4 00° 0.0
Ganz hedeckt. Windstärke 4 5.
5 VI.
A. T.
K, T.
<<. — A.
232 22,9
262 , 213
120 —1.6
22.7
29.4
— 0.3
Nachmittags einzelne Wolken,
sonst bedeckt, 720 N Regen-
schauer. Windstärke 2/1.
Regen und Schnee, Wind-
stärke 1/2.
93. VIL
A. T.
K. T,
Ko— A.
4,5
4.4
—0.44
AK
;
»
3,5
2.)
0.9
© Dt
Z.1 3.5
—06. L08
4. II. 1911
K. T.
Nm A.
A. T.
5,5
wq
nn
O3
10,2
L99
Hz 74
EN 910X
12.6 2
AA 10,2
7 1.7 16.4
106: 10.0) 164
—0.3 41012 0.0
Wolkenlos. Windstille.
a8. II.
A. T.
K. T.
K.— A:
18.
17,8
0.6
1838
25.6
A685
20.0
25.0
LAN
Am Vormittag wolkenlos und
Windstille; nachmittags stark
bedeckt. 2b N Regenschauer.
Windstärke 4.
Am 26. und 27, Mai herrschten die gleichen Witterungsverhältnisse: bei
bedecktem Himmel und mittlerem Winde waren die Unterschiede mäßig; erst
als die Sonne durchkam, stiegen sie auf 3.8° und 3.2°%°, Der folgende Tag zeigt
bei bedecktem Himmel und frischen bis steifen Winden eine gute Überein-
stimmung. Am 27, VI, fehlte fast jede Luftbewegung, wir haben deshalb um
12h mittags und um 4®*N für (K-—- A) große positive Werte; die negativen
Zahlen von 1.6° und 0.3° am Abend finden eine Erklärung in dem Regenschauer
von 72 N; die Abkühlung durch das nasse Holz des Kastens hatte sich um
Mitternacht wieder verloren. Die Regen- und Schneeschauer des 23. VII, be-
wirkten ebenfalls eine Abkühlung des Holzkastens, die sich auf das Kasten-
thermometer übertrug. Sehr kennzeichnend sind die Beobachtungen vom 28. III:
am Vormittag war der Himmel wolkenlos, es herrschte Windstille, der Unterschied
erreichte +6.8°; als sich am Nachmittag der Himmel bezog und der Wind auf-
frischte, gaben beide Thermometer nahezu gleiche Werte,
Die angeführten Vergleichungen zeigen, daß die Ablesungen der auf See
yebräuchlichen Kastenthermometer mit größter Vorsicht zu verwenden sind, Der
Vorschlag von Dr. Brennecke, nur die Nachtbeobachtungen zu benutzen und
hieran die Amplitude der Lufttemperatur anzubringen, ist vorläufig das ge-
gebenste, Wenn später der Unterschied zwischen der Luft- und der Wasser-
temperatur überall durch genügend genaue Beobachtungen beider Elemente
bekannt ist, kann auch die Lufttemperatur an die Temperatur des Wassers an-
geschlossen werden,
Die Beobachtungsfehler bei der Bestimmung der Wärme der Luft mit
dem Assmannschen Aspirationsthermometer dürften der Konstruktion des
Apparates nach nur klein sein. Man muß allerdings darauf achten, daß man
in Luv außerhalb der Reeling mißt. Wenn auch Beobachtungen im Schatten
sicherer als solche in der Sonne sind, so zeigte es sich, daß Sonnenschein zu
Luvard besser als Schatten in Lee war.
Es ist hier der Versuch gemacht worden, aus den vorliegenden Beob-
achtungen die Amplitude der Lufttemperatur für verschiedene Gegenden zu be-
rechnen. Der Beobachter auf See, vornehmlich auf Handelsschiffen, hat hierbei