512 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1912.
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mittl. Wind-
stärke (Beaufort)
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Am 18. erfolgte ein Witterungsumschlag; an Stelle des hohen Luftdrucks
trat an diesem Tage eine umfangreiche Depression, die zwei Teilminima, über
Südschweden bzw. Südfrankreich, aufwies, von denen das erstere sich aus einem
nach Skandinavien reichenden Depressionsausläufer entwickelt hatte; das andere
stammte von der Biscayasee, Es traten verbreitete und teilweise sehr ergiebige
Regenfälle und mit der Abkühlung bei eindringenden ozeanischen Winden auch
verbreitete Gewitter ein, von denen nur der äußerste Osten der Ostseeküste
verschont blieb. Dieses Tiefdruckgebiet bedeckte den größten Teil des Kontinents
bis zum 23., wo nur noch vereinzelte Niederschläge fielen.
Am 24. war das Tiefdruckgebiet nach Osteuropa zurückgewichen, während
ein Hochdruckgebiet von Nordeuropa südwärts vorgedrungen war, das mit einem
Ausläufer bis zu den Alpen reichte. Hiermit trat wieder trockenes und vielfach
heiteres Wetter ein, das auch noch am folgenden Tage bestehen blieb.
Am 26, erschien das Hochdruckgebiet in zwei Teile zerspalten, von denen
das südlichere ostwärts fortschritt, während von der Biscayasee ein neues Hoch-
druckgebiet nach dem Kontinent vorrückte. Zwischen beiden Hochdruckgebieten
befand sich ein flaches Tiefdruckgebiet, das am westlichen Küstengebiet ver-
breitete Regenfälle herbeiführte,
Am 27. erschien bei den Britischen Inseln ein neues Tiefdruckgebiet, das
unter starker Vertiefung nordostwärts fortschritt und am 29. sich zu einer
kräftigen Depression entwickelt hatte, die Abkühlung und bis zum Monatsschluß
anhaltendes regnerisches Wetter im Gefolge hatte. An der Ostseeküste stellten
sich am 28. und 29. bei südöstlichen Winden mit 27 bis 31 Grad die höchsten
Monatstemperaturen ein,
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