Chinnampo (Korea).
491
nur die an der Nordseite der Einfahrt, etwa 4 Sm nördlich von der Insel Dau
Chen liegende kleine Insel Toku somu eine gute Landmarke. Sie ist 81 m hoch,
hat aber nur 2 Kblg Ausdehnung in O-W-Richtung. Außerdem liegen nord-
östlich von Cho Da zwei Tonnen zur Bezeichnung der Enden der dortigen Sände
als äußerste Seezeichen vor der Mitte der Föhrde-Einfahrt.
Die Ansteuerung für vom Yalu-Flusse (Amunioku Kan) kommende
Schiffe erfordert besondere Vorsicht, weil die weit nach See, bis zu 34 Sm von
der Küste reichenden Sände in den Karten nicht genau angegeben sind. Nament-
lich ihre Ausläufer und Steerte nach Süden und Südwesten sind ungenau dar-
gestellt. Man tut also gut, in weitem Abstand von den angedeuteten flachen
Stellen zu bleiben. Die gefährlichsten Untiefen sind die Pylades-Sände mit ihren
Ausläufern, und die etwa 3 bis 4 Sm nördlich von Cho Da beginnende, in nord-
nordöstlicher Richtung verlaufende Naniwa-Untiefe, Man wähle etwa 38° 438’ N-Br.
und 124° 26’ O-Lg. als Ansteuerungspunkt, von wo Sei Tau-Leuchtturm oder sein
Feuer rw. 123,5° (mw. S0O1/,O), 18.5 Sm entfernt peilt. Beim Weiterfahren, Turm
oder Feuer rechts voraushaltend, klart man sämtliche Untiefen und bleibt etwa
3 Sm vom Steert der Naniwa-Untiefe. Im 1Sm Abstand von Sei Tau steuert
man mit nordöstlichem Kurse in das Mittelfahrwasser ein, auf die Sisters zu.
Vom Westen kommend steuert man direkt auf Cho Da und weiter in
der Einfahrt auf die Sisters zu. Vom Süden kommend hat man zwischen zwei
Einfahrten zu wählen, entweder geht man in die Einfahrt nördlich von Cho Da
und Sei Tau hinein oder vorher schon dicht bei der Choppeki-Huk in die Süd-
einfahrt; in beiden Fällen steuert man aber vorher, besonders nachts, Soi chong
tö an und läuft an der Techong-Gruppe entlang. Die Lotungen bieten für die
Ansteuerung im allgemeinen keinen zuverlässigen Anhalt, man ist fast aus-
schließlich auf astronomische Ortsbestimmungen und Landmarken angewiesen,
Nur ein 3 bis 8 Sm breiter Streifen der Küstengewässer vor der Techong-Gruppe
der Choppeki-Huk und vor der Choppeki-Bank ist genügend ausgelotet, um einen’
Anhalt zu gewähren über den Abstand von der Küste oder von der Bank. Ob-
wohl eigentlicher Nebel nicht gerade häufig auftritt, so muß man doch gelegent-
lich mit unsichtiger Luft rechnen, denn steife westliche Winde, vom asiatischen
Festlande kommend, führen große Staubmaßen mit sich und unter solchen
Witterungsverhältnissen wird die Sichtigkeit der Luft auf etwa 4 Sm beschränkt.
Unter solchen Verhältnissen kann man mit Hilfe des Lotes auf diesem schmalen
ausgeloteten Streifen nach Norden laufen und wird in 2 bis 3 Sm Abstand von
der Choppeki-Huk und -Bank 37 bis 46 m (20 bis 25 Fad.) Wasser finden. Ge-
langt man dann plötzlich auf Tiefen von mehr als 55 m (30 Fad.), so befindet
man sich unmittelbar vor der Einfahrt nördlich von Sei Tau und dürfte dessen
Nebelsignal hören. Weiter nördlich zu laufen, um auszufinden, ob die Tiefen
plötzlich wieder abnehmen, wie es die Karte andeutet, sollte unbedingt vermieden
werden, denn bei Flutstrom würde man auf die Naniwa-Sände versetzt werden
und bei Ebbstrom geriete man auf unausgelotete Gebiete, Selbst westlich von
den Naniwa-Sänden, wo die Karten Tiefenangaben machen, dürfen diese nicht
ohne weiteres als zuverlässig angesehen werden, da sowohl Sände wie Wasser-
tiefen durch die starken Gezeitenströme und den Eisgang im Winter starken
Veränderungen unterworfen sind. Hat man das Tief westlich von Sei Tau ge-
funden, ohne Land oder den Leuchtturm zu sehen oder Nebelsignale zu hören,
so versuche man nicht einzusteuern, sondern verhalte sich abwartend.
Leuchtfeuer, Siehe Lfv. 1912 Heft VIII, Titel XI, Nr. 1221 bis 1240. Nach
N. f.S. 1912 Nr. 100 ist in der Ping Yang-Föhrde auf einer Huk nördlich von
Oripo, OÖondogu-Reede, auf 38° 39’ 26” N-Br. und 125° 13’ 23” O-Lg., auf einem
weißen steinernen, viereckigen Turm, 32 m über Wasser ein neues weißes, un-
bewachtes Blitzfeuer angezündet worden, das Einzelblitze von 0.3 %* Dauer,
Pause 2.7sek, Wiederkehr 3%%* zeigt und ist in den Peilungen rw. 102.5° (mw,
0503/„.0) über S bis rw. 239.5° (mw. SWzW3/,W) 12 Sm weit sichtbar.
Die Leuchtfeuer auf Chan tö, Pyo somu und Ibari tö werden gelöscht,
wenn das Fahrwasser zugefroren ist, die auf Sister-Eiland und Sei Tau, auf