490 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1912.
Pillar-Felsen oder Dai gon do. Dicht an diesem Felsen vorbei gelangt man in
die südliche Einfahrt. Aus südlicher und nördlicher Richtung gesehen bietet
diese Halbinsel einen sehr unebenen gebirgigen Anblick, die Bergkette steigt
von der Choppeki-Huk allmählich bis zu Höhen von 366 m (1200) und 383 m
(1257) an. Von der Choppeki-Huk bis zur der 5 Sm nordöstlich von Cho Da
gelegenen Honbagu-Huk steht das Gelände des Küstengebiets, der Täler und
Ebenen unter Kultur. Etwa auf der Mitte dieser Küstenstrecke springt eine
bemerkenswerte Huk Gori shi ki vor, die eine wichtige Land- und Ansteuerungs-
marke bildet, Von dieser Huk aus steigt das Land ziemlich steil, etwa 1 Sm
von der Küste bis zu 284 m (933’) und weiter landeinwärts zu einem ausgedehnten
Hochlande an. Auf diesem ragen mehrere hohe Berge von 943 m (3095’) und
951 m (3120’) hervor, sie liegen etwa 10 und 13 Sm von der Küste ab, sind aber
von See aus bei klarem Wetter auf 20 Sm von der Küste und wohl auf größere
Entfernung südlich von Cho Da zu sehen.
Die hauptsächlichste Landmarke für die An- und Einsteuerung der Ein-
fahrten bildet die Insel Cho Da, in deren nördlichem Teile Bergspitzen bis zu
258 m (846’), im mittleren östlichen Teile bis zu 328 und 348 m (1075’ und 1141’)
und im östlichen wie eine Huk geformten Teile zu 260 m (853’'’) Höhe ansteigen.
Bei klarer Luft werden also die höchsten Berge dieser Insel in 20 oder 30 Sm
Abstand davon bereits in Sicht kommen und auszumachen sein. In größerer
Nähe wird vor allem die kleine, Cho Da westlich vorgelagerte 89 m hohe Insel
Sei Tau hervortreten, gekennzeichnet durch den weißen zylindrischen steinernen
auf ihrem Gipfel 92 m über Hochwasser stehenden Leuchtturm. Vor der nörd-
lichsten Huk yon Cho Da liegen zwei kleine 102 m (335) und 65 m (212’) hohe
Felseninselchen, an deren höherem und nördlichstem das Mittelfahrwasser dicht
vorbeiführt. Diese sind für von Westen kommende Schiffe besonders gut
erkennbar, Die große Insel Cho Da ist reichlich bewaldet und stellenweise
kultiviert. Von Süden kommend wird man die kleine Ortschaft Chin son im
Norden einer tief ins Land schneidenden kleinen seichten Bucht zwischen den
mittleren und östlichen hohen Bergen der Insel liegen sehen, Der östlichste
260 m (853’) hohe wie eine Huk erscheinende Berg ist für die Durchsteuerung
des Südfahrwassers von großer Bedeutung.
Die nordöstlich von Cho Da liegende Hombagu-Huk ist 61 m (200’) hoch.
Kaum 2 Kblg in westnordwestlicher Richtung von der Hombagu-Huk ragt ein nur
4,6 m hohes kleines Felseneiland aus der See heraus.
Als gute Landmarke, die auch schon von See aus zu sehen ist und das
Zurechtfinden erleichtert, wäre noch die Insel Dau Chen zu nennen. Diese bietet,
besonders von Westen aus gesehen, einen zerklüfteten Anblick, wegen der vielen
vereinzelten, verhältnismäßig hohen Berge, von denen der höchste ziemlich in der
Mitte und an der Westküste gelegene 130 m (428') Höhe erreicht. Die Insel ist
bewohnt, die Ortschaften liegen an der geschützten Ostküste und können daher
von einkommenden Schiffen nicht wahrgenommen werden, Eine gute Peilungs-
marke sowohl für die Süd- wie Mitteleinfahrt bildet die Südhuk von Dau Chen,
die 71 m (232°) hoch und in der Brit. Krt. Nr. 1656 mit »Obs”. Spot« bezeichnet
ist. Vor der Nordwest-Huk von Dau Chen liegen zwei gleichgeformte kleine
Inseln dicht nebeneinander, Sisters genannt. Das westliche Eiland ist etwa 40 m
(133) hoch und wird gekennzeichnet durch einen weißen zylindrischen steinernen
Leuchtturm, der 10 m hoch ist und ein 15 Sm weit sichtbares Feuer zeigt. Von
diesem 6,3 Sm östlicher ist auf dem kleinen 35 m (116°) hohen Felsen Chän tö
ein weißer, kegelförmiger steinerner 3.7 m hoher Leuchtturm errichtet, dessen
Feuer 37.5 m über Hochwasser und 3 Sm sichtbar ist. Die Leuchttürme auf Sei Tau,
Sister-Eiland und Chän to bezeichnen die Südseite des Mittelfahrwassers. Von
Chän tö 3 Sm in östlicher Richtung entfernt, erhebt sich Pyo somu bis zu 57 m
(188’) Höhe; ein weißer, kegelförmiger, steinerner Turm, 3.7 m hoch, ist auf dieser
Insel errichtet und zeigt ein 6 Sm weit sichtbares Leuchtfeuer 61 m über Hoch-
wasser
Für von Norden kommende Schiffe bildet außer der entfernten Küste
nördlich von der Föhrde und den beschriebenen Landmarken südlich von ihr