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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1912.
Aus diesen Zahlen wie auch aus den Kurven der Tafel 27 geht hervor,
daß sich das Geschwindigkeitsmaximum in 500 bis 1000 m Höhe nur in
den Tropen findet. In den Subtropen scheint ein solches zwar auch aber erst
in größerer Höhe, in etwa 3 bis 4 km (Taf. 27), vorhanden zu sein; hier ist
gerade in 750 bis 1750 m Höhe ein Zunahmemaximum von 45°, auf 1000 m
Höhenänderung, darunter beträgt die Zunahme nur etwa 37°%, (28° auf 750 m),
darüber bis 2750 m zunächst 19%, und dann bis 3750 m nur noch 4%.
Auffallend ist die ziemlich gleichmäßige Zunahme der Geschwindigkeit
von unten bis 750 m Höhe in den Tropen und Subtropen (etwa 25%); nur bei
den älteren Aufstiegen, die aber zum großen Teil sehr nahe der Küste lagen,
ist die Zunahme größer (41%). Die darüber von 750 bis 1750 m Höhe er-
folgende Abnahme ist bei den älteren und neueren Aufstiegen in den Passaten
genau gleich, 10%, doch unterschieden sich NO- und SO-Passat be-
trächtlich voneinander. Im NO-Passat nimmt die Geschwindigkeit in dieser
Höhenschicht um ebensoviel ab, als sie in der untersten zugenommen hat (um
220%), um darüber bis 3750 m Höhe konstant zu bleiben (6 bis 7 m p. Sek.). Im
SÖ-Passat ist dagegen die Geschwindigkeitsänderung von 750 bis 2750 m Höhe
nur sehr gering; zunächst ist sogar bis 1750 m Höhe wegen der starken Zu-
nahme in Gruppe VI, im Südatlantischen Ozean, eine geringe Zunahme (83%)
festzustellen. Erst in 3 bis 4 km Höhe nimmt die Geschwindigkeit stärker, um
16%, ab.
Die Geschwindigkeit ist im NO-Passat in allen Schichten bis
6km Höhe größer als im SO-Passat (Tafel 27); der Unterschied beträgt in
2 bis 3 km Höhe nur 0.5 m p. Sek, in den übrigen Höhen 1 bis 2 m p. Sek. Die
absoluten Werte der Geschwindigkeit schwanken im SO-Passat um
4!/, bis 5', m, im NO-Passat um 6 bis 7 m p. Sek. In 6 km Höhe und
darüber scheinen die Geschwindigkeiten größer zu werden, doch läßt die Aus-
wahl und die geringe Zahl der Beobachtungen kein sicheres Urteil, besonders
über das Maß des Wachsens zu.
Vergleichen wir noch die beiden T-Kurven mit der S-Kurve in bezug auf
die absoluten Werte, so erkennen wir deutlich die nicht unbekannte Tatsache,
daß die Windgeschwindigkeit in den untersten Schichten im Passat
größer ist als in den Subtropen; wir erkennen aber gleichzeitig, daß
eine Umkehr dieser Verhältnisse schon in geringer Höhe, im SO-Passat
in 1 km, im NO-Passat in 1.5 km, eintritt.
Die Kurve M,,, Tafel 27, zeigt die Geschwindigkeit der 21 höchsten bis
über 5500 m reichenden Aufstiege auf den Meeren. In allen Höhen ist die Ge-
schwindigkeit nur gering. Nehmen wir zum Vergleich M,,, die mittelhohen, und
Mi die niedrigen Aufstiege, hinzu, so sehen wir bei M,, wohl eine deutliche
Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe, von 5 m unten auf 8 m in
3 km Höhen, aber diese Geschwindigkeitszunahme ist doch immerhin als sehr
gering zu bezeichnen, besonders im Vergleich mit der in unseren Gegenden;
für Mi, ist die Geschwindigkeitszunahme bis 500 m sogar nur 1 m, von 6 auf
7m p. Sek. und hört darüber ganz auf; die Geschwindigkeit bleibt 7 m p. Sek.
bis 1500 m Höhe.
Aus alledem sehen wir, daß die Zunahme der Windgeschwindigkeit
mit der Höhe über den Meeren im Mittel nur gering ist; von unten
bis 500 m Höhe ist nach unserm Material eine geringe Zunahme von
kaum mehr als 1m vorhanden, die aber bei regelmäßig gewonnenen Beob-
achtungen in den Passaten vielleicht ganz verschwinden würde. Über
500 m Höhe herrscht auch schon nach den vorliegenden Aufstiegen im
großen und ganzen bis 5000 m Höhe Konstanz der Geschwindigkeit.
Ein geringes Minimum zeigt sich in etwa 4000 m und entsprechend
darunter in 1000 bis 3000 m ein Maximum. Von den Einzelheiten ist bei
den Gruppen eingehend die Rede gewesen.
Zum Schluß wollen wir noch einen interessanten und zugleich lehrreichen
Vergleich anstellen zwischen denjenigen Windgeschwindigkeiten aus den höheren