Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1912, Perlewitz, P.: Windbeobachtungen in den höheren Luftschichten des Atlantischen usw. Ozeans, 465
Tabelle 3. Gruppierung der Aufstiege and Darstellung der Windrichtungen,
Gruppe
(jeographische Breite
Gruppen-Mitte, Br. u. Lg.
Jahreszeit der Aufstiege |]
Mittl. Höhe der Aufstiege
Nr. (Tab. 2) der Aufestiepe
38°—319° N
34° N, 16°W
Sommer
3.1 km
ı 22425 26
a, lb
31°— 16° N
2709 N, 28° W I
Sommer a Winter
3.2 km 5.9 km |
” 4 K ß |91 992 092 RO AQ KA
I
30°— 25° N
1279 N, 17° W]
Juni
5.4 km
2798
v7
159° —4° N 20 N—608
LO° N, 23° W 30 8, 28° W
Sommer verschieden
2.6 km 4.6 km
7 R 929 3081 22 83 31 9 18 19 920 88 AL
VIE
23° — 24° S
239 S, 75° W
November
4.2 km
'1 10
VII
15°—27° (319) 8
240 8, 142° W
Herbst (Oktober, November)
ıX
28°—35° 8
1329 8, 39° W
| verschieden
4.9 km
10.15 16 88
189°—27° 8
230 S, 32° W
verschieden I
3.9 km
15 86 37 RO
A
35° — 36° S
36° 8, 88° W
Dezember
1.7 km
13 14
6.9 km
U N
Wind- | 7.0 « «
richtung | 4.5 « «
in | 2,5 « «
0.5 «
90km Höhe
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parallelogramm gebildet. Um ferner aus der Länge der Resultierenden
die Stetigkeit des Windes in dieser Richtung zu erkennen, müssen wir noch die
Anzahl der — bei der Zeichnung der Resultierenden benutzten — Beobachtungen
in Betracht ziehen. Dividieren wir die Länge der Resultierenden, in der ab-
getragenen Einheit gemessen, durch die Zahl der Beobachtungen und multipli-
zieren zur Darsteltung in Prozenten den erhaltenen Wert mit 100, so gibt uns
diese neue Länge an, in welchem Grade oder mit welcher Stetigkeit
sich die einzelnen Windrichtungen der resultierenden Richtung an-
schmiegen. Die Länge 100 der Resultierenden würde nämlich bedeuten, daß
alle Winde, aus denen sich diese zusammensetzt, in Richtung der Resultierenden
liegen, mit andern Worten, daß sie gleich der Summe aller Einzelwinde und
damit die größtmögliche ist; die Länge 50 würde dagegen besagen, daß die
Summe der Projektionen aller Winde auf die resultierende Richtung nur 50%,
von der Gesamtlänge der Windrichtungen ausmacht. Im ersten Falle wollen
wir von 100%, Stetigkeit der Windrichtung sprechen, im zweiten von 50 °%) usw.
Die Länge der Resultierenden gibt uns also ein Bild von der größeren
oder geringeren Stetigkeit des Windes in der betreffenden Höhe. In
die Karte auf Tafel 26 oben sind diese mittleren Winddiagramme eingezeichnet;
als Längeneinheit für 100 %, Stetigkeit sind hier 20 mm gewählt. Die Zahl der
Beobachtungen ist jeder Resultanten beigefügt, da sie zur Beurteilung der Stetig-
keit wichtig ist,
Für unsere späteren Betrachtungen erweist es sich noch als wünschens-
wert, einzelne Gruppen, die geographisch zusammengehören, zu ver-
einen. T,x (Tafel 26 links oben) umfaßt die Gruppe II bis IV und stellt die
resultierenden oder mittleren Windrichtungen sowie deren Stetig-
keiten für die 20 Aufstiege im NO-Passat dar, während uns T;s, die
Gruppe V bis VIII zusammenfassend, die 23 Aufstiege im SO-Passat vor
Augen führt (vgl. S. 470 u, 472).
Da es sich bei meteorologischen Untersuchungen im allgemeinen als
fruchtbar erwiesen hat, Häufigkeit und Stärke des Windes zu trennen, so ist
in diesen Diagrammen nur die Richtung, nicht auch die Geschwindig-
keit berücksichtigt. Alle Folgerungen, die wir aus unsern Darstellungen
ableiten, können sich demnach nur auf die Häufigkeit der Windrichtungen, nicht
auch auf die Windwege und den Luftmassentransport beziehen. Im übrigen ist
das Beobachtungsmaterial noch ziemlich klein, so daß wir auch aus diesem
Grunde davon absehen wollen, eine Darstellung der Windwege zu geben, Be-
deutsame Unterschiede gegenüber den Häufigkeitsdiagrammen dürften sich aus
dem vorliegenden Material allerdings kaum ergeben, da sich die Windstärken
zum großen Teil ausgleichen.
E. Die Windgeschwindigkeit.
1. Tabellarische Darstellung.
In Tabelle 4 auf S. 466 sind die mittleren Windgeschwindigkeiten gruppenweise
berechnet; die Anzahl der Beobachtungen, aus denen die Mittel gebildet sind, ist
als Index hinzugefügt; die Mittel links des Kreuzes (X) sind die besser ge-
sicherten, weil für sie mehr als die Hälfte der zur betreffenden Gruppe gehörigen
Aufstiege in Betracht kommen, also für Gruppe I mindestens 3, für Gruppe II
ß usw. Unterhalb der Gruppen finden sich noch folgende Werte:
Mg — ist die mittlere Geschwindigkeit aus den 10 Gruppen; dabei ist
zu beachten, daß bis 2500 m Höhe jede Gruppe mit gleichem Gewicht in Be-
tracht gezogen ist und daß für die Mittel in 3000 bis 4500 m Höhe nur
9 Gruppen benutzt werden konnten, für 5000 m nur 8 usw, wie ersichtlich.
Z — gibt die Zahl der Beobachtungen oder Aufstiege, die für die be-
treffende Höhe vorliegen,
Myy — ist das Mittel aus den 54 einzelnen Aufstiegen, wobei zu beachten
ist, daß bis 1000 m Höhe 54 Beobachtungen benutzt sind, für 1500 m nur 52 usw.,
entsprechend. den darüber stehenden Zahlen Z,
M,, — ist das Mittel der Windgeschwindigkeit aus den 21 höchsten Auf-
stiegen, die bis 5500 m oder höher hinauf, im Durchschnitt bis 7300 m Höhe,
reichen; für alle Höhen stammen hier die Mittel aus der gleichen Anzahl von
Beobachtungen und von denselben 21 Aufstiegen; die Werte sind also unter-
ainander ohne weiteres vergleichbar.
Mi; — stellt entsprechend M,, die Mittel aus den 17 Aufstiegen dar,
deren größte Höhe zwischen 3000 und 5500 m und deren mittlere Höhe bei
3800 m liegt.
M,4 — gibt entsprechend M,, die Mittel aus den niedrigsten Aufstiegen
(mit Ausnahme zweier), deren größte Höhe zwischen 1500 und 3000 m und deren
durchschnittliche Höhe bei 1900 m liegt.
M, — stellt die Mittel der beiden niedrigsten Aufstiege dar. die noch
nicht 1000 m erreichen, (Nr. 14 u. 30.)
Sy — ist das Mittel aus den 11 Aufstiegen der in den Subtropen ge-
legenen Gruppen.
T1% — ist das Mittel aus den 20 Aufstiegen der im NO-Passat gelegenen
Gruppen II bis IV.
Ts 93 — ist das Mittel aus den 23 Aufstiegen der im SO-Passat gelegenen
Gruppen V bis VII.
T,3 — ist das Mittel aller 43 Aufstiege aus den Tropen, (Gr IT his VIIL:
A