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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Perlewitz, P.: Windbeobachtungen in den höheren Luftschichten des Atlantischen usw. Ozeans, 459 
des Auflassens bis zur ersten Beobachtung betrug im Mittel 56 Sekunden, also 
beinahe eine Minute; in einigen wenigen Fällen erfolgte die erste Beobachtung 
schon nach einer halben Minute, in anderen nach anderthalb bis zwei Minuten. Da 
nun die mittlere Steiggeschwindigkeit der Ballone 241 m p. Min, = 4m p. Sek. 
betrug, so ergibt sich, daß der Ballon zur Zeit der ersten Beobachtung im Mittel 
eine Höhe von °%/;9 241 = 225 m hatte. Die durch die jeweils erste Ballon- 
visierung erhaltene Windrichtung und Windgeschwindigkeit gilt also für eine 
mittlere Höhe yon *?/, = 112 oder rund für 100 m Höhe (Spalte 11). 
Es folgen dann die Windbeobachtungen für die 500 m-Stufen bis zur 
größten beobachteten Höhe. Diese ist nach der ihr zunächst liegenden Stufe 
abgerundet, nur für diejenige größte Höhe, die 200 bis 300 m von den benach- 
varten 500 m-Stufen entfernt, also ungefähr in der Mitte zwischen zwei Stufen 
liegt, ist die betreffende Richtung und Geschwindigkeit zu der nächst höheren 
500 m-Stufe gerechnet, jedoch äußerlich durch Einklammerung gekennzeichnet. 
C. Gruppierung der Aufstiege. 
Um die Resultate der 54 Aufstiege aus den verschiedenen Breiten und 
Ozeanen gut übersehen und miteinander vergleichen zu können, wollen wir, wie 
es auch in der eingangs angeführten Arbeit geschehen ist, die Aufstiege geographisch 
gruppieren, und zwar unter möglichstem Anschluß an die alte Gruppierung. Eine 
genaue Übernahme der Gruppen und ihrer Grenzen ist nicht möglich, da die 
Aufstiegsorte nur zum Teil in denselben Gebieten liegen. Wir unterscheiden 
zehn Gruppen, die in der Tabelle 3 mit ihren einzelnen Aufstiegen dargestellt sind. 
Die Lage der Gruppen ist am besten aus der Karte (Tafel 26) zu sehen, 
die Scheitelpunkte der Winkel geben die Mittellagen der Gruppen an, während 
die Grenzen durch die ausgezogenen Breitengrade kenntlich gemacht sind. Die 
Mittellage der Gruppe III ist wegen Platzmangel nur durch einen Kreis südlich 
der Kanaren gekennzeichnet; das Diagramm befindet sich seitlich. 
Leider ist das Beobachtungsmaterial, 54 Aufstiege auf zehn Gruppen ver- 
teilt, nicht sehr groß. Auf jede Gruppe kommen im Durchschnitt nur fünf bis 
sechs Aufstiege, Lassen wir die Gruppen III, VII und IX, die nur je zwei Auf- 
stiege enthalten und von denen die ersten beiden in bezug auf ihre Breite nur 
als Nebengruppen zu IX und VIIX anzusehen sind, zunächst außer Betracht, so 
kommen auf jede der übrigen sieben Hauptgruppen immmerhin etwa 
sieben Aufstiege. 
Im folgenden wollen wir nun die Gruppen einzeln sowie nach ihrer Zu- 
sammengehörigkeit graphisch darstellen, und zwar zunächst nach den Wind- 
richtungen in den verschiedenen Höhen und dann nach den Windgeschwindigkeiten. 
D. Die Windrichtung. 
1. Tabellarische Darstellung. 
Um einen Überblick über die Windrichtung in den verschiedenen Höhen 
zu gewinnen, sollen fünf Höhenlagen unterschieden und diese mit: 
a b c d e 
Höhe in Kilometern etwa 0Obis 1 2bis3 4bis5 617 bis 71/, 81/, bis 10 
« Metern, rund 500 2500 4500 7000 9000 
bezeichnet werden. Eine Betrachtung noch weiterer Höhenlagen zwischen den 
hier genannten würde die Übersicht nur .erschweren und nichts wesentlich Neues 
bringen, 
Aus den Zeichnungen der Ballonbahnen (Tafel 24 und 25) und der Tabelle 2 
ermitteln wir für jeden Aufstieg auf zwei Strich die Windrichtungen in den fünf 
Höhenlagen — so weit der Aufstieg reicht — und stellen sie in Tabelle 3 durch Pfeile 
dar, die mit dem Winde fliegen, N oben, W links gedacht. Ganz schwache Winde 
von 0 bis 2 m p. Sek. sind durch gestrichelte Pfeile gekennzeichnet. Weitere 
Stärkeunterschiede sind nicht gemacht (vgl. S. 463). In der Tabelle 3 auf S. 464 u. 465 
ist die Gruppe und ihre geographische Lage sowie die Jahreszeit und die mittlere 
Höhe der Aufstiege angegeben. Darunter befinden sich die Nummern der zu dieser
	        
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