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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Carrizal Bajo. 
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rote spitze Tonne, die an der Nordwestseite der Arequipa-Bank bei der Einfahrt 
zum Hafen liegt, dient als Landmarke zur Ansteuerung des Hafens, (Über 
Chanaral-Insel, Kap Leones, Alcade-Huk siehe Ansichten auf der Brit. Adm-Krt, 
Nr. 1287.) 
Für vom Norden kommende Schiffe bildet der Morro de Copiapö, der 
ungefähr in der Mitte zwischen den Huken Morro und Medio auf etwa 27° 9 
S-Br. und 70° 58’ W-Lg. liegt, eine ausgezeichnete Landmarke. Der Berg ist 
259 m hoch und beinahe flach auf seinem Gipfel; zwei kleine Hügel‘ befinden 
sich nahe bei seinem östlichen Ausläufer, Der Berg ist bei klarem Wetter schon 
aus 20 bis 30 Sm Abstand davon auszumachen. Südwestlich von ihm befindet 
sich ein anderer Hügel, dessen Westabhang steil abfällt. Die Morro-Huk ist 
steil mit Höckern als höchste Erhebung. Die Küste südlich von ihr ist bis zur 
Medio-Huk steil abfallend und zerklüftet, bemerkenswerte weiße Stellen befinden 
sich in den felsigen Abhängen südlich von der Morro-Huk. Die Medio-Huk 
ist äußerst felsig, auf ihrer Südwestspitze erheben sich zwei höckerige Hügel. 
Etwa 4 Sm südlich von dieser Huk liegt 3!/, Kblg vor der Nordhuk der Copiapö- 
Bucht Isla Grande. Diese Insel ist sehr auffallend infolge kleiner warzenähn- 
licher Erhebungen an den äußersten Enden, Die an dem Nordostende ist die 
höhere. Eine kleine runde Erhebung befindet sich auch eben westlich von der 
Mitte der Insel. Die Dallas-Huk, etwa 7 Sm südlich von Isla Grande, ist eine 
schwarze Felsenhuk mit einem Hügel an ihrem äußersten Ende, Von ihr steigt 
das Land zu niedrigen Sandhügeln mit felsigen Gipfeln an. Die Barranquilas- 
Huk ist höckerig. Sie liegt etwa 10 Sm südsüdöstlich von der Dallas-Huk; 
ein hoher Hügel mit spitzem Gipfel erhebt sich eben landeinwärts von ihr. 
Die Salado-Huk, noch 4 Sm weiter nach Süden gelegen, ist ein steiler, felsiger 
Landvorsprung; Östlich von ihr erhebt sich eine Sandhügelkette, Die Cachos- 
Huk liegt 17 Sm südlich von der Dallas-Huk; vor ihr liegen eine Insel und 
mehrere Klippen. Die kleine Cima Cudrada-Insel liegt 2 Sm südlich von ihr. Auf 
der Mitte der letzteren erhebt sich ein Hügel mit viereckigem Gipfel, 4 Sm 
südlich von der Cachos-Huk liegt die kleine Pajonal-Bucht. An der Nordseite 
dieser Bucht erhebt sich unmittelbar an der Küste eine Hügelkette, die höher 
ist als alle anderen in der Nähe. Eine andere Kette kleiner höckeriger Hügel 
sieht man in dem Tal, das etwa 1 Sm von der Bucht entfernt liegt. Etwa 1'/, Sm 
südlich von der Pajonal-Bucht liegt eine bemerkenswerte Felsenhuk; vor ihr liegt 
eine einzelne weiße Klippe und ein Hügel mit warzenähnlichem Gipfel eben 
landeinwärts davon. Südlich von dieser Huk liegen an der Küste niedrige Hügel, 
die außer nahe bei ihrem Gipfel mit gelbem Sand bedeckt sind. Die Totoral- 
Huk ist felsig, sie liegt etwa 13 Sm nördlich von Carrizal Bajo. Eben südlich 
von dem kleinen Hafen Matamores sieht man eine hohe Felsenhuk, die den 
Ausläufer der hohen Küste bildet. 7 Sm nördlich von Carrizal Bajo befindet 
sich ebenfalls eine hohe Huk mit einem kleinen runden Hügel. Verschiedene 
andere kleine höckerige Hügel liegen eben landeinwärts von ihr. Südlich von 
ihr ist dann die Küste bis zum Hafen steil und höckerig.. (Ansichten von Morro 
de Copiapö, Isla Grande, Dallas-Huk, Cachos-Huk, Pajonal, Herradura de Carrizal 
siehe auf der Brit. Adm-Krt. Nr. 1276.) . 
Ansteuerung. Die Ansteuerung des Hafens bietet weder vom Süden noch 
vom Norden her Schwierigkeit, wenn man in angemessenem Abstand an der 
Küste entlang fährt. Vom Norden kommende Schiffe sollten aber die Stelle 
meiden, wo in der Karte »Discoloured Water« eingezeichnet ist. Die Stelle liegt 
etwa 14 Sm westlich von der Totoral-Huk, 
Strom. Nach Kapt. F. Carstens setzt leichter nördlicher Strom, der nahe 
unter Land und in der Bucht bis zu 1 Sm Geschwindigkeit in der Stunde er- 
reichen kann. . . 
Leuchtfeuer. Siehe »Leüchtfeuer aller Meere« 1912, Heft VII, Tit. XI, 
Nr. 280 und 292, ) 
Lotsenwesen. Ein Lotse ist vorhanden. Derselbe kommt den Schiffen 
gewöhnlich bis etwas außerhalb der Tonne an der Nordwestseite der Arequipa- 
Bank in einem offenen Boote, das die Flagge P oder die chilenische Flagge
	        
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